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Mindestens neun Zivilisten getötet Russische Armee bombardierte Spitäler in Syrien

Die russische Luftwaffe soll drei Spitäler im Nordwesten Syriens bombardiert haben.

© APA (AFP)
 

Bei Luftangriffen der syrischen Regierungstruppen und ihres Verbündeten Russland im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens neun Zivilisten getötet worden, darunter zwei Kinder. Die russische Luftwaffe bombardierte demnach drei Spitäler im Nordwesten Syriens.

Zwei Krankenhäuser seien in der Rebellenhochburg Idlib, ein weiteres in der Provinz Hama angegriffen worden, wie die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mitteilte. Demnach flogen die syrischen und russischen Streitkräfte am Samstag mehr als hundert Luftangriffe auf die Provinzen Idlib, Hama und Aleppo. Syrische Helikopter warfen dutzende Fassbomben ab. Syrische Staatsmedien meldeten unterdessen einen durch Raketenbeschuss aus der Rebellenhochburg Idlib getöteten Zivilisten.

Spital bombardiert

Nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle wurde ein Krankenhaus in der Stadt Kafranbel von russischen Flugzeugen bombardiert. Der Betrieb musste demnach eingestellt werden, die Patienten seien auf andere Krankenhäuser in der Gegend verteilt worden. Ein Zivilist sei durch den Angriff der mit Syriens Machthaber Bashar al-Assad verbündeten russischen Armee getötet worden.

In der Stadt Hass wurde ein unter der Erde gelegenes Krankenhaus bombardiert, wie der Betreiber, die Nichtregierungsorganisation Hilfe und Entwicklung in Syrien, mitteilte. Auch in diesem Krankenhaus wurde demnach der Betrieb eingestellt. Das Gebäude sei kurz vor dem Angriff aufgrund der Warnung eines Analysesystems für die Routen von Kampfflugzeugen evakuiert worden. Die Beobachtungsstelle bestätigte den Angriff der russischen Luftwaffe auf das Krankenhaus in Hass.

Schwer überprüfbar

Im Norden der Provinz Hama wurde den Angaben zufolge ein drittes Krankenhaus von der russischen Armee bombardiert. Über das Ausmaß der Schäden sei jedoch noch nichts bekannt, erklärt die Beobachtungsstelle. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Informationen von Aktivisten aus Syrien. Ihre Angaben sind für Medien nur schwer überprüfbar.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, in der Nähe der Rebellenprovinz Idlib sei ein Zivilist bei einem Raketenangriff von "Terrorgruppen" getötet worden. Sana zitierte eine nicht näher bekannte Quelle aus Militärkreisen, wonach "terroristische Organisationen in Idlib Angriffe planen" gegen von der Regierung gehaltene Gebiete und Armeestellungen.

Zuvor waren bei Luftangriffen der syrischen Regierungstruppen und Russlands auf die Provinzen Idlib, Hama und Aleppo am Samstag nach Angaben der Beobachtungsstelle mindestens neun Zivilisten getötet worden, darunter zwei Kinder. Weite Teile Idlibs sowie Teile von Hama und Aleppo werden von der Jihadistenallianz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) kontrolliert. Dabei handelt es sich um den ehemaligen syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Zwar gilt in der Region seit September eine Waffenruhe mit den Truppen von Machthaber Bashar al-Assad, doch gibt es immer wieder Kämpfe. Beim Beschuss von Ortschaften im Süden der Rebellenbastion Idlib wurden zuletzt dutzende Menschen getötet.

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