AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Anschläge in Sri LankaRegierung: Geheimdienst-Infos nicht weitergegeben

Die Regierung räumte unterdessen Versäumnisse ein. "Es gab einen großer Fehler bei der Weitergabe von Geheimdienstinformationen", sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene. "Dafür müssen wir die Verantwortung übernehmen."

© APA/AFP/JEWEL SAMAD
 

Die Zahl der Toten nach der Anschlagsserie in Sri Lanka ist auf mindestens 359 gestiegen. Nahezu 60 Verdächtige wurden nach Angaben der Behörden inzwischen festgenommen, darunter ein Syrer. Die Polizei durchsuchte auch am Mittwoch weitere Häuser auf der gesamten Insel. "Die Razzien gehen überall weiter, muslimische Gebiete werden genau unter die Lupe genommen", hieß es in Sicherheitskreisen.

Kontrollierte Sprengung

In der Hauptstadt Colombo sprengte die Polizei kontrolliert einen verdächtigen Motorroller, der neben dem beliebten Savoy-Kino abgestellt war. Es sei kein Sprengstoff gefunden worden.

Die Regierung räumte unterdessen Versäumnisse ein. "Es gab einen großer Fehler bei der Weitergabe von Geheimdienstinformationen", sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene. "Dafür müssen wir die Verantwortung übernehmen."

Sri Lanka: Explosionen in Kirchen und Hotels

In Sri Lanka ereigneten sich am Ostersonntag innerhalb einer halben Stunde sechs Explosionen - drei in Luxushotels und drei in Kirchen.

(c) APA/AFP/ISHARA S. KODIKARA (ISHARA S. KODIKARA)
(c) APA/AFP/PETER PARKS (PETER PARKS)
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) APA/AFP/ISHARA S. KODIKARA (ISHARA S. KODIKARA)
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) APA/AFP/ISHARA S. KODIKARA (ISHARA S. KODIKARA)
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) AP (Eranga Jayawardena)

Der Polizeichef hatte zuletzt vor möglichen Selbstmordanschlägen gewarnt.

APA/AFP/Ishara S. Kodikara
(c) AP (Chamila Karunarathne)
(c) AP (Chamila Karunarathne)
(c) APA/AFP/STR (STR)
AP/Eranga Jayawardena
APA/AFP/Ishara S. Kodikara
APA/AFP/Ishara S. Kodikara
APA/AFP/Ishara S. Kodikara
AP
AP/Eranga Jayawardena
AP/Eranga Jayawardena
AP/Eranga Jayawardena
AP/Eranga Jayawardena
AP/Eranga Jayawardena
AP/Eranga Jayawardena
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) APA/AFP/ISHARA S. KODIKARA (ISHARA S. KODIKARA)
(c) APA/AFP/JEWEL SAMAD (JEWEL SAMAD)
(c) APA/AFP/NARINDER NANU (NARINDER NANU)
(c) APA/AFP/MOHD RASFAN (MOHD RASFAN)
(c) AP (Eranga Jayawardena)
1/31

In Behördenkreisen hieß es, Indien habe den Geheimdienst Stunden vor den Anschlägen vor islamistischen Angriffen gewarnt. Es blieb zunächst unklar, ob und in welcher Form die Behörden daraufhin handelten. Parlamentspräsident Lakshman Kiriella beschuldigte hochrangige Vertreter des Geheimdienstes, Anschlagswarnungen absichtlich geheimgehalten zu haben. "Es gab Informationen, aber die obersten Vertreter der Sicherheitsbehörden haben nicht angemessen gehandelt", sagte er. Ein indischer Geheimdienst habe Sri Lanka bereits am 4. April vor möglicherweise drohenden Selbstmordanschlägen auf Kirchen, Hotels und Politiker gewarnt. Am 7. April habe es dann eine Sitzung des Sicherheitsrates unter dem Vorsitz von Präsident Maithripala Sirisena gegeben. Die Informationen seien aber nicht weiter verbreitet worden. "Der Sicherheitsrat macht Politik. Wir müssen das untersuchen", sagte der Parlamentspräsident.

Umstrukturierung der Sicherheitskräfte

Sirisena, der zugleich Verteidigungsminister ist, kündigte am Dienstag eine völlige Umstrukturierung der Sicherheitskräfte und der Polizei an. Er hoffe, dass "wesentliche Veränderungen an der Spitze der Sicherheitskräfte innerhalb der nächsten 24 Stunden" möglich seien.

Die USA erklärten, sie hätten im Vorfeld keine Hinweise auf die Anschläge am Ostersonntag gehabt. Sie gingen jedoch davon aus, dass derzeit weitere Anschlagsplanungen in Sri Lanka liefen, sagte die US-Botschafterin Alaina Teplitz. "Terroristen können ohne Warnung zuschlagen. Typische Anschlagsorte sind große Versammlungen und öffentliche Plätze." Das Ausmaß und die Koordination der Anschläge am Ostersonntag lasse darauf schließen, dass eine ausländische Extremistenorganisation wie die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in die Vorbereitung eingebunden gewesen sei.

Neun Selbstmordattentäter

Die Anschläge auf drei Kirchen und vier Hotels wurden der Polizei zufolge von neun Selbstmordattentätern verübt. Acht von ihnen seien identifiziert. Unter den Attentätern sei eine Frau, sagte Wijewardene.

Die Selbstmordattentäter vom Ostersonntag in Sri Lanka waren wohlhabend und hatten im Ausland studiert. Die meisten von ihnen seien gebildet gewesen und hätten der oberen Mittelschicht angehört, sagte Sri Lankas Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

Einer der Attentäter habe vermutlich in Großbritannien und Australien studiert und sei danach nach Sri Lanka zurückgekehrt.

Die Extremistenmiliz IS reklamierte am Dienstag die Angriffe für sich. Die Regierung in Colombo machte kurz zuvor zwei einheimische islamistische Organisationen, darunter die National Thowheeth Jama'ath (NTJ), für die Anschläge verantwortlich. Ihr Motiv sei nach ersten Ermittlungen Vergeltung für die Attentate auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen im März 50 Menschen getötet worden waren. Davon habe die neuseeländische Regierung keine Kenntnis, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern.

 

 

 

Kommentare (6)

Kommentieren
aral66
4
3
Lesenswert?

@ Sam125, genau, Sie berufen sich auf Gott, andere auf Allah,.....

lassen Sie Gott und Co aus dem Spiel, in deren Namen haben schon zu viele Gräueltaten stattgefunden und finden wie man sieht noch immer statt, lasst uns munter gegenseitig den Schädel einhauen, denn Schuld ist immer der Andere, .... da hilft nur Bildung , was hat verirrter Glaube mit Nazis zu tun? Nichts!! , aber es lässt sich so schön mit einfachen Naziparolen gegen andere hetzen, ebenso geht das sehr gut unter den verschiedenen Glaubensrichtungen, worum geht es? Um Manipulation und Macht und dazu braucht man eben einmal ein Feindbild.

Antworten
Sam125
7
12
Lesenswert?

Sri Lanka und die Christenverfolgung weltweit!Meine Gedanken sind bei den

Opfern und ihren Angehörigen!Möge den Menschen ihr Glaube Hoffnung auf ein Wiedersehen geben! Ja die Christen werden Weltweit verfolgt, daran gibt es nichts mehr zum "Wegverleugnen"! Daher kann ich die Ignoranz gegrnüber dieser Tatsache,so mancher angeblich so liberalen Mitbürger nicht verstehen! Denn wenn wir alle und natürlich auch ganz Europa uns gemeinsan gegen den radikalen, politischen Islam stellen würden, so können wir die bereits geschaffenen Paralellwelten und Unterdrückung der Frauen und auch den Hass gegenüber homosexuelle Mitbürger mit Sicherheit noch stoppen! Aber was geschieht? Da wird von der Opposition nur laut "Narzi" geschrien und die eigentliche Gefahr für ganz Europa wird heruntergespielt! Und das Ansehen unseres Landes wird nicht durch die Nazis beschädigt, sondern durch die Leute, die die Österreicher in den braunen Narzisumpf ziehen, statt gemeinsam gegen die viel größere Bedrohung vorzugehen! Europa wach auf! Gott schütze Österreich und Europa!

Antworten
romagnolo
4
9
Lesenswert?

Sie pflegen ein sehr schlichtes Weltbild.

Im Namen jedweder Religion die Rettung Europas zu beschwören ist einfältig. Nur die strenge Trennung von Religion und Staat sowie die massive Investitition in Bildung ( vorallem politische Bildung und Geschichte) kan ein geeintes Europa schaffen, das sich liberal und tolerant nennen darf.

Antworten
Sam125
5
9
Lesenswert?

romagnolo....

Es wird zur jeder Zeit Religionen geben und ich habe absolut nicht gegen Muslime oder gegen den Buddhismus oder Hinduismus usw.. Wenn Sie so wollen hab ich ein einfaches Weltbild, doch muss einfach erlaubt sein gegen den radikalen und politischen Islam, der nachweislich Ungläubige verfolgt zu sein! Oder stellen die Christen ihre Religion über den Staat, sowie es auch gemäßigte Muslime nicht tun! Alle Menschen, die bereit sind hier in unserer Gemeinschaft zu leben sind willkommen, solange die Frauenrechte geachtet werden und die Religion nicht über dem Staat steht!!

Antworten
Marmorkuchen1649
10
9
Lesenswert?

Christenverfolgung?

Es ist unglaublich, mit welchen Methoden versucht wird, Rassismus zu rechtfertigen. Rassismus ist niemandem dienlich, Rassismus und Nationalismus hat schon in der Vergangenheit viele Kriege bewirkt. Die größte Bedrohung der Demokratie ist der aufkeimende Rechtsextremismus. Lassen wir das bitte nicht zu!

Antworten
Sam125
4
9
Lesenswert?

marmorkuchen......!Also, wenn wir uns gegen den radikalen und politischen Islam

zur Wehr setzen versuchen, so sind wir Nazis? weit haben wir es gebracht! Dann schauen Sie einmal in die Türkei, was dort gerade geschieht! Von mißachteten Frauenrechte, bis zu veränderte Geschichtsschreibung bezüglich der Evolution des Menschen, geht die Türkei Schritt für Schritt zurück in die Islamsteinzeit! Ja viele Türken können derzeit noch dagegenhalten, aber wie lange noch? Warum hat Atatürck wohl in weiser Voraussicht schon vor über 100 Jahren das Kopftuch per Gesetz aus allen Schulen und Universitäten verbannt und verboten? Ja bis Erdogan kam! Und wer hat die wissenschaftlich bewiesene Entstehung des Menschen aus den Geschichtsbüchern der Türkei verbannt und gemäß des Korans umschreiben lassen? Also bin ich in ihren Augen ein Nazi, weil ich mir Sorgen um die Zukunft unserer Kinder mache und gegen den radikalen und politischen Islam bin, der nachweislich für die meisten Christenverfolgungen in der heutigen Zeit ist verantwortlich ist!? Danke dafür!

Antworten