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Vorreiterrolle Wiens bei sozialem Wohnen

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© (c) APA/AFP/ODD ANDERSEN
 

Die Wohnungssituation in Wien gilt nicht nur in Deutschland als Vorbild für Stadtplanung und Lebensqualität – zu der auch erschwingliches Wohnen zählt. Schon am Beginn des vorigen Jahrhunderts wurde dort ein Fokus auf geförderte Wohnräume gelegt. Rund 420.000 Wohnungen sind mittlerweile teilweise oder ganz im Besitz der Stadt. Das ist weltweit einzigartig. Ein Gutteil entfällt dabei auf „Wiener Wohnen“, den größten Immobilienverwalter Europas – zu hundert Prozent im Besitz der Stadt. „Die Wiener Stadtregierung hat sich immer zu leistbarem Wohnen als Menschenrecht bekannt“, erklärt „Wiener Wohnen“-Direktorin Karin Ramser.
Um sich für eine Gemeindebauwohnung bewerben zu können, darf man nicht mehr als 3250 Euro netto im Monat verdienen. Diese großzügige Bemessung hat zur Folge, dass Wohnen im Gemeindebau nicht stigmatisiert ist, sondern normal. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Praxis ist die soziale Durchmischung, die damit einhergeht. Fast zwei Drittel der Wiener profitieren heute von dieser Politik.

Zwischen 2007 und 2017 zogen 206.000 Menschen neu in die Stadt. Eine stark wachsende Bevölkerung und knapper Wohnraum stellen also auch die Bundeshauptstadt vor Herausforderungen. Rund 600 Millionen Euro investiert Wien jährlich in die Schaffung und Erhaltung von Gemeindewohnbauten. Seit Anfang März ist eine Bauordnungsnovelle in Kraft. Diese schreibt vor, dass bei einer Umwidmung in Bauland zwei Drittel der Fläche für geförderten Wohnbau verwendet werden müssen – ab einer Wohnnutzfläche von 5000 Quadratmetern. „Ziel der Regelung ist, das leistbare Wohnen in Wien auch in Zukunft sicherzustellen“, sagt Planungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. Kritiker der Novelle befürchten, dass nun weniger Grundstücke zum Verkauf stehen werden, weil sich dies für die Eigentümer nicht mehr rentieren könnte.


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manfred100
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