„Mehr als die Hälfte der jungen Radfahrerinnen und Radfahrer sagen von sich selbst, dass sie nie oder nur selten einen Helm tragen. Und warum nicht? Weil es angeblich nicht cool aussieht. Mit unserer neuen Aktion ‚Looks like shit. But saves my life. richten wir uns daher gezielt an junge Menschen, um sie dazu zu motivieren, zum eigenen Schutz einen Helm aufzusetzen. Der Spruch entspricht vielleicht nicht so ganz dem üblichen Behördendeutsch. Er bringt die Botschaft aber ziemlich genau auf den Punkt: Helme retten Leben!“, erklärt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Andreas Scheuer
Andreas Scheuer © APA/dpa/Michael Kappeler

So weit, so gut, aber Scheuers Fahrradhelm-Kampagne mit leicht bekleideten Models stößt auf heftige Kritik. Vor allem SPD-Politikerinnen fühlen sich von der Werbeaktion abgestoßen und fordern ihren Stopp. „Es ist peinlich, dumm und sexistisch, wenn der Verkehrsminister seine Politik mit nackter Haut verkauft“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl, der Bild am Sonntag. Frauen fühlten sich dadurch beleidigt. „Deshalb: Runter mit den Plakaten.“ Diese sollen den Angaben zufolge ab Dienstag entlang von Straßen aufgestellt werden.

"Junge ansprechen"

Das Verkehrsministerium will mit der Kampagne, die auch Videos umfasst, vor allem junge Menschen zum Tragen eines Helms animieren. Sie trägt den Titel: „Looks like shit. But saves my life“ („Sieht Scheiße aus - aber rettet Leben.“) Dabei ist unter anderem „Germany's Next Topmodel“-Kandidatin Alicija.