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Dammbruch in Brasilien Druck auf Konzern Vale - Chef muss gehen

Der Dammbruch bei einer Eisenerz-Mine in Brasilien kostete mehr als 300 Menschen das Leben.

Fabio Schvartsman © (c) APA/AFP/SERGIO LIMA (SERGIO LIMA)
 

Rund fünf Wochen nach einem verheerenden Dammbruch bei einem Bergwerk des Eisenerz-Produzenten Vale in Brasilien sind der Konzernchef und weitere Führungskräfte zurückgetreten. Das Unternehmen sprach am Samstag (Ortszeit) von einem Abschied bis auf weiteres. Der Verwaltungsrat habe das Rücktrittsgesuch des Vorstandsvorsitzenden Fabio Schvartsman sofort akzeptiert.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft dem Unternehmen empfohlen, ihn und andere hochrangige Mitarbeiter zu entlassen. Schvartsman und drei weitere Manager hätten dem Vorstand einen temporären Rücktritt von ihren Funktionen angeboten, teilte das Bergbauunternehmen Vale mit.

Bei dem Dammbruch an einem Rückhaltebecken im Bundesstaat Minas Gerais wurden im Jänner vermutlich mehr als 300 Menschen getötet und große Mengen an giftigem Schlamm freigesetzt. Zuletzt mehrten sich die Hinweise, dass der brasilianische Konzern von einem erhöhten Bruchrisiko wusste. Zudem sollen sich Inspektoren unter Druck gesetzt gefühlt haben, das Bauwerk als sicher einzustufen.

Sicherheitsnormen missachtet?

Der deutsche TÜV Süd hatte den Damm im August 2018 geprüft und Maßnahmen zur Stabilisierung angeregt. Erst vor vier Jahren hatte der Bruch eines von Vale betriebenen Damms eine große Umweltkatastrophe in Brasilien verursacht.

Schvartsman ersuchte den Verwaltungsrat in einem Brief, der von der Zeitung "Folha de S.Paulo" veröffentlicht wurde, ihn "vorübergehend" von seinem Posten entlassen zu werden. Zugleich verteidigte er sein Vorgehen. Er sei fest davon überzeugt, dass sein Handeln absolut angemessen und korrekt gewesen und er die Sicherheitsnormen im Unternehmen beachtet habe. Den Konzern führen soll nun einstweilen der Leiter der Sparte Basismetalle, Eduardo Bartolomeo.

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