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''Eisiges Schweigen''Premier Bettel konfrontierte Arabische Liga mit seiner Homosexualität

Der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel hat beim Gipfeltreffen der EU mit Vertretern der arabischen Welt erwähnt, dass er mit einem Mann verheiratet ist. Damit wäre er in vielen dieser Länder in Lebensgefahr.

Xavier Bettel © (c) AP (Markus Schreiber)
 

Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel hat während des Gipfels von EU und Arabischer Liga vor den Staats-und Regierungschefs seine Homosexualität angesprochen. Der 47-Jährige habe die Runde damit konfrontiert, "dass er mit einem Mann verheiratet ist und in vielen der anwesenden Länder vom Tod bedroht wäre", berichtete der ZDF-Korrespondent Stefan Leifert auf Twitter.

Die Reaktion sei "eisiges Schweigen bei den einen, stille Freude den anderen" gewesen, hieß es weiter.

Bettel selbst bestätigte das Ereignis bei dem Treffen am Sonntag und Montag im ägyptischen Küstenort Sharm el-Sheikh. "Nichts sagen war für mich keine Option", schrieb der liberale Politiker auf Twitter. Bettel ist seit Ende 2013 Luxemburgs Ministerpräsident und hatte 2015 seinen langjährigen Lebenspartner geheiratet.

Lob für seinen Mut

In mehreren arabischen Ländern wird Homosexualität strafrechtlich verfolgt. In einigen wie Saudi-Arabien oder Jemen kann sogar die Todesstrafe drohen.

In sozialen Netzwerken bekam Bettel auch von Politikerkollegen Unterstützung für sein Vorgehen. Dänemarks Finanzminister Kristian Jensen lobte Bettel am Donnerstag auf Twitter für seinen Mut, für Homosexuellenrechte einzutreten. Deutschlands Europastaatsminister Michael Roth (SPD) schrieb: "Ehrenmann. Merci, @Xavier_Bettel!

Kommentare (6)

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Kristianjarnig
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Nicht sehr diplomatisch der gute Mann. Diplomaten kann man ihn ja kaum nennen.

Es ist eine Sache was JEDER daheim in seinem Schlafzimmer und seinen 4 Wänden anstellt, auch wen er liebt.

ABER in arabischen Ländern mit sowas auf den Putz zu hauen, das ist wohl etwas übertrieben. Wie soll so eine EU noch von irgendjemandem ernstgenommen werden(von den eigenen Bürgern ist das ja immer so eine solala Entscheidung, da sollte man sich als Gast(!) doch angemessen benehmen und sich der Landeskultur anpassen)?

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wahrheitverpflichtet
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nur eines zählt....

die liebe! UND das Hauptproblem in unserer welt ist das unsere Politiker sich anpassen und sich nicht scheuen mit nazistischen Psychopathen Verbrechern usw Geschäfte zu machen bzw sogenannte Politik! Ministerpräsident Xavier Bettel IST EIN EHREN Mann und ein ehren hafter Politiker der sich nicht scheut menschen verachtende Misstände bzw verbrechen gegen Menschen auf zu zeigen! UND das Hauptproblem ist das anpassen welt weit werden menschen gefoltert ausgebeutet diskriminiert unterdrückt ermordet von herscher Politiker usw und wir aus der sogenannten westlichen welt nennen uns sozial wir sind aber nicht besser als wie diese Verbrecher den wir wissen davon wir machen nichts dagegen wir nehmen es hin um Geschäfte zu machen! WAS WÄRE jedoch wenn wir mit solchen Ländern keine Geschäfte mehr machen wie würden diesen Länder den Geldhahn abdrehen und sie würden ihre goldenen HÄUSER bald verlieren und die herscher Familien sogenannte königliche würden in den Gefängnissen landen bzw ihr Volk würde irgend wann aufstehen und sie lunchen so wie sie Jahrzehnte ihr Volk ausgebeutet gefoltert und ermordetet hat!

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schadstoffarm
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wie gehst mit einer Todesdrohung

diplomatisch um ?
A-- es wird nicht so heiss gegessen wie gekocht
B-- ich arbeite passiv mit den Willen Gottes zu vollstrecken
C-- ich lass mich heilen, kurz- bis mittelfristig abwendbar

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soge
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Stimme zu

Da haben Sie schon recht, dass man sich anpassen sollte.
So könnte man bei so einem Gipfel auch schnell seine Frau steinigen lassen.
Wäre ja landeskonform.

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Irgendeiner
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Naja, Kristian, ich hab mir im ersten Moment auch ähnliches gedacht,

muß der Knabe so auf den Putz hauen,aber dann ist mir eingefallen, daß der, naja wirklich weiß,daß er, wäre er da unten, bei Outing ein Todeskandidat wäre und daß er da Diplomaten gegenübersteht, die naja, so was puffern können müssen und daß man ja schlecht für Menschenrechte eintreten kann und dann andere die es betrifft auffordern zu schweigen,ist ja bei uns auch problematisch, wenn einer frech meint es würde noch häßliche Bilder brauchen,da sterben Menschen, im Wasser, in Lagern und keiner fragt so einen kleinen Studienabbrecher was er damit sagen will und doch müßten alle es wissen.Und weiter hab ich mir dann so überlegt,daß es zwar frech ist auf Leute runterzutreten und zum Beispiel darüber zu lügen,daß Kopftücher bei uns bodenständig sind, um die zu verkürzen aber keinesfalls einer Mehrheit dort klar zu machen daß man anderswo Dinge anders handhabt,damit kujoniert man niemanden und damit werden sie leben müssen,und jetzt Kristian,meine ich, das paßt schon so,einer Mehrheit mit ihren idola tribus kann man immer sagen daß sie im Grunde Idioten sind,und der war ohnehin höflich.Ich präferiere übrigens Weibchen und Antwort erwarte ich nicht,Du replizierst ja nicht gerne.

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paulrandig
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Kristianjarnig

Wie Irgendeiner stimme ich im ersten Moment zu. Weiter treibende Gedanken führen mich aber zu Gebräuchen der arabischen Welt, wo alleine eine Begrüßung mehrere Minuten dauern kann, weil beide Seiten einander fragen, wie es dem anderen geht, seinem Bruder, seinen Eltern, seinen Großeltern, seinem Ehepartner(!), seiner Gesundheit, seinen Plänen, seinen Geschlechtsteilen, seinen Haustieren, dem Gemüsegarten usw.
Es wird nicht erwartet, auf alles eine detaillierte Antwort zu bekommen. Vielmehr ist es ein Zeichen der Wertschätzung, sich viel über den anderen zu merken und ihn wissen zu lassen, dass er ein Teil des Netzwerkes an Beziehungen und Informationen ist. Außergewöhnliches wird natürlich schon erzählt (Tochter wird heiraten, Großmutter ist gestorben etc.).
Insofern ist es in diesem Kontext keine Indiskretion zu erzählen, mit wem man verheiratet ist, vor allem, wenn es in den Augen des Gegenüber eine "Auffälligkeit" ist.

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