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Tödlicher Plan scheiterteSlowakische Polizei: Ex Minister soll Mord beauftragt haben

Die slowakische Kriminalpolizei hat den ehemaligen Wirtschaftsminister und Medienmogul Pavol Rusko beschuldigt, einen Mord in Auftrag gegeben zu haben.

Pavol Rusko auf einem Archivbild
Pavol Rusko auf einem Archivbild © APA
 

Die slowakische Kriminalpolizei hat den ehemaligen Wirtschaftsminister und Medienmogul Pavol Rusko beschuldigt, einen Mord in Auftrag gegeben zu haben. Die Ermittler halten es für erwiesen, dass er 1997 bei einer lokalen Mafiagruppe die Ermordung seiner damaligen Geschäftspartnerin Sylvia Volz bestellte. In die Tat umgesetzt wurde der Plan nicht.

Wie die Polizei am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, sollen gemeinsam mit Rusko drei weitere Männer angeklagt werden, die den Auftragsmord bereits vorbereitet haben sollen. Nach Abschluss der mehr als einjährigen Ermittlungen beantragte die Spezialeinheit NAKA bei der Staatsanwaltschaft Bratislava eine formelle Anklageerhebung gegen Rusko. Einem der einst mächtigsten Männer der Slowakei droht im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft. Er war im vergangenen Jahr festgenommen worden, kam aber danach wieder auf freien Fuß; muss allerdings eine Fußfessel tragen, damit er nicht flieht.

Mafiaboss gestand Mordplan

Medien hatten vor einiger Zeit berichtet, der wegen anderer Gewaltverbrechen bereits verurteilte ehemalige Mafiaboss Mikulas Cernak habe seine Beteiligung am Mordplan zugegeben und Rusko als Auftraggeber belastet. Volz war als Miteigentümerin des von Rusko gegründeten TV-Senders Markiza mit diesem in einen Interessenskonflikt geraten. Warum der Mordplan nicht umgesetzt wurde, ist unklar.

Der inzwischen 55-jährige Unternehmer und Ex-Politiker Rusko galt als einer der mächtigsten Männer der Slowakei, seit er 1996 den bis heute erfolgreichsten privaten Fernsehsender TV Markiza gründete und aus dem Ertrag auch mehrere Printmedien finanzierte. Als er 2003 Wirtschaftsminister wurde, musste er sich aber schrittweise von seinen Eigentumsanteilen trennen und verlor damit den politischen Einfluss, den ihm seine Medienmacht gesichert hatte.

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