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ItalienDemonstration in Turin für Bahnverbindung nach Lyon

Circa 30.000 Personen, mehrheitlich Anhänger der Lega und von Rechtsparteien, haben sich am Samstag an einer Demonstration gegen die Bürgermeisterin Chiara Appendino beteiligt.

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© APA/AFP/MARCO BERTORELLO
 

Der Protest richtete sich auch gegen Pläne von Appendinos Fünf-Sterne-Bewegung, den Bau der Hochgeschwindigkeitslinie Turin-Lyon zu stoppen.

An der Demonstration beteiligten sich Anhänger der sogenannten Bewegung "Si TAV", die sich für den Bau der Bahntrasse einsetzt. Die Bewegung sammelte zuletzt 60.000 Stimmen zur Unterstützung des Hochgeschwindigkeitsprojekts.

Die Zukunft des großen Bahninfrastrukturprojekts zwischen Turin und Lyon (TAV) sorgt für Spannungen in der italienischen Regierungskoalition. Die rechte Lega hält an dem Projekt fest, die Fünf-Sterne-Bewegung hat eine andere Meinung. Sie meint, das Projekt sollte wegen der hohen Kosten gestoppt werden. Ein Rückzug, wie ihn die Fünf-Sterne-Bewegung fordert, würde Italien wegen der hohen Strafen teuer zu stehen kommen.

Der Fünf-Sterne-Chef und Arbeitsminister Luigi Di Maio meinte, das vor 30 Jahren geplante Infrastrukturprojekt sollte überdacht werden. Seit Jahren kommt es immer wieder zu Protestaktionen gegen die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke im piemontesischen Susa-Tal. Demonstranten befürchten bei dem Bahnprojekt Eingriffe zulasten der Natur.

In Chiomonte, im Herzen des Susa-Tals, wird ein 7,5 Kilometer langer Tunnel für die Trasse für Hochgeschwindigkeitszüge gebaut. Die Arbeiten hatten dort 2011 begonnen - als Startschuss für den gesamten Bauabschnitt.

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