65 Tote bisherHorror-Taifun "Mangkhut" fräst sich Schneise durch Asien

Dutzende Todesopfer auf Philippinen befürchtet - und auch an der Südküste Chinas und in Hongkong herrschen Chaos und Verwüstung. Tausende Haushalte sind ohne Strom. Was sich dort gerade abspielt, zeigen Menschen über Twitter.

HONG KONG-PHILIPPINES-CHINA-TYPHOON-MANGKHUT
Auch in Hongkong schlug der Sturm mit voller Härte zu © APA/AFP/ANTHONY WALLACE
 

- Unter Schlamm und Schutt haben am Montag Rettungsteams im Norden der Philippinen weiter nach Dutzenden Opfern von Taifun "Mangkhut" gesucht. Einsatzkräfte in der Stadt Itogon gruben mit Schaufeln, Hacken und teils mit bloßen Händen im Schlamm, der mit Steinen, umgestürzten Bäumen und Schutt vermischt ist. Hier begrub eine Schlammlawine, ausgelöst durch Regen, eine Unterkunft von Bergbauarbeitern.

Laut Bürgermeister Victorio Palangdan hielten sich 40 bis 50 Menschen in dem Gebäude auf: "Wir glauben zu 99 Prozent, dass die eingesperrten Leute tot sind", sagte er. "Wir machen weiter, bis wir alle Körper gefunden haben." Itogon liegt in der Provinz Benguet im Norden des südostasiatischen Landes, 198 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila.

Nach Regierungsangaben sind auf den Philippinen mindestens 58 Menschen durch den Taifun gestorben, der die Philippinen am Samstag heimgesucht hat. Weitere 49 wurden vermisst.

 

 

Taifun in Asien: Die zerstörerische Kraft von "Mangkhut"

Unter Schlamm und Schutt suchen Rettungsteams im Norden der Philippinen nach Dutzenden Opfern von Taifun "Mangkhut". Rettungskräfte in der Stadt Itogon gruben am Montag mit Schaufeln und Hacken in dem Schlamm, der mit Steinen, umgestürzten Bäumen und Schutt vermischt ist.

 

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Eine Schlammlawine, ausgelöst durch heftige Regenfälle, begrub hier eine Unterkunft von Bergbauarbeitern unter sich.

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Nach Regierungsangaben sind auf den Philippinen mindestens 65 Menschen durch den Taifun gestorben, der die Philippinen am Samstag heimgesucht hat. Weitere 49 wurden vermisst.

 

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In China hat "Mangkhut" mindestens vier Menschen in den Tod gerissen.

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Der Sturm wütete auch in Hongkong. Nach Angaben der Behörden verursachte der Taifun "schwere und großflächige Schäden".

 

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Mehr als 300 Menschen wurden in der Metropole verletzt. Am Montag begannen in der Stadt die Aufräumarbeiten. Schulen blieben geschlossen, der öffentliche Nahverkehr war stark beeinträchtigt.

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 Die Zahl der Opfer durch "Mangkhut" an der Südküste Chinas ist auf vier gestiegen. Wie die chinesische Katastrophenschutzbehörde am Montag mitteilte, hinterließ der Sturm in der Provinz Guangdong die schlimmsten Schäden. Drei Menschen wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Ein Mensch starb, weil ein Gebäude einstürzte. Am Vorabend war zunächst von zwei Toten die Rede gewesen. Die Aufräumarbeiten liefen noch in der Nacht an, wie staatliche Medien berichteten. Vielerorts blieben Schulen geschlossen. Entwarnung wurde wegen anhaltender starker Regenfälle noch nicht gegeben.

 

Auch in China forderte "Mangkhut" Opfer: Wie der staatliche Fernsehsender CGTN berichtete, kamen in der Provinz Guangdong mindestens zwei Menschen ums Leben. Große Teile der Südküste sowie die Millionenmetropole Hongkong kamen am Sonntag beinahe vollständig zum Stillstand. Hunderte Flüge wurden gestrichen, der Nahverkehr eingeschränkt und mehr als 2,4 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Fernsehsender zeigten Bilder von überfluteten Straßen und starken Regenfällen, die sich über der Region entluden. Heftiger Wind riss Bäume um, zerstörte Fenster und brachte Baugerüste zum Einsturz.

"Mangkhut" hatte in China und in Hongkong am Sonntag vielerorts große Verwüstungen angerichtet. Große Teile der Südküste sowie die Millionenmetropole Hongkong kamen beinahe vollständig zum Stillstand. Hunderte Flüge wurden gestrichen, der Nahverkehr eingeschränkt und mehr als 2,4 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht, wie chinesische Staatsmedien berichteten.

 

20 Taifune jährlich

Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Einer der stärksten der vergangenen Jahre war "Haiyan" im November 2013. Damals starben mehr als 6300 Menschen, mehr als vier Millionen verloren ihr Zuhause.

 

Fernsehsender zeigten Bilder von überfluteten Straßen und starken Regenfällen, die sich über der Region entluden. Heftiger Wind riss Bäume um, zerstörte Fensterscheiben und brachte Baugerüste zum Einsturz. Allein in Hongkong wurden laut der Zeitung "South China Morning Post" mehr als 200 Menschen mit Verletzungen behandelt.

Caritas hilft

590.000 Menschen sind direkt von der Zerstörung durch den Taifun "Mangkhut" betroffen, 190.000 in Evakuierungszentren untergebracht. Die Caritas Philippinen hilft mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln. In einem nächsten Schritt wird Material für Reparaturen an Unterkünften an die Menschen verteilt. Mit 20.000 Euro Soforthilfe unterstützte Caritas Österreich die Maßnahmen.

Jedes Jahr werden die Philippinen von zahlreichen starken Wirbel-und Tropenstürmen getroffen. "Vor allem seit dem schrecklichen Taifun 'Haiyan' 2013 ist die Caritas mit Hilfsprojekten und Katastrophenvorsorge vor Ort tätig", sagte Christoph Schweifer, Auslandshilfechef der Caritas Österreich am Montag. "Das bedeutet, dass etwa Evakuierungszentren gebaut wurden, die jetzt in der Notsituation den Menschen Zuflucht bieten."

Spenden unter www.caritas.at oder Spendenkonto, Kennwort: Taifun Philippinen, Erste Bank, BIC: GIBAATWWXXX, IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560

 

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