Keine Giftspritzen erhältlichOklahoma will Todeskandidaten mit Stickstoff hinrichten

Als erster Bundesstaat der USA will Oklahoma Todeskandidaten mit Stickstoffgas hinrichten.

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Das kündigte der Justizminister des Staates, Mike Hunter, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz an. Unklar ist aber noch, wann es zu den ersten Exekutionen mit dieser Methode kommen wird. Die Behörden wollen nun zunächst einen Ablaufplan entwickeln.

Oklahoma hat seit drei Jahren keine Hinrichtungen mehr vollstreckt. Viele Bundesstaaten haben zunehmend Schwierigkeiten, Todeskandidaten mit der Giftspritze hinzurichten. Denn viele Pharmakonzerne wollen nicht mehr, dass mit ihren Substanzen getötet wird, und weigern sich, Wirkstoffe zu liefern. Auch Oklahoma hat deshalb Beschaffungsprobleme. In einem Fall wurde dort zudem ein Mittel eingesetzt, das für eine Exekution gar nicht vorgesehen ist.

Kommentare (4)

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tomtitan
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Warum nicht gleich Auspuffgase einleiten?!! -

die Todesstrafe ist barbarisch und hat keine abschreckende Wirkung.

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paulrandig
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Brave Pharmaindustrie.

Jetzt müssten eigentlich nur mehr die Rüstungskonzerne aufhören ihre Produkte an die Leute zu verkaufen, die damit töten könnten...

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styrianprawda
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@paulrandig

Schön wär's.
Nur gibt es einen Unterschied:
Die Pharmaindustrie macht ihren Umsatz mit vielen Produkten, diese todbringenden sind nur ein klitzkleiner Teil.
Die Rüstungsindustrie hingegen...

Nachdem Schwerter nicht mehr verwendet werden, wird es mit den Pflugscharen auch nichts.

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paulrandig
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styrianprawda

Aber geh, die Rüstungsindustrie produziert ihre Ware doch zum Erhalt des Friedens. Grundprinzip: "Wenn ich eine Waffe habe, muss ich sie nicht gebrauchen, weil die Drohung alleine schon reicht."

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