NorddeutschlandSturm "Xavier": Vier Todesopfer, kein Zugverkehr und umgestürzte Kräne

Sturmtief "Xavier" hat den Bahnverkehr in Norddeutschland am Donnerstag komplett lahmgelegt. Es gibt mehrere Todesopfer, die Feuerwehr rät den Bürgern, das Haus nicht zu verlassen.

"Xavier" schlug zu: Umgestürzter Kran in Wilhelmshaven © 
 

Bei dem schweren Sturm "Xavier" sind in Brandenburg zwei Menschen ums Leben gekommen. Deutschlandweit stieg die Zahl der Todesopfer damit auf vier. Bei Gransee im Landkreis Oberhavel sei ein Ast in eine Windschutzscheibe geflogen und habe einen Menschen getötet. Zudem wurde in derselben Region eine Frau in einem Auto von einem Baum erschlagen, wie die Polizei in Potsdam mitteilte.

In Wilhelmshaven hat "Xavier" einen rund 1000 Tonnen schweren Hafenkran aus den Angeln gehoben und ins Fahrwasser der Jade gestürzt. 

Orkanböen der Stärke 12 hätten den auf Schienen laufenden Kran am Mittag angehoben, gedreht und umgekippt, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Donnerstag. Hafenarbeiter in der Nähe wurden nicht verletzt. Der Verladebetrieb für den Kohleumschlag an der Niedersachsenbrücke wurde vorsorglich eingestellt. Der Kran wurde völlig zerstört, mit den Schäden am Gleisbett wird der Gesamtschaden auf mehr als eine Million Euro geschätzt.

In Norddeutschland stehen die Züge still

Auch auf den Zugverkehr hat der Sturm massive Auswirkungen. Die Deutsche Bahn stellte den Verkehrt in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen und auch den S-Bahnverkehr in Hamburg bis auf weiteres ein, wie das Unternehmen mitteilte. Auch die Verbindungen nach Berlin sind betroffen.

Regen und Wind: Sturmtief "Xavier" wütet in Norddeutschland

APA/AFP
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Ursache waren auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume, die einen durchgehenden Bahnverkehr unmöglich machten. Auf offener Strecke befindliche Züge versuchten, noch den nächsten Bahnhof zu erreichen.

Unterdessen hat die Hamburger Feuerwehr die Bevölkerung der Hansestadt aufgefordert, wegen des Sturms nicht hinauszugehen. "Warnung für Hamburg. Halten Sie sich aktuell nicht im Freien auf, bleiben Sie im geschützten Bereich", twitterte die Feuerwehr. Ein Sprecher sagte, die Feuerwehr sei wegen mehrerer eingeklemmter Personen und umgestürzter Bäume zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt.

Es liefen Dutzende Notrufe ein, meldete die Feuerwehr per Twitter. In der Hansestadt wechselten sich seit dem Mittag immer wieder heftige Regenfälle und Stürme mit kurzen sonnigen Phasen ab.

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