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Millionen auf der Flucht

Hurrikan forderte bereits fast 900 Todesopfer auf Haiti

An der Ostküste der USA brachten sich drei Millionen Menschen in Sicherheit. „Dieser Sturm ist ein Monster“, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. Er rief die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf. In der Karibik forderte „Matthew“ bereits mindestens 572 Todesopfer.

Hurrikan Matthew zieht eine Spur der verwüstung nach sich
Millionen Amerikaner brachten sich vor "Matthew" in Sicherheit © AP
 

Im Karibikstaat Haiti ist die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan "Matthew" weiter angestiegen. Allein im Süden seien mindestens 842 Menschen ums Leben gekommen, sagte der aus der Region stammende Senator Herve Fourcand am Donnerstagabend (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. Nach seinen Angaben könnte die Zahl weiter steigen, da einige Gebiete immer noch von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Der Wirbelsturm hatte in der Karibik massive Verwüstungen angerichtet. Besonders schwer wurde der Südwesten Haitis getroffen. Der Abgeordnete Pierre-Louis Ostin berichtete, dass allein in der südlichen Gemeinde Roche-a-Bateau mindestens 50 Menschen getötet worden seien. Die Hilfsorganisation Care erklärte, in der südhaitianischen 30.000-Einwohner-Stadt Jeremie habe der Sturm rund 80 Prozent der Gebäude zerstört. Schon bald könnte den Menschen die Nahrung ausgehen, warnte Care.

Hurrikan "Matthew" wütet an der US-Ostküste Foto © wunderground.com

Nach Angaben des UN-Büros für humanitäre Hilfe (Ocha) ist die Hälfte der elf Millionen Haitianer von dem Wirbelsturm betroffen, einige Regionen waren zwei Tage nach dem Durchzug des Hurrikans weiter von der Außenwelt abgeschnitten.

US-Küstenstaaten im Ausnahmezustand

In der Nacht aufFreitag bewegte sich "Matthew" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern auf die US-Küste zu. Präsident Barack Obama verkündete den Ausnahmezustand für die Bundesstaaten Florida, Georgia und South Carolina, was die unmittelbare Freigabe von Bundesmitteln für Notmaßnahmen ermöglichte.

Die Behörden in Florida, Georgia und South Carolina ordneten die Evakuierung küstennaher Regionen an. Drei Millionen Menschen waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

 

"Dieser Sturm ist ein Monster", sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. Er rief die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf. "Geht nicht surfen, geht nicht an den Strand. Ihr werdet sterben", sagte Scott. Wer sich der Anordnung der Behörden widersetze, riskiere den Tod.

Der Hurrikan schöpfte auf seinem Weg in Richtung USA neue Kraft und wurde wieder auf die Stärke 4 hochgestuft - eine Stufe unter der Höchstkategorie, die er zwischenzeitlich ebenfalls erreicht hatte. Er könnte der verheerendste Hurrikan sein, der Florida seit "Andrew" im Jahr 1992 heimsucht. Mittlerweile wurde er wieder auf Kategorie 3 zurückgestuft. An den "lebensbedrohlichen" Bedingungen und seiner "Gefährlichkeit" hätte sich aber nichts geändert, so der US-Wetterdienst.

Hurrikan "Matthew": Drei Millionen Amerikaner auf der Flucht

Drei Millionen Menschen waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. 

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Vergnügungsparks wurden geschlossen.

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Wie zum Beispiel das Epcot Center in Orlando.

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Häuser wurden verbarrikadiert...

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...um die Unterkunft vor dem Hurrikan bestmöglich zu schützen.

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Flüge wurden abgesagt.

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Von der Küste wurde kilometerweit ins Landesinnere gefahren.

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Aufgesucht wurden wirbelsturmsichere Unterkünfte.

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Zuvor hatte man sich mit dem Nötigsten eingedeckt.

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Weitere Bilder von der Evakuierung.

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"Matthew" zieht eine Schneise der Verwüstung:

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