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Texas

Ballon flog vermutlich in Stromleitung: 16 Tote

Ein Heißluftballon mit 16 Menschen an Bord ist im US-Staat Texas vermutlich in eine Hochspannungsleitung geraten und brennend abgestürzt. Es gab keine Überlebenden, wie die Behörden nach dem Unglück am Samstag mitteilten.

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Die Ermittlungen waren aber noch nicht abgeschlossen. Über die Opfer gab es zunächst keine offizielle Angaben. Der Sender NBC meldete aber, die Heißluftballon-Fahrt sei von der Firma "Heart of Texas Hot Air Balloon Rides" organisiert worden, und der Besitzer zähle zu den Toten. Er sei der Pilot des Unglücksballons gewesen. Wie es weiter hieß, veranstaltete das Unternehmen Flüge bei Sonnenaufgang und -untergang. Die Ballons würden nicht von Gruppen gemietet, sondern Kunden kauften jeweils Tickets.

 

Tödliche Unfälle mit Heißluftballons

Ausflüge mit Heißluftballons haben wie jetzt im US-Bundesstaat Texas schon mehrfach ein tragisches Ende genommen. Einige Beispiele:

August 2013: Ein Ausflug einer Urlaubergruppe mit einem Heißluftballon im Tiroler Bezirk Kitzbühel endet für einen Ballonhelfer tödlich. Der 66-jährige hat einem Fahrgast beim Aussteigen helfen und das Gefährt niederhalten wollen. Er wird aber mit die Höhe gezogen, dabei verlassen ihn die Kräfte und er stürzt rund 100 Meter in den Tod.

Mai 2013: In der Türkei kommen drei Touristinnen aus Brasilien ums Leben, als ihr Ballon über den Felsenlandschaften Kappadokiens mit dem Korb eines zweiten Ballons zusammenprallt. Bei der Kollision reißt die Hülle auf. Der Ballon stürzte aus etwa 300 Metern Höhe zu Boden.

Februar 2013: Im ägyptischen Touristenort Luxor sterben 19 Menschen beim Absturz eines Heißluftballons. Die ägyptische Luftfahrtbehörde spricht von menschlichem Versagen. Der Ballonführer hätte - als gegen Ende der Fahrt ein Schlauch riss, aus dem dann Gas ausströmte - das Ventil für die Gaszufuhr schließen können.

August 2012: Nahe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana sterben beim Absturz eines Heißluftballons mindestens vier Menschen. 28 Verletzte werden in Krankenhäuser gebracht. Der Ballon mit 32 Ausflugsgästen hatte kurz vor der Landung einen Baum berührt und Feuer gefangen.

Jänner 2012: Fünf Paare lösen Weihnachts-Geschenkgutscheine ein und starten nördlich von Wellington in Neuseeland mit einem Piloten zu einer Ballonfahrt. Der Ballon streift eine Stromleitung, gerät in Brand und stürzt ab. Alle elf Insassen kommen ums Leben.

August 2001: In der französischen Region Savoyen streift ein Ballon eine Hochspannungsleitung und gerät in Brand. Alle sechs Insassen sterben, als Gasflaschen an Bord explodieren und das Gefährt abstürzt.

Juni 1999: Beim Absturz eines Heißluftballons in Deutschland kommen alle vier Insassen ums Leben. Nach Angaben der Polizei streift der Ballon in der Nähe von Ibbenbüren eine Hochspannungsleitung und geht in Flammen auf.

 

Es ist der bisher schlimmste Unfall dieser Art in den USA und der schlimmste weltweit seit 2013: Damals waren im ägyptischen Luxor 19 Menschen beim Absturz eines Ballons getötet worden. In den USA starben 2014 drei Menschen während eines Ballon-Festivals in Virginia, als ihr Ballon in eine Stromleitung geriet.

Kaum Augenzeugen

Der Ballon war am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) bei Lockhart etwa 50 Kilometer südlich von Austin auf ein Feld gestürzt. Es ist ein entlegener Ort, es gab daher kaum Augenzeugen. Eine Frau sagte der Lokalzeitung "Lockhart Post-Register", sie haben einen lauten Knall gehört und einen Feuerball gesehen. Sie habe zunächst gedacht, ein Traktor wäre explodiert.

Auf Videos vom Unglücksort sind Stromleitungen zu sehen. Nach Informationen des örtlichen Senders Keye-TV wurden Überreste des Ballons direkt unter einer davon gefunden. Offizielle Angaben zur Absturzursache gab es zunächst nicht, aber dem Sender CNN und anderen Medien zufolge halten Ermittler eine Kollision mit einer Leitung für wahrscheinlich. Die Flugaufsichtsbehörde FAA, die Transportsicherheitsbehörde NTSB und die Bundespolizei FBI schalteten sich in die Untersuchungen ein.

"Eine Tragödie"

Sheriff Daniel Law von Caldwell County zufolge geschah der Unfall um etwa 7.40 Uhr. Zunächst sei ein Notruf eingegangen, nach dem an einem Straßenrand ein Fahrzeug brenne, welches sich als der Korb herausstellte. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sprach von einer Tragödie und rief die Bevölkerung zum Gebet für die Opfer und Hinterbliebenen auf.