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Bis 2030

Unicef: "Tod von 69 Millionen Kindern unter 5 Jahren droht"

"Wir haben eine Wahl: Jetzt in die Zukunft dieser Kinder zu investieren oder zuzulassen, dass die Welt noch ungleicher und gespalten wird", sagte Unicef-Direktor Anthony Lake.

Kenya East Africa Drought
Dürre und extreme Armut in Ländern südlich der Sahara © dapd
 

69 Millionen Kinder unter fünf Jahren werden nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) bis zum Jahr 2030 an weitgehend vermeidbaren Ursachen sterben. 167 Millionen Kinder werden bis dahin zudem in Armut leben und 750 Millionen Mädchen in Kinderehen zwangsverheiratet worden sein, warnt Unicef in seinem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht.

Neun von zehn Kindern in Armut

Der Bericht ist besonders für das Gebiet südlich der Sahara erschütternd, wo bis 2030 schätzungsweise neun von zehn Kindern in extremer Armut leben könnten. Dort könnten dann auch die Hälfte aller Kinder weltweit leben, die keinen Zugang zu Volksschulunterricht haben. Weltweit besuchen rund 124 Millionen Kinder keine Schulen der Primar- und unteren Sekundarstufe.

"Wir haben eine Wahl: Jetzt in die Zukunft dieser Kinder zu investieren oder zuzulassen, dass die Welt noch ungleicher und gespalten wird", sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. Es seien aber auch Fortschritte dabei gemacht worden, Kinder aus extremer Armut zu befreien und mehr Kinder zur Schule zu schicken. Zudem haben sich sowohl die Kindersterblichkeit als auch die Zahl in extremer Armut lebenden Menschen seit 1990 halbiert.

Regierungen müssten länderspezifische Pläne entwickeln, um sich für die betroffenen Kinder einzusetzen, sagte Justin Forsyth, Vize-Direktor des Kinderhilfswerks, am Montag in New York. "Wenn man den Schwerpunkt auf Gleichheit legt, kann man Fortschritte machen."

Mit den im vergangenen Jahr beschlossenen insgesamt 17 UNO-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) sollen bis 2030 unter anderem Armut, Klimawandel und Diskriminierung bekämpft werden. Den Zielen haben sich alle 193 UNO-Mitgliedsstaaten angeschlossen.

Kommentare (1)

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draugoldeck
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Lokale Einsicht notwendig

Das Investieren klappt aber nur, wenn einigermaßen vernünftige Regierungen an der Macht sind. Länder wie Zimbabwe sind im Moment hoffnungslos. Wenn sogar der Gesundheitsminister von Südafrika es im direkten Gespräch mit der für Anti-Aids kämpfenden Annie Lennox für ok hält, dass Hausmädchen nach alter Tradition dem Hausherren zum Vergnügen herhalten müssen, bringen westliche Investitionen leider wenig. Auch Indien hat das ländliche Schulsystem nicht groß verbessert, obwohl zentral der Wille schon vorhanden ist.

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