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Tausende wollten Festnahme von Guru verhindern

Tagelang haben in Indien Tausende Anhänger die Festnahme des hinduistischen Gurus Baba Rampal verhindert. Als die Polizei am Dienstag das Gelände des Gurus mit einem Großaufgebot stürmte, wurden nach offiziellen Angaben Dutzende Menschen verletzt. Die Beamten setzten Tränengas, Bagger, Schlagstöcke und Schilde ein.

 

Ein Gericht im nordindischen Chandigarh hatte die Festnahme Rampals angeordnet, weil er in einem Mordfall mehrfach nicht zu Anhörungen erschienen war. Im Jahr 2006 sollen Rampals Anhänger auf seine Weisung hin auf Dorfbewohner geschossen haben. Sein Anwalt erklärte gegenüber lokalen Medien, Rampal sei krank und könne deswegen nicht vor Gericht erscheinen.

Der 63-Jährige verschanzte sich in seinem Ashram im Distrikt Hissar im Bundesstaat Haryana. In den vergangenen Tagen bildeten Anhänger des Guru Ketten um das Gelände, um die Polizei am Eindringen zu hindern.

Laut dem indischen Sender NDTV nennen sich die Gläubigen am Ashram selbst "Babas Kommandotruppen". Sie hätten das Gelände in eine Festung verwandelt gehabt und seien mit Steinen und Säuregeschossen gegen die Polizisten vorgegangen. Nach Polizeiangaben standen 10.000 Beamte etwa 15.000 Anhängern des Guru gegenüber. Zunächst war nicht klar, ob Rampal gefunden wurde.

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