Wegen „einer Brandgefahr“ und eines Streits wurden am Montagvormittag Polizisten zu einem Containerdorf für Geflüchtete im niedersächsischen Buchholz gerufen. Dort eskalierte dann die Situation. Eine Polizeistreife und Mitarbeiter des Heimes versuchten in der Unterkunft, den Streit zu schlichten. Doch dann zündete ein Bewohner plötzlich einen Brandbeschleuniger, sofort stand das ganze Zimmer im Vollbrand. Mit schweren Verletzungen konnten sich der Polizist und eine Mitarbeiterin des Betreibers aus dem Container im Erdgeschoss ins Freie retten. Als die Feuerwehr ankam, schlugen den Einsatzkräften bereits Flammen entgegen. Sofort wurde die Unterkunft evakuiert. Bei den Nachlöscharbeiten wurde eine Person tot gefunden.

Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um den Brandleger. Die Identität steht derzeit noch nicht fest. Der Polizist (44) erlitt schwerste Verbrennungen und wurde in eine Spezialklinik gebracht.

Das Feuer konnte relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden. Der genaue Hergang sowie der Auslöser für den Brand werden derzeit noch untersucht. In den Wohncontainern sollen 61 Menschen untergebracht gewesen sein. Insgesamt sollen rund 30 Container Feuer gefangen haben und rund 20 Personen teils schwer verletzt worden sein. Die Bewohner wurden in ein nahegelegenes Schützenhaus gebracht und versorgt.