So ein Schauspiel sieht man nur selten. Das 60-Jahr-Jubiläum der Militärfallschirmspringer war aber Anlass genug, dass am Donnerstag 120 Fallschirmspringer des Bundesheeres gleichzeitig zu Boden schwebten, nachdem sie aus dem Rumpf zweier C-130 "Hercules"-Transportmaschinen gesprungen waren. Das Spektakel fand über und am Gelände der Flugfeldkaserne Wiener Neustadt  statt. Dazu gab es einen Festakt im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, bei dem auch eine  Ausstellung eröffnet wurde.

Seit 1961 bildet das Jagdkommando Fallschirmspringer für das Österreichische Bundesheer aus. Neben den Spezialeinsatzkräften ist das Jägerbataillon 25 mit Sitz in Klagenfurt der einzige Luftlandeverband des Bundesheeres mit Aufgaben im In- und Ausland. Er verfügt über speziell ausgebildete Soldaten, die einsatznah für Luftlandeeinsätze trainiert werden.

Tanner
Klaudia Tanner gratulierte den Heeres-Fallschirmspringern zum 60er
© BMLV/Carina KARLOVITS

Für die Freifallsprünge stehen die amerikanischen Multi Mission Systeme zur Verfügung. Diese Schirme sind für Freifalleinsätze, Gleiteinsätze und für Tandemsprünge geeignet. Freifall- oder Gleiteinsätze werden aus Höhen von bis zu 10.000 Metern mit Sauerstoff durchgeführt. Damit können im Gleitflug bis zu 35 Kilometer zurückgelegt werden, teilte das Ministerium in einer Aussendung mit. Mittlerweile wurden bereits 420.000 Fallschirmabsprünge durchgeführt. Der Sprunglehrer mit den meisten Sprüngen absolvierte bisher 11.500 Sprünge.