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DauertestEin Jahr in Liliput mit dem Suzuki Ignis

Es war kein leichter Abschied vom Suzuki Ignis: von einer Begegnung mit einer erstaunlich großen kleinen Persönlichkeit.

Bilder aus dem Freundschaftsalbum: Der Ignis komprimiert gekonnt ein ausgewachsenes Auto auf 3,7 Meter Kürze © OLIVER WOLF
 

Jetzt ist es schon ein paar Wochen her, dass unsere kleine, rote Feuerwehr sich nach einem Jahr und rund 15.000 Kilometern aus unserem Testfuhrpark verabschiedet hat. Und die Wehmut beim Blick auf den Parkplatz, wo der Suzuki Ignis immer auf seinen Einsatz wartete, kommt nicht von ungefähr. Ja, es ist tatsächlich erstaunlich, wie viel Auto sich auf 3,7 Meter Länge verdichten lässt. Und nach zwölf Monaten in unserer Obhut können wir vermelden: Es hat uns an nichts gefehlt.

Wir haben uns auf Anhieb zu Hause gefühlt im klar strukturierten, aber nicht auf Billigheimer gemachten Cockpit und uns ausgekannt wie in der eigenen Hosentasche. Was aber keineswegs auf kleinwagenmäßig spartanische Ausstattung zurückzuführen ist: großer Touchscreen für das kompetente Infotainmentsystem, Navi, Sitzheizung, USB-Stecker - alles da. Die Verarbeitung verdient Lob, nie war ein Knistern oder Knarzen zu vernehmen.

Modellvorstellung: Suzuki Ignis

Der Suzuki Ignis positioniert sich jetzt als schicker Mini-Crossover am unteren Ende der SUV-Skala. Und das Design sitzt: Reduziert, aber cool zeigt der Ignis Ecken und Kanten und zitiert frech seine Offroad-Kollegen wie den kultigen Jimny.

SUZUKI

Und: Obwohl er nur 3,6 Meter kurz ist, verspricht der Fünfsitzer genügend Platz und Kopffreiheit für seine Passagiere. Der Kofferraum hat eine Kapazität von 267 Litern (227 beim Allrad-Modell). Dank der verschiebbaren Rücksitzbank und der umklappbaren Rücksitzlehnen kann noch mehr Gepäck untergebracht werden.

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Die Kabine verfügt über mehrere komfortable Möglichkeiten, Dinge zu verstauen. Neben dem zweigeteilten Handschuhfach gibt es Flaschenhalter in der Mittelkonsole und den hinteren Konsolen sowie in den vorderen und hinteren Türen.

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Mit einer Bodenfreiheit von 180 mm nimmt es der Ignis auch mit unebenen Fahrbahnen auf. Zugleich besitzt er dadurch eine erhöhte Sitzposition, die für eine besonders gute Rundumsicht sorgt und das Ein-und Aussteigen erleichtert.

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Auch im Innenraum ist den Japanern der Schmäh nicht ausgegangen: Die Instrumententafel mit ihren geschwungenen horizontalen Linien verwendet Materialien mit reicher Textur, und das so entstehende Design vermittelt eine großzügige Breite und Geräumigkeit. Die Akzentfarben Orange und Metallic-Titan betonen das fröhliche Image.

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Das Audiosystem verfügt über ein Touchdisplay und koppelt das Smartphone vie Android Auto oder Apple CarPlay. MirrorLink lässt verschiedene Applikationen des Smartphones auf dem Touchscreen des Autos erscheinen und erlaubt so den direkten Zugriff auf Smartphone-Anwendungen. Das System ist zudem ausgestattet mit einem Radio, einer Rückfahrkamera sowie einer Navigationsfunktion.

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Der neue Ignis bietet elf verschiedene Farbmuster, darunter drei neue Karosseriefarben und mehrere Two-Tone-Kombinationen. Dank der zwei Akzentfarben für den Innenraum, die zur Karosseriefarbe passen, kann sich jeder Fahrer seinen Ignis so wählen, wie er seinem Geschmack entspricht.

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Technisch steht er auf einer neuen, gewichtsreduzierten Plattform von Suzuki, wird mit Front- oder Allradantrieb und einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner zu haben sein. Auch eine Hybid-Version wird es geben: Das kompakte und leichte SHVS-System (Smart Hybrid Vehicle by Suzuki) sorgt mit seinem integrierten Startergenerator für bessere Kraftstoffeffizienz, die nicht zu Lasten der Leistung geht.

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Und nun zur Spezialität des Hauses: dem Allrad. Wenn das System Allgrip merkt, dass die Vorderräder auf der Straße an Traktion verlieren, verteilt es das Antriebsmoment automatisch auf die Vorder-und Hinterräder.

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Und selbst so ein winziges Auto hat heutzutage natürlich Assistenzsysteme an Bord: Zwei Stereokameras überwachen den Abstand zwischen dem Fahrzeug und anderen Objekten und erkennen sogar dessen Form. Sie bilden die Grundlage für drei Sicherheitsfunktionen: Dual Camera Brake Support mit Notbremsfunktion, Spurhaltewarnsystem und Müdigkeitserkennung.

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Das Ein-bissl-höher-Einsteigen in das Micro-SUV haben unsere Bandscheiben mit Freude zur Kenntnis genommen und selbst unser im mehrfachen Wortsinn großer Cheftester Walter Röhrl hatte beim Platzangebot nichts zu beanstanden. Er attestierte sogar, schon auf der Rückbank von so manchem Kompaktklässler schlechter gesessen zu sein. Und dem ist auch nach einigen langen Touren nur hinzuzufügen, dass die Beinauflagen der Sitze für Menschen jenseits der 1,80 Meter Länge kurz geraten sind. Selbst nicht ganz alltägliche Einkäufe wie ein XXL-Kratzbaum haben den Kofferraum nicht an seine Grenzen gebracht.

Den Saugbenziner haben wir als fröhliches Kerlchen kennengelernt, der fleißig das Beste aus seinen 90 PS macht, indem ihm der Elektromotor des Mild-Hybrid-Systems in dem Drehzahlbereich unter die Arme greift, in dem ihm die Puste ausgeht. Insofern waren wir keinen Moment untermotorisiert. Auch nicht auf der Autobahn, wo der Zwerg über sich hinauswächst und sich fast eine Klasse größer anfühlt.
Die 5,5 Liter Verbrauch gehen in Ordnung, weil wir mit dem Ignis primär in der Stadt unterwegs waren. Dort kann ihm sowieso keiner etwas vormachen.

Suzuki Ignis 1,2 Allgrip

Preise. 18.990 Euro.
Motor. Vier-Zylinder- Benziner, 1242 ccm, 90 PS, 120 Newtonmeter Drehmoment, 4,7 l/100 km, 106 g CO2/km.
Fahrleistungen. 0-100 km/h in 11,5 Sekunden, 165 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Maße. 3700/1660/1595 mm L/B/H, 204-1086 l Laderaum, 915 kg Leergewicht.

Den einzigen Stolperstein im Dauertest in Form eines Patschens nehmen wir auf unsere Kappe. Als Wiedergutmachung haben wir gleich mehrfach in die Betriebsanleitung schauen müssen, um nach dem Rädertausch die Reifendruckkontrolle zu besänftigen. Aber dann war das Thema abgehakt.

Fazit: Wenn man es so clever macht wie Suzuki beim Ignis, kann man sich ganz ohne Reue eine Klasse verkleinern.

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