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Ford Focus TravellerLeben auf der Straße

Für Vielfahrer führt an einem Diesel nach wie vor kein Weg vorbei. Spaß machen darf solch ein Kilometerfresser aber trotzdem.

Der neue Focus glänzt vor allem als Kombi mit echten Langstreckenqualitäten © Oliver Wolf
 

Das Bemerkenswerteste an der Erkenntnis, dass die wenigsten Dieselfahrer auch wirklich einen Selbstzünder brauchen, ist die Tatsache, dass sie vier Jahrzehnte gebraucht hat, um anzukommen. Schon zu den Anfängen des Selbstzünder-Booms in den 1970er-Jahren rechnete sich der Kauf eines solchen Fahrzeugs nur dann, wenn man wirklich viel unterwegs war – mehr jedenfalls, als es die Mehrheit der Österreicher in der Lebenszeit eines Autos jemals sein wird.

Weil die moderne Abgasnachbehandlung viel zu teuer wäre, um Kleinwagen mit einem Selbstzünder anzubieten, beschränkt sich das Angebot heutzutage praktisch vollkommen auf jene Modelle, die auch wirklich dazu gedacht sind, den Großteil ihres Lebens auf den Autobahnen zu verbringen. Wie etwa die neue Generation des Ford Focus. Deren Karosserie baut 1,5 Zentimeter länger als jene des Vorgängers, fällt aber 1,5 Zentimeter niedriger aus. Zudem sorgt ein um mehr als fünf Zentimeter längerer Radstand für ein athletisches Auftreten sowie für spürbar mehr Platz im Innenraum. Vor allem der Fond und damit die Knie der Hinterbänkler profitieren deutlich von dieser Maßnahme.

Foto © Oliver Wolf
Clevere Details wie der Dachkantenspoiler oder kleine Leitbleche helfen dabei, den Luftwiderstandsbeiwert auf weniger als 0,29 zu drücken. Was beim Traveller noch dazukommt: Die zusätzlichen 11 Zentimeter Außenlänge erweitern den Kofferraum um ganze 100 Liter.
Optimale Voraussetzungen also, auch bei stundenlangen Etappen noch entspannt voranzukommen. Und wer so brav ist, der darf ab und an auch einmal ein wenig über die Stränge schlagen. Und zwar in Form des ST Line, mit Sportsitzen und knackig abgestimmtem Fahrwerk in Kombination mit dem 150 PS starken Turbodiesel.
Foto © Oliver Wolf

Der Innenraum bekam alle Errungenschaften des aktuellen Fiesta verpasst, verfügt also über einen großzügig dimensionierten Acht-Zoll-Touchscreen in der Armaturenbrettmitte, mit dem beinahe alle Funktionen bis hin zum Navigationssystem und zur Smartphone-Anbindungen gesteuert werden können.

Immer dick unterstrichen im Lastenheft bei den Kölnern ist das Fahrwerk. Hier sorgen speziell isolierte Achskörper für weniger Störgeräusche, präziseres Lenkverhalten und verbesserte Federungsqualität. Assistenzsysteme? Von der Verkehrsschild-Erkennung über Warner zum Thema Müdigkeit, toter Winkel und Spurverlassen ist bis zum adaptiven Tempomaten und Spurhalteassistenten alles an Bord, was technisch derzeit möglich ist. Besonders interessant auch: das Auffahrwarnsystem. Droht die Gefahr eines Auffahrunfalls, warnt das System den Fahrer optisch wie akustisch und spannt das Bremssystem schon vor. Tritt der Fahrer dann auf die Bremse, steht sofort die maximale Verzögerungsleistung zur Verfügung.

Technik im Blick

Niedrigster CO2-Wert: 125 g/km
Geringster Verbrauch: 4,8 Liter Diesel
Kofferraumvolumen: 608 bis 1653 Liter
Abmessungen: 4672/1848/1494 mm L/B/H
Motoren: 1 Diesel mit 150 PS