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BMW Z4Die Wurzel allen Trubels

Die Neuauflage des Bayernsportlers legt ­unnötigen Ballast ab und kehrt nicht nur optisch zu klassischen Werten zurück.

Knackige Proportionen und kurze Überhänge kennzeichnen den neuen BMW Z4 als Paradesportler © Oliver Wolf
 

Ein Auto kann dank moderner Technik viele Hürden überwinden. Mangelnden Grip mit Traktionssystemen. Fehlendes Drehmoment mit Aufladung. Und zu hohen Verbrauch mit Elektrifizierung. Aber die Physik, die lässt sich nicht überlisten. Und bei Sportwagen läuft das vor allem auf eine simple Formel hinaus: 50:50. Eine gleichmäßige Gewichtsverteilung ist der Schlüssel zu einem neutralen Handling und der neue Z4 ein Musterbeispiel dafür. Die perfekte Balance unter den Achsen ist aber nur ein Detail, an dem man die Ernsthaftigkeit des Zweitürers erkennt.

Die Jungs und Mädels aus München haben zudem penibel darauf geachtet, dass agilem Einlenken möglichst wenig im Wege steht. Das bedeutet: Gewicht sparen, wo es nur geht. Daher musste die schwere Verdeckkonstruktion des Vorgängers weichen. Statt eines komplexen Metallfaltdachs bekleidet den BMW nun wieder eine knapp geschnittene Stoffhaube. Nicht zuletzt dank großzügigem Einsatz von Kohlefaser sank das Gewicht um 180 Kilogramm. Und optisch verlor der Z noch mehr: Damit man das neue Dach besser und leichter zusammenfalten kann, geriet zudem die Optik deutlich schlanker. Da sich außerdem starre Elemente im Inneren des Verdecks befinden, ist die Festigkeit im geschlossenen Zustand so hoch, dass das typische Aufblähen bei flotter Fahrt der Vergangenheit angehört.

Foto © Oliver Wolf

Dritter Punkt des Rezepts für hohe Fahrdynamik: kurze Überhänge. Eine Paradedisziplin von BMW, könnte man sagen, und der Zweisitzer macht da keine Ausnahme. Die Masse möglichst zwischen den Achsen zu halten, ergibt in Kombination mit den anderen Maßnahmen erst das neutrale Fahrverhalten, für das wir diese Fahrzeugklasse so schätzen.

Man merkt schon, die Münchner hatten einen eindeutigen Plan vor Augen. Fahrvergnügen wie in den guten alten Zeiten, und das soll man bitte schön auch am Design erkennen. Der Kühlergrill etwa trägt statt der üblichen Nierenstäbe ein feines Gitter, das an den Typ 328 Mille Miglia von 1939 erinnern soll. Doch keine Sorge – es bleibt bei optischen Reminiszenzen, denn in Sachen Komfort und Sicherheit ist hier nichts von gestern.
Foto © Oliver Wolf

Das voll digitale Cockpit besteht aus einem 10,25-Zoll-­Display, das nahtlos an einen genauso großen Touchscreen angrenzt, über den das Infotainmentsystem kontrolliert wird. Damit können nicht nur Smartphones dank Apple CarPlay und Android Auto im Nu verbunden werden. Auch lassen sich diverse Fahrhilfen und -programme genauso steuern wie Assistenzsysteme, angefangen beim Abstandsregeltempomaten bis hin zum Spurwechselwarner.
Optisch wie ergonomisch einwandfrei: das Cockpit mit zwei großen Displays Foto © Oliver Wolf

Ach ja, und da war ja noch etwas: der Motor. Durchwegs turboaufgeladen, steckt unter der langen Haube neben der Einstiegsversion mit vier Zylindern auch ein doppelt zwangsbeatmeter Reihensechszylinder nach klassischem Zuschnitt der Bayerischen Motorenwerke: seidig laufend, agil hochdrehend und verdammt gut klingend. Definitiv Punkt 4 aus dem Lehrbuch für Sportwagenbau.

Technik im Blick:

Niedrigster CO2-Wert: 139 g/km
Geringster Verbrauch: 6,1 Liter Benzin
Kofferraumvolumen: 281 Liter
Abmessungen: 4324/1864/1304 mm L/B/H
Motoren: 3 Benziner, 197 bis 340 PS