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Ford Fiesta ST-LineVerzicht für mehr

An Gewicht verloren, dennoch an Muskelmasse zugelegt. So durchtrainiert wie der Kölner Leistungszwerg war noch kein Kleinwagen vor ihm.

140 PS machen aus dem Fiesta einen coolen Kurvenstar © Oliver Wolf
 

Natürlich wäre der Fiesta ST eine heiße Nummer. 200 PS, gewonnen aus einem 1,5-Liter-Motor mit motiviertem Turbolader inklusive lupenreinen Sportfahrwerks, und das in einem Kleinwagen – in Kombination mit Sportauspuff und potenten Breitreifen ist das schon eine echte Ansage. Aber abgesehen vom Kaufpreis: Den Unterhalt für eine so hohe Leistung muss man sich erst einmal leisten können.

Bei keiner anderen Klasse geht es schließlich mehr um das Einhalten des Budgets als bei den Zwergerln, und genau deswegen ist es schlau, sich einmal in der zweiten Reihe umzusehen. Da lauert nämlich der Fiesta ST-Line, dessen Kombination aus sportlicher Ausstattung und vernünftiger Motorisierung den Pragmatiker im Trainingsanzug in uns allen anspricht. Und abgesehen davon: 140 PS sind mehr als genug, um jede Menge Spaß zu haben, denn im Endeffekt zählt eines wesentlich mehr als PS, die Reifenbreite oder die Dicke der Auspuffend­rohre: das Leistungsgewicht.

Dass Sportlichkeit der Praktikabilität nicht im Weg steht, beweist der Fiesta ST-Line mit seinen vier Türen Foto © Oliver Wolf

Der ST-Line bringt gerade einmal 1100 Kilogramm auf die Waage, womit über seine dynamischen Talente wohl alles gesagt sein dürfte. Die versammelten Pferde sind dazu auch noch von einer ganz besonders aufgeweckten Sorte. Zwar schöpft der Dreizylinder seine Kraft aus nur einem Liter Hub­raum, doch agiert er dank schlauem Turbo-Management äußerst flink und spontan. Und dem ohnehin knackigen Einlenkverhalten tut der leichtere Motor natürlich auch gut, wobei die Lenkung schon immer eine Disziplin war, in der man Ford nie wirklich etwas vormachen konnte.
Hochwertig: das Cockpit mit großem Touchscreen Foto © Oliver Wolf

Der freche Kleine ist aber kein Krawallmacher klassischen Zuschnitts. Natürlich fühlt er sich zwar auf verwinkelten Landstraßen pudelwohl, doch wer ihn sanft behandelt, wird mit sensationellen Verbräuchen belohnt. 4,5 Liter im Mix – da soll noch einmal jemand etwas gegen das Einsparen eines ganzen Zylinders haben. Aber auch bei den praktischen Talenten gibt sich der Fiesta äußerst sportlich. So legte er nur in der Länge um sieben Zentimeter zu, misst somit vier Meter in der Länge und 1,7 in der Breite. Dank des ebenfalls gestreckten Radstands gibt es im Innenraum Platz für vier Erwachsene und jede Menge Gepäck. Eine schlaue Strategie – schließlich soll der ST-Line ja auch weiterhin mühelos in jeden Parkplatz schlüpfen können.
Foto © Oliver Wolf

Die neuen Dimensionen haben natürlich ebenfalls einen positiven Effekt auf den Kofferraum. Mit 311 Litern liegt er beinahe schon auf dem Niveau der deutlich größeren Kompaktklasse, glänzt zudem mit einer großen Heckklappenöffnung und wer die Rücksitzlehnen umlegt, erntet sogar 1093 Liter Laderaum – damit auch dem spontanen Besuch eines Möbelhauses nichts im Wege steht.
Noch mehr als das Platzangebot zeigt sich der Innenraum aufgewertet.
Foto © Oliver Wolf

Noblere Materialien kommen allerorts zum Zug, die Sitze von Recaro sind großzügig dimensioniert und umschließen einen wohlig, ja und die neuen Infotainmentanlagen bieten alles, was derzeit angesagt ist: Der große Touchscreen bündelt übersichtlich alle wichtigen Funktionen, lässt sich dank einfacher und flotter Menüführung so flink bedienen, wie der ST-Line den Kurs auf dem ÖAMTC-Gelände meistert, und für einen schnellen Zugriff lassen sich die Klimaanlage sowie die Lautstärke weiterhin über eigene Schalter und Regler bedienen. Es gibt halt doch noch Details, die man nicht verbessern kann.
Foto © Oliver Wolf

Technik im Blick

Niedrigster CO2-Wert: 112 g/km
Geringster Verbrauch: 4,5 Liter Benzin
Kofferraumvolumen: 311 bis 1093 Liter
Abmessungen: 4065/1735/1466 mm L/B/H
Motoren: 2 Benziner mit 125 und 140 PS

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