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Sommerreifen-TestViel Licht, wenig Schatten

Haltungsnoten. Viel Grip, ­wenig Verschleiß – die Ergebnisse des ÖAMTC-Sommerreifentests können sich sehen lassen. Zumindest bei Pkw-Dimensionen.

Knackpunkt Nassgrip: 9 von 16 Nutzfahrzeug-Pneus ­konnten in dieser ­Disziplin nicht überzeugen © isp-grube.de
 

Bremsen, Handling, Grip, Geräuschentwicklung, alles fein säuberlich vermessen und notiert – und das Ganze sechzehn Mal, wohlgemerkt. Dass die Durchführung eines Sommerreifentests kein Honigschlecken ist, dürfte sich schon herauskristallisiert haben. Was aber viel wichtiger ist: Die Ergebnisse, die der ÖAMTC und seine Partnerclubs aus ganz Europa bekommen haben, bieten echten Grund zur Freude. Denn das Niveau der 16 getesteten Modelle der Kleinwagen­dimension 185/65 R15 liegt erstaunlich hoch. „Das Ergebnis ist insgesamt zufriedenstellend“, sagt ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel. „Zwar wurden nur zwei der Testkandidaten mit ‚sehr empfehlenswert‘ beurteilt, es gab aber keinen Ausreißer nach unten. 14 Modelle sind ‚empfehlenswert‘, den Konsumenten steht also eine breite Auswahl an guten Sommerreifen zur Verfügung.“

ÖAMTC-Sommerreifentest 2019
ÖAMTC-Sommerreifentest 2019 Foto © ÖAMTC

Wie sehen die Resultate nun im Detail aus? Das Führungsduo, bestehend aus dem Bridgestone Turanza T005 und dem Vredestein Sportrac 5, überzeugt durch die besten Nassgriffeigenschaften im Test. ­Zudem kann der Bridgestone – gemeinsam mit dem Firestone Roadhawk – die anderen Kandidaten auf trockener Bahn ausstechen.
Verschleiß, ein gutes Stichwort: Der schlechteste im Test, der aus China stammende Linglong Green-Max HP010, erreicht mit 26.000 Kilometern nur knapp 50 Prozent der Lauf­leistung des Michelin CrossClimate + von 57.000 Kilometern. Um ­genau das herauszufinden, wurde der eingangs erwähnte 15.000-Kilometer-Marathon durchgeführt. Im Anschluss kann aus der gemessenen Abnutzung die Laufleistung bis zu 1,6 Millimeter Restprofiltiefe errechnet werden.
Foto © isp-grube.de

Der Hauptgrund dafür, dass 14 Kandidaten nur mit einem „empfehlenswert“ nach Hause gehen mussten, liegt aber an ­einer ganz anderen Disziplin: den Nassgriffeigenschaften. Wer einmal bei feuchter Straße nicht rechtzeitig bremsen konnte, wird um die Bedeutung dieser Kategorie Bescheid wissen.

Andererseits: Das ist sogar noch ein gutes Ergebnis, sieht man sich die Resultate der zweiten Reifengattung an. Das erste Mal nahm der ÖAMTC mit der Dimension 215/65 R15 nämlich sogenannte C-Reifen in die Mangel. Dabei handelt es sich um Transportergummis mit hoher Traglast, wie sie aber auch auf SUV verwendet werden können. Doch genau das sollte man sich aber sehr genau überlegen. Eppel: „Wir haben es hier mit einem klassischen Zielkonflikt der Reifenentwicklung zu tun: Viele der getesteten Transporterreifen sind offensichtlich auf möglichst lange Einsatzdauer und geringen Kraftstoffverbrauch ausgelegt. Die guten bis sehr guten Werte in diesen Bereichen werden allerdings mit teils deutlichen Schwächen bei den Nassgriffeigenschaften erkauft. Lange Bremswege und instabile Seitenführung bei Nässe sind die Folge.“
Foto © isp-grube.de

Das Resultat ernüchtert: Von den 16 Kandidaten fielen neun mit „nicht empfehlenswert“ durch. Zwei manövrierten sich mit einem „bedingt empfehlenswert“ gerade noch aus der Affäre und zumindest fünf erkämpften sich ein „empfehlenswert“. Aber die Bestnote bekam bei Nfz-Gummis kein einziger.