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CES 2019Das ist die erste Elektro-Harley aller Zeiten

Preis rund 26.000 Euro, die Reichweite der LiveWire beträgt etwa 177 Kilometer.

Harley-Davidson stellt sein erstes Elektro-Motorrad vor © KK
 

Harley-Davidson stellt sein erstes Elektro-Motorrad vor
Preis rund 26.000 Euro - Reichweite etwa 177 Kilometer
Milwaukee (Wisconsin) (APA/dpa) - Harley-Davidson baut erstmals ein Elektro-Motorrad. Die legendäre Marke, deren Zweiräder sich gerade mit einem charakteristischen Motorsound auszeichnen, springt damit auf den allgemeinen Umschwung der Branche zur Elektromobilität auf.

Das Modell LiveWire beeindruckt dabei sowohl mit der Leistung als auch mit dem Preis: Das Gefährt kommt von null auf 60 Meilen pro Stunde (96,5 km/h) in 3,5 Sekunden und ist ab knapp 30.000 Dollar (gut 26.000 Euro) zu haben. Ausgeliefert werden soll es ab August.

Modellvorstellung: Harley-Davidson Live Wire

Der angeschlagene Motorradhersteller Harley-Davidson blickt in die Zukunft: Im Sommer haben die US-Boys die Produktion des Elektromotorrads Live Wire bestätigt, im Rahmen der Bike-Messe EICMA hat es jetzt seine Europapremiere gegeben. Und ein paar Details zur mit Spannung erwarteten Maschine gab es gleich dazu.

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Genaue Leistungsdaten werden noch nicht verraten, aber die Amis stellen mit dem von der ersten Umdrehung anliegenden, hohen Drehmoment stattliche Fahrleistungen in den Raum. Um den Schwerpunkt zu senken wurde der Elektromotor tief angeordnet.

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Was wir statt dem unverkennbaren Harley-Klang zu hören bekommen werden, ist ein neuartiger Sound, dessen Tonhöhe und Lautstärke mit zunehmender Geschwindigkeit ansteigen. Lautlos wird die Live Wire also nicht.

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Als Hauptbatterie fungiert ein RESS (Rechargeable Energy Storage System) aus Lithium-Ionen-Zellen, die von einem Aluminiumgussgehäuse mit Kühlrippen umgeben sind. Bordnetzfunktionen wie Beleuchtung, Hupe und Display werden von einem separaten, kompakten 12-Volt-Lithium-Ionen-Akku gespeist.

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Der Ladevorgang kann mit einem integrierten Ladegerät erfolgen, das mit einem unter dem Sitz untergebrachten Netzkabel an eine Haushaltssteckdose angeschlossen wird, oder an einer Ladestation erfolgen. Zur angepeilten Reichweite macht die Marke noch keine Angaben.

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Das Fahrwerk ist für ein agiles Handling im urbanen Umfeld und auf kurvigen Straßen jenseits der City ausgelegt. Um die Steifigkeit zu erhöhen, fungiert der Motor als mittragendes Element des Chassis.

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Die Live Wire rollt auf 180 (hinten) beziehungsweise 120 Millimeter (vorn) Reifen, serienmäßig gibt es ein Antiblockiersystem sowie eine Traktionskontrolle. Und es gibt sieben Fahrmodi: Vier davon sind ab Werk voreingestellt, die übrigen drei können vom Besitzer frei definiert werden.

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Ein als Farbtouchscreen ausgeführtes TFT-Display versorgt den Fahrer mit einer Vielzahl von Informationen. Die Anzeigeeinheit ist neigungsverstellbar, damit er den für seine Statur optimalen Winkel wählen kann. Das Display ermöglicht ihm außerdem den Zugriff auf die Schnittstelle für Bluetooth-Konnektivität, Navigation, Musik und weitere Features.

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Auch wenn der Antrieb ganz neue Wege geht, bleibt das altbewährte Design-Diktum aufrecht: Der Fokus liegt auf dem Motor. So wie der V-Twin als auffälligstes Element aller bisherigen Harley-Davidson Motorräder gilt, zieht hier der Elektromotor alle Blicke auf sich. Das Aluminiumgussgehäuse für das RESS gestalteten die Designer mit funktionellen Kühlrippen.

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Die neue Live Wire wird im nächsten Jahr zum Verkauf stehen. Weitere Details zu Preisen und Bestellverfahren werden im Januar 2019 veröffentlicht. Harley-Davidson sieht der Elektromobilität übrigens mit Spannung entgegen und beabsichtigt, bis 2022 ein Portfolio anzubieten, das mehrere elektrisch angetriebene Bikes umfasst.

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Die Reichweite einer Batterieladung gibt Harley-Davidson mit 110 Meilen (rund 177 Kilometer) an - weist aber darauf hin, dass die Werte beim Serienmodell abweichen und auch vom Wetter abhängen könnten. Die Akkus können sowohl zuhause an der Steckdose als auch an Schnellade-Stationen aufgefüllt werden.

Auf Technikmesse präsentiert

Harley-Davidson präsentierte das Motorrad am Montag auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zusammen mit dem japanischen Elektronik-Konzern Panasonic, der wichtige Technik unter anderem für die Vernetzung beisteuert. So kann man per Smartphone-App nicht nur den Ladestand prüfen, sondern bekommt auch eine Benachrichtigung, wenn das Motorrad umgestoßen oder bewegt wurde. Dieser Online-Dienst mit dem Namen "H-D Connect" werde aber nicht in allen Märkten verfügbar sein, schränkte Harley-Davidson ein.

Jüngere Käuferschichten ansprechen

Harley-Davidson gilt als eine amerikanische Industrie-Ikone, kämpfte zuletzt aber mit Absatzproblemen im Heimatmarkt. Das internationale Geschäft wird für die Firma immer wichtiger, während die jüngeren Amerikaner weniger Interesse an den Motorrädern zeigten. So ist das elektrische LiveWire-Modell auch eine Chance, wieder jüngere Käuferschichten anzusprechen.

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Danke für Ihr Verständnis.

duesentrieb1
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Unfassbar

Was ist nur mit Harley los. Der Inbegriff der mobilen Freiheit, des grenzenlosen Cruisen. Und jetzt diese Selbstgeiselung. Bin gespannt auf den reißenden Absatz dieses Undings. Und ich freue mich auf den "Bauchfleck".

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bb65
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@dues

Bei den "alten" Harleys musste man halt alle 150 km alle Schrauben nachziehen wegen der Vibrationen , heute muss man eben nachladen....

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