Modellvorstellung Renault Megané R.S.

Renault lässt den neuen Mégane R.S. von der Leine - oder genau genommen sogar zwei. Marktstart ist im Mai.

Die vierte Auflage des Mégane R.S. setzt auf einen 1,8-Liter-Turbobenziner. Den kennen wir bereits aus der Alpine, im Kompaktsportler greift er allerdings mit 280 PS und 390 Newtonmetern maximalem Drehmoment an, das zwischen 2400 und 5000 Umdrehungen anliegt. Damit ist eines klar – mit einem Mangel an Durchzugskraft haben wir es ganz sicher nicht zu tun. Wenn auch der Sound des Motors leider aus dem Sythesizer kommt.

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Aber je nach Getriebe mit zwei sehr unterschiedlichen Charaktären: Während der Fronttriebler mit dem optionalen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und normalem Sportfahrwerk ein souveränes, sportliches Auto ist, das im Alltag über jeden Zweifel erhaben ist, springt erst in der Version mit 6-Gang-Schaltgetriebe und dem strafferen Cupfahrwerk und Sperrdifferenzial der Funke so richtig über.

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Das können auch Gimmicks wie die Launch Control oder der „Multi Change Down“ – beim Bremsen durch Drücken der linken Schaltwippe automatisch mehrere Gänge auf einmal herunterzuschalten – nicht wettmachen.

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Einzigartig im Segment der Kompaktsportler ist die Allradlenkung, die im Sportmodus einen schön griffigen Widerstand hat und gut in der Hand liegt, aber ehrlicheres Feedback geben könnte.

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Die Spurbreite ist im Vergleich zum Otto-Normal-Mégane vorne um sechs und hinten um 4,5 Zentimeter großer, was ihn mit den Rädern im 18- und 19-Zoll-Format (dahinter finden die Brembo-Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 355 Millimetern Platz) sowie verbreiterten Kotflügeln eindeutig der Neigungsgruppe Sport zuordenbar macht. Zudem ist der Fünftürer – Coupévariante gibt es keine mehr – am Kühlergrill mit Wabenmuster und breiten Frischluftöffnungen in der Frontschürze, durch die der Turbobenziner schnauft, zu erkennen.

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Bestimmendes Element am Heck ist der große Diffusor zur Steigerung des Anpressdrucks, in den zentral die beiden Auspuffendrohre in einer trapezförmigen Blende integriert sind. Die Bodenhaftung steigert ebenfalls der neu gestaltete Dachspoiler.

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Die Sportsitze mit integrierten Kopfstützen umarmen einen, das in Carbongrau gehaltene Cockpit mit roten Ziernähten umhüllt einen. Alcantara hier und da, ein eigenständiger Schalthebel und Pedale setzen sportliche Akzente, während wir den 8,7-Zoll-Touchscreen für das Infotainment aus anderen Renault-Modellen bereits bestens kennen.

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Der Ordnung halber für die Buchführung: Der R.S. stellt einen Durchschnittsverbrauch von 6,7 Liter auf 100 Kilometer in die Auslage. Das entspricht CO2-Emissionen von 155 Gramm pro Kilometer.

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Und auch im Mégane R.S. tritt das System namens „Multi-Sense“ in Erscheinung, mit verschiedenen schnellen Schaltstrategien bei der Variante mit Doppelkupplungsgetriebe, dem Widerstand am Lenkrad oder das Ansprechverhalten des Motors auf verschiedene Fahrmodi, vier an der Zahl. „Eco“ wollen wir in einem Kompaktsportler einmal außen vor lassen, „Normal“ nimmt alles gelassen. Im Sportmodus spannt der Franzose die Muskeln an und spielt deutlich grimmigeren Sound in den Innenraum ein. Bei „Race“ sind alle Systeme auf maximale Agilität geschärft und das ESP wird deaktiviert.

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Voraussichtlich bis Ende 2018 wird Renault eine leistungsgesteigerte Variante namens „Trophy“ auflegen, in der der 1,8-Liter-Turbomotor dann 300 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern bereitstellt. Die serienmäßige Ausstattung umfasst unter anderem Cup-Fahrwerk, 19-Zoll-Räder und Verbundguss-Bremsscheiben.

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