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KultkistenVon wegen unschuldig: Der Mini Innocenti war ein wilder Würfel

Den Austin Mini abzulösen, das gelang seinen britischen Erfindern trotz mehrerer Anläufe nicht. Aber den Italienern. Und zwar mit dem Innocenti.

Der Innocenti trug ein italienisches Blechkleid über britischer Technik © KK
 

Der Clubman kämpfte auf verlorenem Posten. Auch der Metro schaffte es nicht. Zweimal scheiterten die Engländer auf ganzer Linie dabei, den legendären Mini abzulösen, der beide designierten Nachfolger überlebte.

Aber die Italiener, die bekamen es hin. Seit den 1950ern baute Innocenti Modelle des BMC-Konzerns (später Leyland) in Lizenz. 1966 wurde die Firma von den Briten geschluckt und es waren primär die Innocenti-Versionen des Mini, die in Mailand vom Band liefen.

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Die Turboversion hatte einen Motor von Daihatsu © KK

Doch der sah im modebewussten Italien mit seinen Pausbacken gegen Autobianchi A112 und Fiat 127 Anfang der 1970er schon ziemlich alt aus. Also begann Innocenti, den Mini eigenverantwortlich zu überarbeiten. Die Technik von Mini-Erfinder Sir Alec Issigonis blieb unter dem kantigen Blechkleid von Bertone erhalten. Heckklappe und umlegbare Rückbank inklusive.

Ab 1982 emanzipierte sich der italienische Kleinwagen von seinen britischen Wurzeln und erhielt japanische Antriebstechnik von Daihatsu, aus der schließlich die stärkste Version des Turbo mit drei Zylindern und 72 PS entsprang. Aber der "Inno" hatte die Unverwüstlichkeit des Mini verinnerlicht: Er überlebte British Leyland, den neuen Mehrheitseigner De Tomaso und wurde erst 1993 unter Fiat-Ägide eingestellt.

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