AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

KultkistenSimca 1200 S Coupé - oder von der Wichtigkeit, man selbst zu sein

Mit dem 1200 S Coupé feierte Simca seine Eigenständigkeit in einem besonders schönen Kleid.

Das Simca 1200 S Coupé lief von 1967 bis 1972 vom Band © KK
 

Jüngere Geschwister kennen das nur zu gut. Wenn man immer die Sachen der älteren auftragen muss oder sich an abgelegtem Spielzeug erfreuen soll – wie sehr schätzt man es, etwas ganz für sich alleine zu haben. Und so erging es auch dem französischen Autobauer Simca. Zunächst baute die 1934 gegründete „Société Industrielle de Mécanique et Carrosserie Automobile“ Fiats in Lizenz, dann verkappte Fords, Chryslers und Talbots, bis der letzte Eigentümer Peugeot die Marke 1978 schließlich zu den Akten legte.

Das kleine Coupé hatte den Motor im Heck Foto © KK

Aber in den 1950er- und 1960er-Jahren konnten die Experten für das Umetikettieren zumindest bei ein paar Modellen sie selbst sein: wie zum Beispiel beim 1200 S Coupé. Wobei auch dessen Konstruktion ursprünglich auf Fiat zurückging, aber von den Italienern verworfen wurde – aber da wollen wir einmal nicht so sein.

Und so stellte Simca 1961 den 1000er, eine viertürige Limousine mit Heckantrieb und Heckmotor, auf die Räder, die wiederum 1967 zu jenem kleinen Coupé im Maßanzug von Bertone mutierte, dem wir uns heute widmen. Doch der brachte im Gegensatz zu seinen biederen Brüdern keine schmalbrüstigen 40, sondern dank 1200 Kubik und Doppelvergasern scharfe 85 PS aufs Tapet, die das Leichtgewicht mit 890 Kilo auf schwindelerregende 180 km/h schnepften. Gut, dass Scheibenbremsen an allen vieren ebenfalls mit von der Partie waren.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren