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KultkistenVon wegen die Unschuld vom Land

Mit dem Campagnola stellte Fiat dem Jeep und dem Land Rover eine kompetente Kraxlerin entgegen.

In zwei Generationen lief der Campagnola von 1951 bis 1987 © FIAT
 

Es war ganz eindeutig der verwegene Cowboy aus den USA, dem die kleine italienische Landarbeiterin nacheiferte. Das bedeutet Campagnola nämlich und bezeichnet das zivile Modell, mit dem Fiat 1951 unter die Geländewagenhersteller ging. Die vorrangig für den Einsatz bei Polizei, Behörden und Militär gedachte, 3,6 Meter kurze Kraxlerin wurde auf einer Landwirtschaftsmesse in Bari dem Publikum präsentiert.

Und eine Ähnlichkeit mit dem Willys Jeep - sagen wir es so - war nicht von der Hand zu weisen. Die Technik stammte vom Reißbrett von Dante Giacosa (seines Zeichens Konstrukteur des Fiat 500) und ging mit Einzelradaufhängung an der Vorderachse, zuschaltbarem 4x4, Zwischengetriebe und wahlweise antriebsunabhängigem Nebenantrieb eigene Wege.

Die zweite Generation wurde ab 1974 gebaut Foto © FIAT

Seine Standfestigkeit bewies der Campagnola gleich zu Beginn seiner Laufbahn mit einer Rekordfahrt von Kapstadt nach Algier - also auf 16.000 Kilometern quer durch Afrika - in elf Tagen. 1974 folgte die zweite Generation, ambitioniert mit Einzelradaufhängungen rundum, Differenzialsperren an jeder Achse, zwei Chassislängen, Stoffdach oder Hardtop sowie bis zu neun Sitzplätzen. Geblieben ist im kollektiven Gedächtnis aber nur die Erinnerung an den einen Campagnola, der zum Papamobil umgebaut und in dem am 13. Mai 1981 auf Johannes Paul II. geschossen wurde.

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