Jahrgang 1968 Die wichtigsten Premieren

Die Abschlussklasse 1968: Die wichtigsten Premieren des Jahres in Zeitraffer.

Das heißeste Eisen des Jahrgangs 1968: Beim 365 GTB/4 „Daytona“ mit 4,4-Liter-V12 konnte sich Enzo Ferrari ein letztes Mal mit seiner Vorliebe für Frontmotoren durchsetzen. Hinter dem Fahrer eingebaute Triebwerke waren ihm suspekt: „Ein Pferd spannt man vor den Wagen, nicht dahinter!“

FERRARI

Wegen seines charakteristischen Kühlergrills wurde der erste Ford Escort als „Hundeknochen“ bekannt und verdiente sich seine Sporen im Rallyesport.

FORD

In die archaische Technik von 1935 pflanzte Morgan 1968 einen 3,5-Liter-V8 und hievte den Plus 8, der bis 2004 gebaut wurde, damit auf die Fahrleistungen von damaligen Supersportwagen.

MORGAN

Mit dem VW 411, genannt „Nasenbär“, lagen die Wolfsburger voll daneben. Der Versuch von Deutschlands größtem Industriekonzern, mit einer geräumigen und komfortablen Mittelklasselimousine an den Erfolg des Käfers anzuschließen, endete schmachvoll: Nach siebenjähriger Bauzeit, in der gerade einmal 355.200 Menschen einen 411 kauften, rutschte der Kingsize-Käfer über sein Schrägheck ins Abseits.

VOLKSWAGEN

1968 stellte Alfa Romeo der berühmten Giulia die große Schwester 1750 Berlina zur Seite.

ALFA ROMEO

Mit dem Audi 100 wies die Marke mit den vier Ringen den Weg in die Zukunft. Ein Leichtgewicht mit Frontantrieb.

AUDI

Der Jaguar XJ aus der Hand des Firmengründers Sir William Lyons gilt als Jahrhundert-Entwurf und als eine der schönsten Luxuslimousinen, die je gebaut wurden. Das Flaggschiff der Briten markierte zudem den Aufbruch in eine neue Ära und machte Schluss mit den barocken Rundungen.

JLR

Drei Meter Länge, 354 Kubikzentimeter Hubraum. Nein, hier ist nicht die Rede von einem Motorrad, sondern von einem tapferen Automobil japanischen Ursprungs, das in das Korsett der dortigen Bestimmungen für sogenannte Kei-Cars passen musste. Der Honda N360 borgte sich den luftgekühlten Zweizylinder von der hauseigenen Zweiradverwandtschaft CB450.

HONDA

Der erfolgreichste Lamborghini der 60er und 70er muss ein reinrassiger Sportwagen gewesen sein, oder? Denkste. Ausgerechnet Ferruccio Lamborghinis Vision von einem familientauglichen Reisewagen war damals der Bestseller der Stierkämpfer aus Sant'Agata Bolognese. Der Lamborghini Espada (der Degen der Matadore) war ein ultraflacher 2+2 mit riesigem Kofferraum hinter einer gläsernen Heckklappe, unter der Haube trieb ein 4-Liter-V12 mit 325, später 350 PS sein Unwesen. Mit 6,5 s von 0 auf 100 km/h war er der schnellste Viersitzer seiner Zeit - nie zuvor hatten betuchte Familienväter unterwegs mehr Spaß gehabt.

 

LAMBORGHINI

Der Lamborghini Islero wurde benannt nach dem Kampfstier Islero, der 1947 den Stierkämpfer Manolete tödlich verletzt hatte. Als er im März 1968 auf dem Genfer Salon präsentiert wurde, galt er als ein überarbeiteter 400 GT, dessen Motor und Fahrwerk (3,9-Liter-V12 mit vier obenliegenden Nockenwellen, rundum einzeln an zwei Querlenkern aufgehängte Räder und Scheibenbremsen) vom Vorgänger übernommen wurde. Er bekam jedoch im Unterschied zum rundlichen 400 GT eine Karosserie mit ausgeprägten Kanten.

LAMBORGHINI

1968 mit Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen ausgestattet, robust und zuverlässig, hatte der Peugeot 504 bald den Spitznamen "Gallischer Mercedes". Neben den schöngeistigen Varianten als Coupé und Cabrio gab es ihn als Kombi Break oder Familiale, Pick-up und Transporter Commerciale. 1982 verschwand der 504er bei uns aus den Schauräumen, war aber noch lange nicht am Ende, denn in Afrika, China und Südamerika wurde er weiter gebaut. 2005 lief in Nigeria nach 37 Jahren der Letzte vom Band. Insgesamt entstanden 3.711.556 Stück. 

PEUGEOT

Der Renault 6 richtete sich mit Heckklappe, vier Türen und günstigem Preis an junge Familien.

RENAULT

Die Schweden-Marke gibt es nicht mehr, an den Saab 99 erinnert man sich aber immer noch. Und zwar gerne.

SAAB

Nur Fliegen ist schöner, lautete der Werbeslogan für den Opel GT. Sportwagen-Fans hielten den Atem an.

OPEL

Mit dem 164 ergänzte Volvo sein Programm um eine luxuriöse Limousine der oberen Mittelklasse. Beim Design, zum Beispiel Frontmaske und Grill, orientiere er sich  an älteren Modellen wie dem nicht verwirklichten Luxuswagen P358 und dem Volvo P1900. Volvos Chefdesigner Jan Wilsgaard hatte über viele Jahre den Wunsch gehegt, eine solche repräsentative Front in einem Auto zu verbauen.

VOLVO

Mit dem Capri wollte Ford den Erfolg, den das Unternehmen mit dem Ford Mustang in den USA erzielt hatte, in Europa wiederholen und eine Art europäisches „Pony-Car“ anbieten. Das Fahrwerk wurde vom englischen Ford Cortina übernommen, die Motoren zum Teil vom deutschen Ford Taunus. Der Entwicklungsname des Capri lautete Colt; da der Name aber rechtlich von Mitsubishi geschützt war, konnte Ford ihn für sein Serienmodell nicht verwenden.

FORD

Die 02er-Modelle gelten bei den Bayern als Kultobjekte. Der 100 PS starke BMW 2002 von 1968 war eine schicke Fahrmaschine.

BMW

Der Mercedes 300 SEL 6.3 war das erste Muscle Car der Stuttgarter Sterndeuter: V8, 250 PS, 501 Nm und 200 km/h Spitze.

DAIMLER
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