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Sechs Wallboxen im TestEine Ladestation fällt durch - Kunden sollen sich an Hersteller wenden

Der ÖAMTC hat sechs gängige Wallboxen für das Laden von Elektroautos getestet: Ein Modell fiel durch.

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© Ralph Wagner/ÖAMTC
 

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Elektromobilität ist die Möglichkeit, sein Fahrzeug auch zu Hause aufladen zu können. Dafür braucht es eine Wallbox, deren Anschaffung für Privatpersonen, aber auch Betriebe, Vereine und Gebietskörperschaften seit Anfang 2021 gefördert wird.

Der ÖAMTC hat sechs gängige Wallbox-Modelle genauer unter die Lupe zu nehmen. ÖAMTC-Experte Markus Kaiser: "Zunächst ist festzuhalten, dass jede der getesteten Boxen ihren Zweck erfüllt und ein E-Auto zuverlässig aufladen kann. Die Unterschiede liegen im Lieferumfang, der Ausstattung, aber auch in der Funktionalität der zugehörigen App."

Förderungen für Wallboxen

Pro Ladebox erhalten Ein- oder Zweifamilienhäuser derzeit 600 Euro Förderung. Aber auch in Mehrparteienhäusern gibt es Zuschüsse in Höhe von 900 Euro für Einzel- und 1800 Euro für Gemeinschaftsanlagen. Ausgezahlt werden die Förderungen vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

Die Installation einer Wallbox darf nur durch einen Elektriker bzw. einen konzessionierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Bei einer Leistung von 3,6 kVA oder höher ist außerdem der Netzbetreiber zu informieren. Neben Sicherheitserwägungen ist das auch Voraussetzung, um eine Förderung zu erhalten.

Ein Modell, die EV Box Elvi, fällt allerdings mit "nicht genügend" durch – obwohl ihre Ausstattung, Funktionalität und auch die App auf hohem Niveau sind. "In einer unserer Testreihen hat die Fehlergleichstrom-Überwachung nicht ausgelöst, was ein grober Sicherheitsmangel ist und zu einer echten Gefahr für den Nutzer werden kann", stellt Kaiser klar. "Der Hersteller hat uns informiert, dass inzwischen eine neue Version dieser Box angeboten wird. Allen Kunden, die bereits vorher gekauft haben, wird ein kostenfreies Firmware-Update angeboten – sie sollten sich also dringend an den Hersteller wenden."

Zulassungen Jänner bis April 2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Der elektrische Hyundai Kona verbucht einen Absatz von 281 Exemplaren. Das macht Platz 10 und ein Plus von 167,6 Prozent.

HYUNDAI

Platz 9

284 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den neunten Rang. Das macht ein Plus von 230,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 8

Mit 339 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem achten Platz.

SKODA AUTO

Platz 7

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 420 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 7 und fährt ein Plus von 311,8 Prozent ein.

KIA

Platz 6

Auf Platz 6 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 507 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 275,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 5

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 5: 511 Exemplare des neuen elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 4

611 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den vierten Rang und ein Plus 18,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 3

Platz 3 geht an einen weiteren Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 719 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 1064 Verkäufe.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 1617 Verkäufe, damit holt sich das meistverkaufte Elektroauto 2020 Platz 1 zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 89,1 Prozent.

TESLA
1/10

Die beste Box im Test war die TX-1000, vertrieben von der österreichischen Firma Kostad. "Mit rund 1100 Euro ist das Modell zwar relativ kostspielig, allerdings erhält man dafür auch eine umfangreiche Ausstattung und eine gute App, Letztere allerdings bisher nur in englischer Sprache", fasst der ÖAMTC-Experte zusammen. "Dafür lässt sich per App sogar der Ladestrom in Echtzeit einstellen und man sieht den Ladestand auf einen Blick." Achtung: Die TX-1000 wird wohl bald von einem Nachfolgemodell abgelöst.

Die Testkandidaten im Ranking

  1. TX-1000 von Kostad "gut"
  2. EVC04-AC11SW-T2P von Vestel "gut"
  3. Volkswagen ID. Charger Connect "gut"
  4. Hesotec Electrify eBox wr30 Base 11 kW "gut"
  5. Pro Connect 11 kW von Stark-In-Strom.de "befriedigend"
  6. EV Box Elvi "nicht genügend"

Die Detailergebnisse finden Sie hier.

Ebenfalls gute Ergebnisse gab es für die zwei günstigsten Testkandidaten: EVC04-AC11SW-T2P von Vestel und der Volkswagen ID.Charger Connect kosten rund 800 bzw. 700 Euro und können in jeweils unterschiedlichen Kategorien überzeugen: Während die Box von Vestel über eine sehr gute App verfügt, die sogar zeitgesteuertes Laden ermöglicht, bietet der VW Charger eines der besten Gesamtpakete im Test. Beiden gemein ist das vorbildliche Kabelmanagement. Mit der Note "gut" wurde außerdem die Hestoc Electrify eBox wr30 beurteilt, die ebenfalls über ausgewogene Grundeigenschaften verfügt.

Weniger gut erging es im ÖAMTC-Test der Wallbox Pro Connect 11 kW von Stark-In-Strom.de. "Bei einem Testszenario unterbrach die Box das Laden bei der Simulation des Defekts 'gasende Batterie' nicht. In geschlossenen Räumen könnte das gefährlich werden. Ein Hinweis darauf, dass die Box nur im Freien verwendet werden darf, fehlt in der sehr knappen Anleitung", so der ÖAMTC-Techniker. Daher muss sich das ansonsten gute Modell (der Aufbau ist so reparaturfreundlich wie bei keiner anderen Box) mit einem "befriedigend" begnügen.

"Generell sollte sich jeder, der sich die Anschaffung einer Wallbox überlegt, vorab vom Fachmann beraten lassen. Der Markt ist mittlerweile relativ groß geworden, außerdem ist es stark vom persönlichen Umfeld abhängig, welche Ausstattung man benötigt – beispielsweise, wenn eine Fotovoltaikanlage eingebunden werden soll", rät der ÖAMTC-Experte.

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