Mit diesem Manko werden die Verantwortlichen für das Projekt leben müssen. Zwar ist die neue Generation des Dacia Sandero Stepway zu einem ansehnlichen, modernen Auto gewachsen, das immer noch den absoluten Preisbrechercharakter besitzt. Aber beim Crashtestverhalten wurde mit zwei von fünf möglichen Sternen gepatzt.

Da hilft alles nichts, da muss man ins Detail gehen: Die Erwachsenen- und Kindersicherheit sei zumindest akzeptabel, hieß es in der Einschätzung des ÖAMTC, es gebe jedoch auch hier Gefahrenbereiche, da ist der Stepway einfach verletzlich.

Auch in Sachen Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer wurden von den Crashtestern Bedenken angeführt: Fie Vorderkante der Motorhaube, die A-Säulen und der untere Rand der Windschutzscheibe seien sehr hart konstruiert, dadurch ergebe sich bei einem Zusammenstoß ein Verletzungsrisiko. Dacia wird nachbessern müssen.

Diese Crashtest-Bewertung verwundert deshalb so stark, weil man den neuen Sandero auf keine alte Plattform aufgesetzt hat, sondern auf die CMF-Basis, die auch beim Clio 5 im Einsatz ist.

Das bedeutet letztlich einen Quantensprung, was das Fahrerlebnis im Vergleich zum Vorgänger betrifft.

Ansprechendes Design: Dacia Sandero Stepway
© (c) © oliver wolf

Ja, die Lenkung ist leichtgängig, aber der Rest für den Preis einfach gut. Komfortable Abstimmung insgesamt, auch die Seitenneigung in den Kurven hält sich in Grenzen. Selbst bei unterschiedlichen Fahrbahnbeschaffenheiten schlägt sich der Stepway tapfer.

Der Dreizylinder mit seinen 91 PS ist akzeptabel (rau zum Start, aber bitte). Man darf halt wie bei allen Dreizylindern nicht den Fehler machen, mangelndes Temperament mit dem Gasfuß auszugleichen. Das wirkt sich sofort auf den Verbrauch aus, die offiziellen Normwerte sind sowieso kaum oder nur schwer zu erreichen. Also, schön sanft mit dem Gaspedal umgehen, dann bleibt man im Toleranzbereich.

Die Smartphone-Integration ist kein Problem, der Multimedia-Touchscreen gut zu bedienen.
© (c) © oliver wolf

Wenn man einmal länger im Sandero Stepway sitzt, spürt man, wie gut einem die neue Dimensionierung tut. Man hat mehr Luft, das Auto ist breiter geworden, das war auch höchste Zeit.

Nicht nur, weil wir laufend zunehmen, sagen wir: alternativlos. Apropos Innenleben – die Sitzposition ist fein, die Smartphone-Integration kein Problem, der Multimedia-Touchscreen gut zu bedienen.

Das Plastik in der Ausstattung hat man so gut wie möglich kaschiert, was uns wiederum zum Preisthema zurückbringt. Bei 13.490 Euro erfolgt der Start für unsere 90-PS-Version (nackert, mit 65 PS ab 8790 Euro). Mit allen möglichen Extras hangelten wir uns auf 15.692 Euro. Unschlagbar.