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E-Mobility-DaySo soll Elektromobilität in Kärnten neue Schubkraft entfalten

Von Sportwagen bis Alltagsgefährt: Die Angebots-Palette elektrisch betriebener Fahrzeuge wächst, Hürden werden langsam weniger.

Tesla Modell 3 © Hannes Krainz
 

In nur 2,7 Sekunden beschleunigt der Tesla S von 0 auf 100 km/h. Das rund 100.000 Euro teure E-Auto firmiert am oberen Ende der elektromobilen Luxusskala. Wer am „E-Mobility-Day“ der Kelag in Klagenfurt am Beifahrersitz Platz nehmen wollte, musste für mögliche Gesundheitsschäden Verantwortung übernehmen.

Näher am Alltagsleben: der Kona von Hyundai. Kostenpunkt 47.000 Euro, 480 km Reichweite. Einzig Lieferengpässe plagen Hyundai-Händler Karl Niemiez. Im besten Fall kommen 2019 gerade einmal 1000 gefragte Kona-Modelle nach Österreich, „benötigt wird aber das Doppelte“.
Der Aufholbedarf wäre ja groß. Derzeit sind in Kärnten etwa 1000 Elektrofahrzeuge angemeldet, 0,3 Prozent aller Kfz. Die relativ gesehen meisten E-Autos fahren in den Bezirken Hermagor und Völkermarkt, Schlusslicher sind Villach und der Bezirk Wolfsberg.

„Die Wartezeiten auf E-Autos sind generell lange“, heißt es dazu auch aus der Kelag, die diese automobile Nische verbreitern will. Hemmschwelle für den Kauf eines E-Autos ist neben hohem Preis und niedriger Reichweite die Ladeinfrastruktur. Laut Umweltlandesrätin Sara Schaar verfügt Kärnten zwar über 307 Stromtankstellen. Lademöglichkeiten etwa bei Arbeitgebern und in Wohnhäusern fehlten aber, so Kelag-Vorstand Manfred Freitag. 90 Prozent aller Ladungen erfolgten im privaten Bereich.

Derzeit können E-Autos an Kelag-Ladepunkten mit 50 kW Leistung geladen werden. „In Kürze an ausgewählten Standorten mit 150 kW“, so Bernd Neuner, für E-Mobilität bei der Kelag verantwortlich. Und man bereite sich auf die nächste Generation leistungsstarker Batterien vor, die mit bis zu 350 kW Leistung geladen werden.

Kelag-Vorstand Manfred Freitag (links) und E-Mobilitätsexperte Bernd Neuner forcierten das Thema Elektroautos in Kärnten Foto © Hannes Krainz
Noch läuft der Prozess der Umstellung schleppend. Auch im Land Kärnten, dessen Fuhrpark erst zu acht Prozent elektrifiziert ist. Schaar selbst fährt reichweitenbedingt einen BMW mit herkömmlichem Antrieb. Doch sie will jetzt neue Impulse setzen: Junge Menschen sollen für E-Autos begeistert, neue Anreize zum Umstieg geschaffen werden.

Die Sorge, der Strom könne fehlen, sei unbegründet. „Bei nahezu 100 Prozent E-Mobilität wäre der Energiebedarf um 14 bis 18 Prozent höher. Das ist machbar“, so Freitag. Vorausgesetzt, das Lastmanagement im Netz sei darauf ausgerichtet sein.

Rasante Testfahrt: Dank hohem Drehmoment beschleunigt der Tesla S binnen Sekunden auf 100 km/h Foto © Hannes Krainz

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