Warnung vor BetrugsmascheVorsicht vor Pannenhilfe-Piraterie auf kroatischer Autobahn

Der ÖAMTC warnt Reisende vor Pannenhilfe-Piraterie auf der kroatischen Autobahn. Die Betrugsmasche ist auch aus Slowenien und Serbien bekannt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© Adobe Stock
 

Viele österreichische Reisende zieht es im Sommer an die kroatische Küste. Auch Dieter S. aus Niederösterreich verbrachte den Urlaub mit seiner Familie dort. Bei der Rückreise nach Österreich jedoch, unterwegs auf der kroatischen Autobahn, hatte das Auto einen Motorschaden und "blieb liegen".

Zufällig fuhr hinter der Familie ein kroatischer Abschleppdienst, der sofort seine Dienste anbot. Deswegen kontaktierte der Reisende, der auch ÖAMTC-Mitglied ist, auch nicht den Autofahrerclub. Der dortige Abschleppdienst brachte das schadhafte Fahrzeug jedoch nicht zur nächstgelegenen und auch nicht zur übernächsten, sondern in eine rund 100 Kilometer weit entfernte Werkstätte.

Die Familie erhielt daraufhin eine Rechnung in Höhe von etwa 750 Euro. Dem Mitglied wurde vom Abschleppdienst mitgeteilt, es sei kein Problem, dass er mehr verlange, weil der ÖAMTC angeblich die hohen Kosten zur Gänze übernimmt.

Tipps bei verdächtigen Pannenhelfern

  • Verlässlichen Partner kontaktieren: Am besten meldet man sich unverzüglich und vor einer Abschleppung bei der Schutzbrief-Nothilfe, wenn man ihn bei einem Autofahrerclub abgeschlossen hat.
  • Gesundes Misstrauen: Aussagen, dass mit österreichischen Autofahrerclubs wie dem ÖAMTC oder dem ARBÖ kooperiert wird und dieser die Kosten übernimmt, besser keinen Glauben schenken.
  • Preis vorab klären: Muss man die Hilfe des unbekannten Abschleppdiensts in Anspruch nehmen (z. B. weil die Zeit drängt), ist es wichtig, vorab die Höhe der Kosten zu klären.

"Dieses Piraterie-Vorgehen betrifft insbesondere touristische Routen zum Meer – etwa die in Kroatien liegenden Teile der Strecken Graz–Zadar und Villach–Zadar. Aber auch aus Serbien und Slowenien wurden uns bereits ähnliche Fälle gemeldet", fasst ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner zusammen. "Die Vorgehensweise lässt vermuten, dass fragwürdige Firmen auf der Strecke patrouillieren und dann im Pannenfall schnell zur Stelle sind."

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

MelanieTamm
0
24
Lesenswert?

Obacht geben!!!

Auch mir ist so ein "Pirat" über die Autobahn" gelaufen"!!Mein Caravan hatte auf der Fahrt nach Split vor dem Tunnem Sveti Rock eine Reifenpanne.
Nach der Verständigung der Öamtc Notrufzentrale hieß es erstmal warten...
Es dauerte nicht lange bis ein sehr freundlicher Pannenfahrer anhielt und seine Dienste anbot.Es sein"Nema Problema" er bringt uns in die nächste Werkstatt.
Nach meinem nochmaligen Anruf beim Pannendienst wurde mir eindringlich gesagt,nicht mit einem anderen Helfer zu fahren,als mit dem vom Öamtc angekündigten.
Der freundliche Helfer fuhr schimpfend davon,bliebt aber nach kurzer Zeit auf der Gegenfahrbahn nochmal stehen,um seine Dienste anzubieten.
Ich gab ihm zu verstehen,daß ich auf den "richtigen Pannendienst" warte.. Er schimpfte wiederum lauthals quer über die Autobahn und fuhr ab.

Bald darauf kam ein Pannenfahrzeug des kroatischen Autoklubs und brachte uns zu einem "Vulkanizer" nach Zadar,wo der Reifenschaden schnell und günstig behoben wurde und wir unsere Reise fortführen konnten.
Vorsicht vor den "Aasgeiern" auf kroatischen Autobahnen!!!