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Elektro-Nachfrage stagniertZwei Drittel der Österreicher würden aktuell Auto mit Verbrenner kaufen

Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugen die Österreicher Autos mit Verbrennungsmotoren, das Interesse an Hybrid- oder Elektrofahrzeugen stagniert.

© SecondSide/stock.adobe.com
 

Auch wenn der Verkauf von Autos 2020 in der Corona-Pandemie eingebrochen ist, stellt nur jeder fünfte Österreicher den Autokauf grundsätzlich infrage. Lediglich 21 Prozent der Studienteilnehmer haben wegen der Krise ihre Kaufpläne verschoben, nur 5 Prozent entscheiden sich für ein anderes Modell. 

Dabei bleibt der Verbrennungsmotor für zwei Drittel (58 Prozent) das bevorzugte Antriebsmittel beim nächsten Kauf. Die Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen stagniert in der Krise bei rund 35 Prozent, zeigt eine Deloitte-Umfrage unter rund 1000 Österreichern.

Die heimischen Konsumenten kritisieren zu wenig leistbare Fahrzeuge mit alternativem Antrieb: So sind aktuell rund 41 Prozent der Österreicher bereit, maximal 30.000 Euro für ein Elektrofahrzeug auszugeben. In diesem Preissegment ist die Auswahl aber noch sehr beschränkt.

Das rollt auf uns zu: Die wichtigsten neuen Autos 2021

Neben einer Modellpflege für die Limousine Giulia und das SUV Stelvio stehen die Zeichen 2021 auf Tonale (Bild): Die Studie des Kompakt-SUV hatte Alfa Romeo bereits 2020 gezeigt. Der Tonale soll auf der Plattform des Jeep Renegade stehen und damit auch als Plug-in-Hybrid kommen.

ALFA ROMEO

Verbrennerseitig kommen heuer der RS 3 und die Coupé-Version von Audis mittelgroßen SUV Q5 neu aus Ingolstadt. Auf Seiten der Elektroautos wird der viersitzige e-tron GT (Bild) seinen Einstand geben.

AUDI

Mehr Breitenwirkung dürfte das neue, vollelektrische Kompakt-SUV Audi Q4 e-tron entwickeln. Auch davon wird es eine Coupé-Variante namens Sportback geben.

AUDI

Ende 2021 bringt BMW mit dem SUV iX das erste Modell, das auf der neuen Elektroplattform basiert. Mit einem Brutto-Energiegehalt von mehr als 100 kWh soll dessen Akku eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern nach dem WLTP-Zyklus einfahren. 

BMW

Ebenfalls soll der Startschuss für BMWs viertüriges Coupé i4 fallen. Dessen Elektromotor kann eine Leistung von bis zu 390 kW (530 PS) abspulen und lässt den GT in rund vier Sekunden von 0 auf Tempo 100 sprinten. 

BMW

Abgesehen von den beiden neuen Elektroautos treten der neue BMW M3 und M4 (Bild) sowie das 2er Coupé in den Dienst, zudem sind die Neuauflagen des Vans 2er Active Tourer und auch ein neues SUV-Flaggschiff angekündigt - der BMW X8, eine Coupé-Variante des X7.

BMW

Der neue Citroën C4 mutiert zum Crossover, der als Benziner, Diesel und Stromer zu haben sein wird. Der Stromableger wird unter dem Namen ë-C4 firmieren und hat eine maximale Leistung von 100 kW (136 PS) und einen Aktionsradius von bis zu 350 Kilometern, gemessen nach dem WLTP-Zyklus.

CITROEN

Die Zeit, in der Renaults Diskont-Tochter Dacia die alte Technik auftragen musste, ist endgültig vorbei. Vielmehr steht der neue Sandero wie auch der neue Clio auf der modularen CMF-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi. Hier lesen Sie den ersten Test.

DACIA

Dacia hat das Tuch von seinem ersten Elektroauto namens Spring Electric gezogen, das um weniger als 15.000 Euro an die Steckdose gehen soll.

DACIA

Ford bringt sein Elektro-SUV Mustang Mach-E im Sommer 2021. Zwei Batterieversionen und zwei Antriebe (Heck/Allrad) stehen zur Wahl. Zudem ist ein zweites, kleineres Elektro-SUV angekündigt. Außerdem verpasst Ford seinen Vans S-Max und Galaxy Hybridantriebe. 

FORD

Mit diesem Prototypen hat Honda einen Ausblick auf die nunmehr elfte Generation des Civic gegeben, der in diesem Jahr präsentiert werden soll.

HONDA

Hyundai bringt den neuen Tucson gleich in mehreren Hybridvarianten und als Diesel. Seinen Vorgänger überragt er um 20 Millimeter in der Länge, 15 in der Breite und 10 beim Radstand (4500/1865/1650 mm L/B/H, 2680 mm). Zudem hat das Elektro-SUV Kona eine Facelift bekommen und das größte SUV Santa Fe startet als Plug-in-Hybrid.

HYUNDAI

Angekündigt ist ein neuer Crossover namens Hyundai Bayon, der in der ersten Jahreshälfte 2021 startet. Er wird sich also unter den bestehenden Modellen Kona, Tucson, Santa Fe und dem Wasserstoffstromer Nexo einordnen.

HYUNDAI

Unter der neuen Stromer-Submarke Ioniq will Hyundai bis 2024 drei neue Elektroautos auf den Markt bringen. Das erste neue Elektroauto wird ein mittelgroßes SUV-Coupé. Es hört auf den Namen Ioniq 5.

HYUNDAI

Bei Jaguar steht die Modellpflege des XF ins Haus, genauso wie die Plug-in-Hybrid-Varianten der SUV E- und F-Pace. Und dann könnte es mit der Ablöse des Flaggschiffs XJ tatsächlich etwas werden.

JLR

Die vierte Generation des Kia Sorento ist 4,81 Meter lang und das erste Modell, das auf der neuen, mittelgroßen Plattform der Koreaner basiert- Es startet auch als Plug-in-Hybrid. Zudem haben die Koreaner für den Herbst ein weiteres Elektroauto angekündigt.

KIA

Mazdas erstes Elektroauto, der MX-30 (Bild), bekommt einen Range-Extender, das SUV CX-5 bekommt ein Facelift. Angekündigt sind außerdem die Neuauflagen des Mazda6 und des CX-7.

MAZDA

Mit dem EQA (Bild) bringt Mercedes ein elektrisches Pendant zum SUV GLA. Die Reichweite soll bei rund 400 Kilometern liegen. Auch der Stromer EQB soll im kommenden Jahr präsentiert werden.

DAIMLER

Ein paar Klassen darüber machen sich mit dem EQE und dem EQS (Bild) die Strom-Versionen von E- und S-Klasse bereit, um an die Steckdose zu gehen.

DAIMLER

Auch bei den konventionellen Modellen tut sich so einiges: Die Neuauflage der Mercedes C-Klasse in allen Varianten und des SL sind angesagt, genauso wie der neue Citan, jetzt T-Klasse (Bild) genannt. Der soll auch elektrisch an den Start gehen.

DAIMLER

Das SUV-Coupé Nissan Ariya steht auf der neuen Elektroplattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi und wird in nicht weniger als fünf Varianten zu haben sein.

NISSAN

Die nunmehr dritte Generation des Nissan Qashqai scharrt ebenfalls in den Startlöchern. Er wird in mehreren Hybrid-Varianten zu haben sein, aber nicht mehr als Diesel.

NISSAN

Wie im PSA-Konzern derzeit üblich, wird es den neuen Opel Mokka (Bild) sowohl rein elektrisch als auch mit Benziner und Diesel geben. Außerdem werden in diesem Jahr das Facelift der SUV Crossland und Grandland sowie der ganz neue Astra an den Start gehen.

OPEL

Peugeot hat seinen SUV 3008 (Bild) und 5008 einem Facelift unterzogen, wichtigste Neuheit 2021 wird aber die Neuauflage des Kompakten 308 sein.

PEUGEOT

Volvos elektrische Tochtermarke Polestar startet mit dem neuen Kompaktmodell mit dem recht pragmatischen Namen 2 den Frontalangriff auf Tesla. Zudem soll 2021 der Polestar 3 präsentiert werden.

POLESTAR

Aus der Studie Mission E Cross Turismo (Bild) soll 2021 die "Kombi-Version" des Porsche Taycan werden.

PORSCHE

Die dritte Generation des Renault Kangoo (Bild) kommt im Frühjahr 2021 zu den Händlern. Und mittelfristig auch wieder elektrisch. Unter dem Kangoo stößt der Express zur Sippe.

RENAULT

Renault bringt mit dem Arkana sein erstes SUV-Coupé nach Österreich. Mit 4,57 Metern Länge reiht sich der Arkana zwischen Kadjar und Koleos ein. Marktstart ist im ersten Halbjahr 2021. 

RENAULT

Mit dem Showcar Mégane eVision gibt Renault einen schon  recht konkreten Ausblick darauf, was sich bei den Franzosen in Sachen Stromern ab 2021 in der Kompaktklasse tun wird.

RENAULT

Seat holt das mit Abstand kleinste Modell der Marke vor den Vorhang: den Minimó. Die verwegene Kreuzung aus Auto und Motorrad ist ein elektrischer Zweisitzer und hat eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern. 

SEAT

Bei Skoda kommt mit dem Enyaq (Bild) das erste Elektromodell, das auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten des Volkswagenkonzerns basiert. Erwartet wird auch die Neuauflage des Skoda Fabia.

SKODA

2021 soll Teslas Model Y in Europa auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um ein Kompakt-SUV, das technisch auf dem Model 3 basiert.

 

 

TESLA

Subaru und Toyota haben gemeinsam eine Elektroplattform entwickelt, auf der 2021 die ersten Modelle anrollen. Und die sind mittelgroße SUV. Während Toyota jetzt einen schemenhaften Teaser veröffentlicht hat, ist Subaru schon einen Schritt weiter und hat den Namen seines SUV bereits verraten: Evoltis.

TOYOTA

Toyotas neues SUV im Kleinformat Yaris Cross, kommt 2021 und – wie sollte es bei den Japanern auch anders sein – auch als Hybrid auf den Markt.

TOYOTA

Auf eine Länge von knapp fünf Metern erstreckt sich die elegante Neuauflage der Wasserstoff-Limousine Toyota Mirai. Der Hecktriebler soll es auf Reichweiten von bis zu 650 Kilometern bringen.

TOYOTA

2021 bringt Toyota das siebensitzige SUV Highlander (Bild) in Europa auf den Markt. Mit Hybridantrieb. Diesel? Fehlanzeige. Und: Das Sportcoupé GT86 soll einen Nachfolger bekommen, der auch wieder als Subaru antritt.

TOYOTA

Volkswagen hat den ID.4 (Bild), das erste vollelektrische SUV der Marke, präsentiert. Er startet in verschiedenen Batterievarianten mit Reichweiten von bis zu 500 Kilometern. Auch das SUV-Coupé ID.5 soll 2021 an die Steckdose gehen.

VOLKSWAGEN

Bei den Modellen mit konventionellen Antrieben steht die Neuauflage des VW Bus, also der T7, ins Haus sowie die Coupé-Variante des SUV T-Cross. Zudem startet der überarbeitete Arteon inklusive neuer Variante als Shooting Brake.

VOLKSWAGEN
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Neben den hohen Anschaffungskosten äußern die Befragten auch Bedenken hinsichtlich Reichweite und Sicherheit. Vorteile der Elektromobilität sehen die Österreicher vor allem die geringeren Treibstoffkosten, den Kampf gegen den Klimawandel sowie staatliche Förderungen.

Das Vertrauen in öffentliche Strom-Tankstellen scheint noch nicht sehr ausgeprägt. Lediglich 27 Prozent der Befragten wollen diese nutzen. Wer ein E-Auto kaufen will, plant in der Regel dieses zu Hause oder am Arbeitsplatz aufzuladen. Schon alleine die lange Ladedauer lässt dies zur beliebtesten Variante werden, schreibt Deloitte-Partner Matthias Kunsch.

Österreicher sind auch sonst beim Auto konservativ: 87 Prozent wollen ihr nächstes Fahrzeug physisch beim Autohändler ihres Vertrauens erwerben. Die Angst, dass selbstfahrende Autos nicht sicher sind, hat im Vergleich zum Vorjahr sogar spürbar zugenommen, fast die Hälfte der Befragten hat Zweifel. Nur knapp ein Viertel der Studienteilnehmer glaubt an Vorteile von mit dem Internet vernetzten Autos - da haben sogar 64 Prozent ernste Sicherheitsbedenken.

Im Rahmen der Global Automotive Consumer Study analysiert das Beratungsunternehmen Deloitte jährlich die Konsumentenmeinungen zu Entwicklungen in der Automobilbranche. Die aktuelle Ausgabe beinhaltet die Einschätzungen von über 24.000 Personen aus 23 Ländern, darunter auch 1046 Befragte aus Österreich.

Kommentare (50)
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Patriot
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Die Auswirkungen des Klimawandels

und der zukünftige Preis für Erdölprodukte und Erdgas werden die Diskussion über alternative Antriebe sehr bald beenden!

ronin1234
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Reaktion

Solange ich keine Steckdose in der Tiefgarage habe erübrigt sich das Thema für mich.

DergeerderteSteirer
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Dies kann ich völlig nachvollziehen @ronin1234, ................

es ist ja Baupolizeilich und dem Brandschutzverordnungen gemäß ein Problem z.B. in Tiefgaragen.
Bei Parkplätzen im Freien und bei überdachten Parkplätzen liegen diese Verordnungen bei jedem Vermieter und bei den Wohnungsgenossenschaften ob sie Lademöglichkeiten integrieren oder nicht.

melahide
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Nur eine

Starkstromleitung mitsamt WallBox ist in Tiefgaragen genehmigungspflichtig. Wenn sie eine 16-Ampere Dose installieren dann brauchen sie das nicht. Es könnte aber zuträglich sein, die Dose über den Hauselektriker einbauen zu lassen ...

SagServus
4
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es ist ja Baupolizeilich und dem Brandschutzverordnungen gemäß ein Problem z.B. in Tiefgaragen.

Dürfte nicht so da große Problem sein wenn Steckdosen ab nächstes Jahr verpflichtend bei Neubauten und Sanierungen sind.

Das Problem sollte sich also bald von selbst lösen.

Mal schaun was die öffentliche Hand künftig bei den freien Parkplätzen auf der Oberfläche weiterbringt.

DergeerderteSteirer
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Ja @SagServus, das wurde schon berichtet und gesagt, ................

es entging meiner Kenntnis und Aufmerksamkeit auch nicht, es ist auch wichtig und völlig richtig das Bauträger und Wohnungsgenossenschaften bei Neubazten dazu verpflichtet werden.
Eines jedoch ist mir etwas schleierhaft als ich mich hineingelesen habe, meines Erachtens finde ich rein von den gesetzlich vorgeschriebenen Größenordnungen der zu verbauenden PV - Anlagen als zu klein.
Als Beispiel bei einem Einfamilienhaus werden als Mindestgröße bloß 3,5 qm Paneelfläche verlangt, das ist nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Es müssten auch ab einem gewissen Zeitraum und der Baustruktur des Objektes betreffend solch Anlagen nachgebaut werden müssen.
Es gehört von jedem mal für diese Nachhaltigkeit Geld in die Hände genommen, damit würde auch der derzeit schlecht ausgebauten Infrastruktur mehr zu gute kommen, damit würden auch viele besser zum überlegen anfangen und sich mal für solch nachhaltigen Investitionen entscheiden.

Meines Erachtens könnte ja Gemeinden zentrale gemeindeinterne Anlagen (eben auf Privathäusern, Gemeindehäusern, großen Firmendächern usw.) forcieren, da darf dann nicht ums Geld um die Gewinne gestritten werden, dies sollte mit einer fairen Tarifgestaltung den ansässigen Bürgern der jeweiligen Gemeinde zu Gute kommen, wäre nur so ein Ansatz von meiner Seite .

SagServus
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...

MW werden bzw. sollen PV Anlagen im Energiegesetz geregelt werden und nur zweitrangig über die Bauverordnung.

In diesem sind dann auch die Energiegemeinschaften geregelt. Unter anderem auch die Möglichkeit, dass ein Hallenbesitzer sein Dach für eine PV Anlage vermietet.

Wobei ich nicht weiß, wo das Gesetz zurzeit steht. Ist glaub ich letztes Jahr im September mal in die Begutachtung gegangen.

joektn
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Also

Ich liebe mein E Auto und will nie mehr einen Verbrenner. Das Fahrgefühl ist einfach so viel besser und die Ladeinfrastruktur ist bereits sehr sehr gut. Einfach selbst mal ausprobieren und sich selbst eine Meinung bilden und nicht von der starken Verbrenner Lobby vorab einschüchtern lassen.

Kristianjarnig
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@joektn....

....ich habe bereits ein E-Auto probegefahren, einen Kona. Durchaus nett wie sich die Fuhre fährt, kann man nicht absprechen.

ABER, ja, es kommt da große aber, es gibt einfach noch zuviele unklare Punkte in der E-Mobilität, die auch durch keinerlei Garantie oder Versprechen abgesichert werden.

Zum Beispiel - wir haben derzeit 2 Diesel in der Garage, ein reiner Pendler der mindestens 20.000 km pro Jahr abspult, der andere ist der ehemalige Pendler, nun mit 213.000 km und 10 Jahren auf dem "Buckel". Und er fährt. auch gerne 1100 km wenn ich mal wieder heim nach Kärnten will(wenn ich denn darf da die Coronaregeln anderswo gelockert werden, in Ö werden sie verschärft) bzw. muß.

Nach der Probefahrt habe ich mich nun hingesetzt, mir das alles mal so überlegt(ich bin jemand der seine Autos meist solange fährt bis sie eben nicht mehr fahren) - WIE soll ich mit so einem Ding 1100 km in einem Tag schaffen? Wie sieht es mit dem Akku nach 8-10 und mehr Jahren aus? Wie lange kann ich für den Mehrpreis eines Langstreckentauglichen E-Autos Diesel tanken?

Und und und. Das E-Auto ist eine Nischenerscheinung für recht wenige die Vorzugsweise eine (Solar-)Ladeinfrastruktur in ihren eignene 4 Wänden haben.

Und da reden wir noch von keiner Energiebilanz. Nämlich einer die von keiner E-Lobby geschönt wurde und die Bilanz von der Produktion, Ladestrom, Recycling durchgehend ist. Gibt es bislang meines wissens noch nicht. Aber auf den Diesel wird eingedroschen. Naja.

SeCCi
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@Kristianjarnig

"Und da reden wir noch von keiner Energiebilanz. Nämlich einer die von keiner E-Lobby geschönt wurde und die Bilanz von der Produktion, Ladestrom, Recycling durchgehend ist. "

und die öllobby schönt nicht?
* bohrungen ins meer, riesige ölbohrinseln, schweröl verheizenden tanker
* durch fracking zerstörte landstriche
* unglaublich energiefressende raffinierung

uswusw

also mal realistisch bleiben ;)

franki20
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@kristianjarnig

Ihre Frage zur Haltbarkeit der Batterien wird die Zeit beantworten, wirkliche Erfahrungswerte aus der Praxis gibt es noch zu wenige.

Bezüglich der Umweltbelastung von E-Autos: Mir ist kein Produkt bekannt welches derart im Fokus steht was die Erzeugung, Betrieb und Recycling betrifft. Diese Diskussionen werden bei Smartphones, Laptops etc. nicht geführt.
Ich bin froh dass sich die Menschen Gedanken über die Nachhaltigkeit ihrer Produkte machen, aber dann muss man die gleichen Standards auch für alle Bereiche anwenden. Gerade die Autoindustrie steht, aufgrund der Verfehlungen in der Vergangenheit, derart unter Beobachtung dass sie dieses Thema ernst nehmen werden müssen.

DergeerderteSteirer
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Völlig richtige und berechtigte Frage von dir @franki20, .....................

was Smartphones, Laptops etc. was die Erzeugung, Betrieb und Recycling betrifft wird da sehr wenig bis garnichts publiziert, es ist nicht ausser Acht zu lassen, sicherlich sind Akkus von KFZ um ein zigfaches größer!!

Die Haltbarkeit der Batterien wird in sehr naher Zukunft und in nächster Zeit bereits durch intensive Praxistests erprobt, neue Technologien scharren ja schon in den Startlöchern .

DergeerderteSteirer
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@Kristianjarnig, wie stets von dir eine logische und realistische Stellungnahme, .....................

wichtig sind immer der Verwendungszweck und die Gebrauchskriterien !
Es braucht wie von einigen nichts schöngeredet und auch nichts schlecht gemacht werden, wie immer und überall gibt es "ein positiv und ein negativ".
Dies für die persönlichen Anforderungen und Ansprüche richtig zu organisieren und zu tätigen darin liegt die Herausforderung und der Zauber !

Das bösartige und zu hinterfragende ist wie sehr oft das Produkte beworben und zum Kauf angeboten werden bevor die dementsprechende Infrastruktur durchdacht und effizient geschaffen wird, für mich ist das wie wenn ein "Pferd von hinten aufgezäumt wird" !!

Mezgolits
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Sehr geerderter Steirer!

Vielen Dank für deine Bemühungen und mit meiner Frage:
Ob Du uns berichten möchtest, wie viele Kilowattstunden
Strom, deine Solaranlage, diesen Jänner, erzeugt hat?
Alles Gute vom interessierten Burgenländer, Stefan.

DergeerderteSteirer
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@Stefan Mezgolits,

habe es für dich ausgelesen, es sind bis jetzt im Januar 366,35kWh.

Durchrechnungszeitraum im Jahr (2020 / Februar bis Ende Dezember):

Direkt verbraucht ............. 3,o8 MWh

Energie in Batterie gespeichert ...................... 0,8o MWh

Energie ins Netz eingespeist .................... 4,54 MWh

Produktion ........................ 8,42 MWh

Eigenverbrauch = 46%

scionescio
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@DerGeerdeteSteirer: deiner Aufstellung entnehme ich, dass du bisher 800 kWh im Speicherakku pro Jahr gespeichert hast ....

... wenn man nur ein BEV hätte und kein Schichtarbeiter ist und während der Nacht aus dem Pufferakku laden muss, reicht das gerade für knapp 4000km mit gepuffertem Solarstrom (wenn du sonst am Abend keinen Strom verbrauchst und die Ladeverluste nicht berücksichtigst) - die restlichen 11-16.000km durchschnittliche Jahreskilometerleistung wären dann an öffentlichen Ladestellen sehr teuer.
Ich gehe davon aus, dass du mindestens einen 10kWh Speicherakku hast und ca 10.000 Euro dafür bezahlt hast - damit hast du bei einer Lebensdauer von 10Jahren alleine schon 40ct/kWh reine Speicherkosten (die PV Anlage ist da nicht gerechnet!) dh bei 20kWh/100km schlagen allein die Speicherkosten schon mit 8 Euro zu Buche (einen Diesel fährst du mit 5-6 Euro).
Dazu kommt, dass du eben pro Nacht nur 10kWh in dein BEV laden kannst - gerade genug für maximal 50km im Sommer!
Da du noch einen Verbrenner im Haus hast, mag das für dich funktionieren - billig ist der Spaß auf gar keinen Fall und nur mit einem alleinigen BEV funktioniert das für 90% der Bevölkerung nicht!
Wenn man den CO2 Ausstoß auch für die Produktion des Pufferakkus und der PV Anlage (und deren thermische Entsorgung) miteinbezieht, braucht man über einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz nicht einmal diskutieren.

DergeerderteSteirer
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Schau @scionescio, ......................

es sollte jeder danach trachten mit Energie effizient und nachhaltig umzugehen, natürlich hat jeder seinen eigenen Zugang für solche Gegebenheiten!
Das gewisse Teile stimmen welche du mir beschreibst steht auch ausser Frage, in Frage stelle ich jedoch ob jeder die Bedürfnisse und den Umgang damit richtig erfasst.
Wir haben eben das E-Kfz mit 41kw, durchschnittliche kw/100km aufgezeichnet im Pkw 14,6 kw, wir bzw. meine Frau kommt locker damit durch und kann ihre Wege ohne jedwede Probleme im Bewegungsmuster bewältigen, Kilometer pro Jahr im Durchschnitt 8500 bis 9000 Kilometer.
Ich habe es dir eh schon mehrmals beschrieben das für mich E-Kfz über 50kw kompletter Schwachsinn sind, erstens ressourcenverschwendend, zweitens viel zu schwer (nahezu doppeltes Eigengewicht zum gleichen Verbrenner- Pkw), drittens hoher Verschleiß z.b. Reifen, Fahrbahn und dgl., viertens ist Langstreckentauglichkeit nur Träumerei usw. ..................
Für den urbanen Raum und einem Bewegungsradius bis ca. 100km/Tag ist es für mich sinnvoll, alles was drüber geht ist nicht mehr wirtschaftlich, das weiß ich selbst viel zu genau.
Das größte Problem ist das viele das Kfz noch immer als Prestigesymbol ansehen, ich hab selbst gern ein schönes Fahrzeug , jedoch nicht das von vielen übertriebene Prestigegehabe.
Das Fortbewegungsmittel ist eben ein Mittel zu Zweck, es müssten eben mehrere das Fortbewegungsmittel nach deren Effizienz, Verwendungszweck und den Gebrauchskriterien gebrauchen !!

scionescio
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@DerGeerdeteSteirer: Ich stimme dir da vollinhaltlich zu und wir haben uns da eh schon darüber ausgetauscht, dass in deiner Konstellation und deinem/eurem Mobilitätsbedürfnis rein gar nichts gegen die von dir gewählte Lösung spricht ...

... mir geht es nur darum aufzuzeigen, dass erstens deine Situation nicht dem allgemeinen/überwiegenden Fall entspricht und deshalb keine Musterlösung für das Thema eMobilität sein kann und zweitens es sich nie wirtschaftlich rechnet, wenn sich jemand wegen der angeblich größeren Reichweite eine Protzschüssel a la Tesla zulegt und dann damit argumentiert, er nutzt eh den Strom von der eigenen PV Anlage auf dem Dach und fährt damit quasi umsonst - das wäre so, als ob sich jemand mit dem Autokauf auch 25.000 Liter Diesel kauft, die Kosten dafür unter den Tisch fallen lässt und dann argumentiert, die nächsten 500.000km kosten ihn nichts ....

DergeerderteSteirer
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Ja @scionescio, unser Austausch ist auch mit konstruktiven Vorschlägen und auch mit Logik gesteuerten Ansichten gestaltet, ...................

ich weiß auch das du mich verstehst, meine Erklärungen und Sichtweisen finden auch deinen Anklang da ich meine Bedürfnisse beim Eigenheim und die Mobilität um das Kfz, die Wege zum beruflichen Gebiet so gut wie möglich und effizient vereinen möchte.

Nun etwas ausschlaggebendes :

So nebenbei werden wir nun auch nach dem ersten Jahr mit der PV - Anlage die Möglichkeit des weiter ausbaubaren Speichers mit noch drei Speicherelementen aufzurüsten um noch autarker zu werden (kosten knapp € 3000,-), Speicherkapazität erhöht sich damit um ein Drittel.

Weißt @scionescio, wir in der Familie sind absolut niemanden etwas zu neidig, wir können auch ohne jährliche Urlaube im Ausland leben oder wo es auch sein mag, deswegen fällt es uns leichter durch finanzielle Rücklagen solche nachhaltigen Investitionen zu tätigen, wir leben dadurch zufriedener und können dadurch auch stolz auf uns selbst sein, unserer Tochter wird es damit auch leichter gemacht mit der einen oder anderen Situation selbstbewusster und verantwortungsvoller umzugehen !

DergeerderteSteirer
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@joektn, da bin ich auch deiner Ansicht und sage stets, probieren statt grundlos kritisieren, ................

wir bzw. meine Frau, für sie haben wir das E - KFZ erworben, sind voller Überzeugung und sehr zufrieden, erstens im Umgang wie auch mit der Handhabung, unsere PV - Anlage + Speicher trägt seinen wertvollen Teil zum laden des E - KFZ bei sowie auch den Ressourcen welche für's Eigenheim gebraucht werden !
Es wird sehr oft so viel unnötig schlechtgeredet ohne sich mit der Materie auseinanderzusetzen, was für den einen gut ist braucht deswegen für wen anderen nicht schlecht sein, mehr realistische Objektivität müsste da schon vorherrschen !
Das gewisse prestigesüchtige Benzin oder Dieselbrüder immer was auszusetzen haben und denken nur sie wissen was richtig oder falsch ist geht mir am Hosenschritt vorbei, wir (meine Familie und ich) wissen nach durchdachten erörtern und planen das es das einzige richtige ist und war diese Entscheidung getroffen zu haben !
@joektn, wenn du auch so zufrieden bist freut es mich sehr für dich !!

Mezgolits
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... trägt seinen wertvollen Teil ...

Vielen Dank - ich nehme an, das E-Kfz verbraucht etwa 20 kWh/100 km x 1.000 km/
Monat = 20x10 = 200 kWh für Jänner für das E-Kfz + angenommen 300 kWh für euer
Haus ebenfalls für Jänner = 500 kWh Strombedarf nur für Jänner und jetzt kannst
Du uns berichten, wie viele Kilowattstunden Strom, Ihr im JÄNNER erzeugt habt. =
Für 12.000 km/Jahr = 200x12 = 2.400 + 300x12 = 3.600 + 2.400 = 6.000 kWh/Jahr, Stefan

DergeerderteSteirer
6
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Werter Stefan Mezgolits, ................

deine Beispielberechnumg in aller Ehren, wir haben uns viele Gedanken über Effizienz, Verwendungszweck und die Gebrauchskriterien gemacht und sind daher zum Entschluß gekommen uns für diesen Weg, auch einen Weg mit Nachhaltigkeit zu entscheiden, wie sicherlich bekannt gibt es immer Differenzen zwischen dem Plus und dem Minus, wir gehen hier von einem Jahresdurchschnitt aus und der schaut mit unserer Investition sehr gut aus !

Mein Naturell ist stets von visionärem Denken und real durchführbarer und auch gelebter Ideologie geleitet, daher mach ich mir mancherorts Gedanken über Dinge an welche manch anderer gar nicht denkt !

Mit freundlichem Gruß,
"DergeerderteSteirer"

Mezgolits
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... wir haben uns viele Gedanken über ...

Vielen Dank - Du hättest viel kürzer schreiben können: Alles Wichtige wird verheimlicht
und alles Unwichtige wird propagiert = die Kilowattstunden für Jänner sind wichtig =
wie viele kWh von den etwa 500 benötigten - habt ihr im Jänner selbst erzeugt?
Und solange Du den Jänner-Stromertrag weiter verheimlichst - solange kannst
Du nicht beweisen, wie viel deine Solarstromanlage tatsächlich bringt, Stefan.

DergeerderteSteirer
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@Stefan Mezgolits, ich sende es dir nochmals falls es dir bis jetzt entgangen ist !

Es sind bis jetzt im Januar 366,35kWh !!

Als Zusatz noch der Durchrechnungszeitraum im Jahr 2020 von Februar 2020 bis Ende Dezember 2020:

Direkt verbraucht ............. 3,o8 MWh

Energie in Batterie gespeichert ...................... 0,8o MWh

Energie ins Netz eingespeist .................... 4,54 MWh

Produktion ........................ 8,42 MWh

Eigenverbrauch = 46%

DergeerderteSteirer
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Grundsätzlich sollte ein Fahrzeug nach Verwendungszweck und Gebrauchskriterien angeschafft werden, ..............

das die meisten Käufer/innen das Fahrzeug noch immer als Prestigeobjekt ansehen und auch danach erwerben bzw. leasen ist ein Fakt welcher mal grundlegend zu Buche schlägt !!
Wenn ein User (@scionescio) beschreibt wieviel z.B. eine eigene Photovoltaik - Anlage kostet (20. - 30.000 Euro) und dies in Vergleich stellt mit der Anschaffung von Diesel für einen Betrieb des fahrbaren Untersatzes ist dies rein eine eigene Sichtweise, natürlich bleibt es jedem selbst überlassen wie und was er / sie so regelt und anschafft !!
Meine Familie und ich haben sich eben so eine PV - Anlage + Speicher für das Haus angeschafft, natürlich kostet es schon was (um die 21.000 Euro), jedoch sollte man schon auch bedenken welchen nachhaltigen Wert dies besitzt und welche Vorteile man z. B. hat wenn ein Stromausfall nur durch ein Gewitter (Blitzschlag) eintritt, der gespeicherte Strom kommt hier zur Verwendung und hält den Bedarf bei uns eben 8 bis 12 Stunden über Nacht aufrecht (abhängig von der Größe des Speichers), am Tage wenn es auch bewölkt ist ladet die Anlage wieder, bei Sonnenschein ist der Speicher binnen4 bis 5 Std. eben dann wieder voll, die Kosten - Nutzen Rechnung geht bei uns jederzeit auf und nebenbei wenn nicht so viel Energie verbraucht wird geht ein Teil ins Netz und das vermindert wieder die monatlichen Kosten mit dem Energieversorger . Es gehört eben schon ein gesunder Idealismus , Logik und auch Flexibilität dazu, das konsumegoistische "sofort und gleich" ist da fehl am Platz !!

Kristianjarnig
4
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@der geerdete...

...so wie Sie schon so schön schreiben, es sei jedem selbst überlassen wo er sein Geld beim Fenster hinauswerfen will. Es prallen hier Anschauungen aufeinander die sich auch durch Diskussion(bei den meisten) nicht bereinigen lassen werden. Soweit dazu.

Was nun die PV Anlage in einem Land wie Österreich in einem Winter wie diesen genau bringen soll sei dahingestellt. Auch hier muß jeder mit sich selbst im reinen sein und Vater Staat spendet ja auch noch was.

So oder so - in der o.g. Konstellation lasse ich mir ein E-Auto für Kurz und Mittelstrecken noch einreden. Da kann dann im Jahresschnitt noch funktionieren, ein Kollege von mir hat auch noch so eine dieser Tesla Wall "Storage Units"(Speicher) in Planung und will sich dann auch ein E-Auto zulegen. Warum nicht.

Bei den Allermeisten wird das so nicht möglich sein("Sternderlgarage"/Tiefgarage/Wohnung/Miete usw.).

Auf der "Energiebilanz" eines E-Auto Akkus will ich nicht weiter drauf rumreiten. Für die einen wird dieser Akku im Himmel von Engerln mit einer Nuller Billanz zusammengebastelt(und auch so entsorgt), für die anderen ist das ein riesiger schwarzer Fleck der sich erst gut erklären muß. Vom zusätzlichen Gewicht und dem damit höheren Energieverbrauch eines E-Mobils will ich ebefalls gar nicht erst anfangen.

Alles Super. Aral. Ahh, sorry, Elektro.;-)

 
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