Aus für den VerbrennungsmotorAuto-Experte Dudenhöffer fordert fixen Termin für Ausstieg

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer spricht sich für ein klares Datum für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor aus.

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© by-studio/stock.adobe.com (by-studio busse yankushev)
 

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer hat sich für einen festen Termin ausgesprochen, ab dem in Deutschland keine Neuwagen mit Verbrenner-Motoren mehr zugelassen werden dürften. Das Risiko für die Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie sei vernachlässigbar, sagte der emeritierte Professor und Leiter des Duisburger CAR-Instituts am Mittwoch.

Ein fester Termin mache den Ausstieg für Hersteller und Energieversorger berechenbar. Das deutsche Staatsbudget werde geschont, weil Investitionen beispielsweise in das Ladestellensystem sicherer würden.

Dudenhöffer verwies auf das Beispiel Japans, das erst vor wenigen Tagen ein Verbrennerverbot ab dem Jahr 2035 verkündet hat. In Japan, der drittgrößten Autonation der Welt hinter China und den USA, wurden im Jahr 2019 fast doppelt so viele Autos gebaut wie in Deutschland. Auch zahlreiche andere Autoländer wie Großbritannien, Frankreich, Spanien oder Kanada hätten bereits Enddaten zwischen 2030 und 2040 für die Verbrennertechnologie festgelegt.

Zulassungen Jänner bis Juli 2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Der BMW i3 verbucht einen Absatz von 470 Exemplaren. Das macht Platz 10 und ein Plus von 41,6 Prozent.

BMW

Platz 9

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 631 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 9 und fährt ein Plus von 39,3 Prozent ein.

KIA

Platz 8

655 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den achten Rang. Das macht ein Plus von 311,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 7

Auf Platz 7 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 875 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 162 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 6

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 6: 968 Exemplare des neuen elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 5

1091 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den fünften Rang und ein Minus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 4

Mit 1163 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem vierten Platz.

SKODA AUTO

Platz 3

Platz 3 geht an einen Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 1452 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 1867 Verkäufe.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 2610 Verkäufe, damit liegt das meistverkaufte Elektroauto 2020 auf Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 109,6 Prozent.

TESLA
1/10

Für die hiesigen Autohersteller sei ein deutscher Ausstiegstermin von untergeordneter Bedeutung, da ohnehin rund 75 Prozent der heimischen Produktion auf ausländischen Märkten verkauft würden, führte Dudenhöffer aus. "75 Prozent der Befürchtungen sind damit unbegründet. Wir können im Gegenteil durch ein klares Ausstiegsdatum unsere Autoindustrie stabiler machen." Notwendig seien Elektroautos aus deutscher Produktion.

Kommentare (85)
checker43
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Indra

ist ein Ewiggestriger, ja. Aber kann man ihm aufgrund seines Alters und seiner Historie nicht zum Vorwurf machen. Mit 70 lässt man sich ungern sagen, dass man eine Umweltsau war und ist auch nicht mehr so offen für Neues.

steinmhe
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Dudenhöffer

Die Aufgabe des Herrn Dudenhöffer ist die Elektromobilität zu promoten ....

steinmhe
3
22
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Dudenhöffer

Die Aufgabe des Herrn Dudenhöffer ist die Elektromobilität zu promoten ....

georgXV
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bitte langsam

Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren auf der einen Seite O.K.
A B E R auf der anderen Seite fehlt LEIDER die Beantwortung der Frage, woher der für die e-Mobilität notwendige Strom, die Stromleitungen und Speicherkapazitäten kommen sollen ?
Auf der einen Seite werden Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet, auf der anderen Seite wird der Bau von neuen regenerativen (Windräder, Wasserkraftwerke, usw.) Kraftwerken und Stromleitungen massiv behindert.
Um 2035 genügend Strom zur Verfügung zu haben, müßte schon heute mit der Planung und dem Bau neuer regenerativer Kraftwerke begonnen werden !
Andernfalls kommt eben LEIDER KEIN (NICHT genügend) Strom aus der Steckdose ...

huckg
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Fragen sind bereits beantwortet ;-)

Wenn ALLE Verbrennermotoren durch Elektromotoren zu ersetzt werden steigt der gesamte Stromverbrauch um etwas 15%. Die Werte sind aus Deutlschand, dürften aber in Österreich nicht viel anders sein.
Die Stromleitungen sind stark genug, dass jeder Haushalt gleichzeitig über Mittag seinen E-Herd betreiben kann, dass die Warmwasserboiler gleichzeitig aufheizen, da ist es auch kein Problem sein Auto mit einer Ladeleistung von 2 kw über Nach zu laden. (Mehr braucht es nicht).
Kein Mensch wird zuhause eine Schnelladestation betreiben.
Und von welchem Speicher sprechen sie? Schnelladestationen auf Autobahnen sind ein anderes Thema, aber dort wird in Zukunft richtig Geld gemacht, da ist das technische Problem schnell gelöst.

scionescio
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@huckg: du verbreitest wie üblich Fake News!

Rechne einfach die in Österreich getankte Spritmenge in kWh um und nimm davon wegen des besseren Wirkungsgrades nur 30 %. Dann vergleiche das mit der in Österreich erzeugten Strommenge ... wenn du das schaffst, erwarte ich eine Entschuldigung ;-)
In den größeren Städten die meisten gar keine Garage zum Aufladen (denke an zB Wien) und in den Tiefgaragen der Wohnanlagen kannst du nicht einmal eine Handvoll Wallboxen betreiben - allein diese Leitungen und Trafostationen auszubauen kostet Milliarden!

huckg
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Wer rechnen kann ist klar im Vorteil

Ich habe mir die Arbeit angetan und recherchiert und nachgerechnet: 2019 Stromverbrauch Österreich 72TWh; Treibstoffe 7 Mio Tonnen, 1 Liter = ca 1kg = ca. 8 kWh.Für 100km = 7liter Benzin oder 15kwh
Kommt man auf ca 20 TWh für Ersatz der Treibstoffe durch Elektroantrieb in Österreich 2019. Jetzt noch die graue Energie weg ergibt ca 10 bis 15 TWh. Das sind ca 15 bis 20% vom Gesamtverbrauch.
Und jetzt lass mich in Ruhe und lern Mal rechnen.

melahide
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Naja

Im Gegensatz zu Öl und Gas ist Strom nichts, das „abgebaut“ wird und irgendwann verbraucht ist. Wenn man weiß, dass bald mehr benötigt wird, wird man dies lösen können. Auch zur Produktion von Wasserstoff werden Unmengen Strom benötigt, da höre ich aber wenige Menschen aufschreien. Da plant man eine „Fabrik“ eben meist mit Wind und Solarpark mit ein. Heute schon mehr Strom zu erzeugen, wenn man ihn noch nicht braucht, wäre ja für den Hugo.

hbratschi
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wer bezahlt...

...diesen experten dudenhöffer für seine meinung? gaaaanz schwer zu erraten...

Mezgolits
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Notwendig seien Elektroautos aus deutscher Produktion.

Vielen Dank - das meine ich auch und weiters meine ich: Es gibt keine wirtschaftlichen
Elektroautos aus deutscher Produktion - auch nicht vom neuen Tesla-Werk. Erfinder SM

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