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ModellvorstellungToyotas neuer Brennstoffzellen-Stromer Mirai kommt 2020

2020 bringt Toyota die zweite Generation seiner Brennstoffzellen-Limousine auf den Markt. Mit bis zu 30 Prozent mehr Reichweite.

Ein Ausblick auf den neuen Toyota Mirai © TOYOTA
 

Höflich ausgedrückt, haben sich die bisherigen Kunden für den Mirai als Brennstoffzellen-Fahrzeug entschieden – aber wohl nicht als Auto selbst. Zu sehr hat das Design der Limousine polarisiert. Aber mit der zweiten Generation gehört das der Vergangenheit an: Auf dem Autosalon in Tokio wird Toyota einen ziemlich konkreten Ausblick auf den neuen Mirai geben. Und der kann sich sehen lassen.

Das Cockpit des Mirai Foto © TOYOTA

Auf eine Länge von knapp fünf Metern erstreckt sich die elegante Neuauflage. Damit ist sie mehr als zehn Zentimeter länger, breiter, flacher und bietet jetzt bei einem Radstand von 2,9 Metern fünf statt bisher vier Sitzplätze. Der Innenraum hat gleich um eine Klasse zugelegt. Zu seinen wichtigsten Elementen gehört ein 12,3-Zoll-Display im Zentrum des dem Fahrer zugeneigten Armaturenbretts.

Der Mirai streckt sich auf knapp 5 Meter Länge Foto © TOYOTA

Doch nun zum Kern der Sache: Die Japaner haben selbstredend das Brennstoffzellensystem überarbeitet und auch die Wasserstofftanks vergrößert. Das soll im Vergleich zum ersten Mirai um bis zu 30 Prozent mehr Reichweite ergeben: Wir reden also von rund 650 Kilometern. Basierend auf der TNGA-Plattform geben die Techniker der Limousine mit Heckantrieb mehr Karosseriesteifigkeit und einen tieferen Schwerpunkt mit auf den Weg, was sich positiv im Handling niederschlagen dürfte.

Statt vier hat die Limousine jetzt fünf Sitzplätze Foto © TOYOTA

Von der ersten Generation des Mirai wurden insgesamt mehr als 10.000 Einheiten verkauft. Bedenkt man die Entwicklungskosten, haben die Japaner da ordentlich draufgezahlt. Das soll sich mit der Neuauflage, die 2020 auf den Markt kommt, ändern: Toyota hat die Produktionskapazitäten auf 30.000 Stück pro Jahr hinaufgeschraubt.

Kommentare (20)

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Stratusin
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Es bleibt wie es ist!

Es wird in Zukunft auch zwei Kraftstoffarten geben. Bisher waren es mehrheitlich Benzin und Diesel. In Zukunft wird es Wasserstoff und Batteriebetriebe Fahrzeuge geben. Es wird je nach Einsatzart verwendet werden. LKW werden wahrscheinlich zu Wasserstoff tendieren statt Diesel, Pkw eher zu Batterien statt Benzin. So wie es bisher nicht die allgemeine Lösung gab, wird es auch in Zukunft keine geben. Eines ist aber sicher, wir müssen in Zukunft Rohstoffe verwenden aber nicht verbrauchen. Also weg vom Öl verheizen.

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Sibanac
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Abhängigkeit

Wasserstoff ist die Lösung! Da kann man seine Kunden schön kontrollieren und Sie weiter abzocken ;)
€9,50 für nen Kilo H2G ist doch ein Witz?
Dann kauft man sich einen verbrennen der 1/3 des Brennstoffzellenautos kostet und der Treibstoff ist gleich teuer.

Aber Ihr habt die Wahl ob Ihr das wollt oder nicht 🤔

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melahide
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Ich

finds lustig, dass Wasserstoff der Heilsbringer sein soll. E-Auto böse, Wasserstoff super....

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Geerdeter Steirer
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Mir geht es auch um die Bewusstseinsbildung um den richtigen Umgang und den Umlernprozess welchen jeder der ein Wasserstoffauto betreiben möchte, .............

ich möchte kein fanatischer Fürsprecher sein jedoch auch ans Bewusstsein appellieren !

Ein Beispiel mit dem man umgehen können muß :
Eine Flamme ist bei Tageslicht nicht sichtbar, bei einem Unfall bei dem ein Feuer ausbricht, könnte der Wasserstoff aber zu einer ernsten Gefahr werden.
Denn bei Tageslicht ist die Flamme so gut wie unsichtbar, in diese Flamme renne ich unter Umständen hinein und bin schon verbrannt oder tot, bevor ich hier diese Gefahr wahrnehme.
Auch ein Austritt von Wasserstoff in einem Tunnel könne gefährlich werden, der Wasserstoff ist sehr leicht.
Er steigt an die Tunneldecke und da kann sich natürlich ein explosives Gemisch bilden. Wasserstoff braucht eine sehr geringe Zündenergie - die Batterie einer Taschenlampe kann genügen, um dieses Gemisch zu entzünden.
Zu beachten ist auch, dass beim Parken von Wasserstoffautos in Garagen ein spezielles Lüftungssystem vorhanden sein muss.
Autohersteller sind dagegen optimistisch: Bei Crashversuchen hätten sich Wasserstoff-Brennstoffzellen als genauso sicher wie Benzintanks herausgestellt. In manchen Bereichen habe der Wasserstoff im Auto sogar Sicherheits-Vorteile.
Wie es stets heißt, wo ein Vorteil da auch ein Nachteil Leute, eine sicherlich gute Enegiequelle welche jedoch einen grundlegend anderen Umgang erfordert, schließlich und endlich steht der Tankbehälter mit 400 - 500 Bar unter Druck, ich denk das sagt einiges über den richtigen Umgang und die sorgsame fachmännische Wartung die erforderlich ist aus.

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scionescio
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@Geerdeter Steirer: Wasserstoff benötigt eine Konzentration von mindestens 4% um ein zündfähiges Gemisch bilden zu können - da es (leider) auch extrem flüchtig ist, ist der Eintritt dieser Konzentration höchst unwahrscheinlich!

Der viel wahrscheinlichere Vollbrand eines eAutos mit einem mehrere paar Hundert Kilos schweren, höchstbrandgefährlichen Akkupack an Bord in einem Tunnel oder Tiefgarage stellt eine viel größere, realere Bedrohung war.
Massen von Hobbytauchern hantieren mit Tauchflaschen mit über 200 Bar Druck - mir ist nicht bekannt, dass es da größere Probleme gibt ...

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Geerdeter Steirer
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Schau @scionescio, ...................

ich hatte eben nur auch auf eventuelle Gefahren zwecks des Wasserstoffes hingewiesen was bei einem Worst Case "passieren könnte", ich will den Teufel auch nicht an die Wand malen und diese Technologie in keiner Hinsicht in Frage stellen da sie zweifellos in nächster Zukunft der Treibstoff und die Technologie schlecht hin sein wird.
Wichtig ist mir nur das die Leute auch wissen müssen wie man damit in der Handhabung umzugehen hat.
Für mich ohne Zweifel die zukunftsträchtigste Technologie der man jedoch eine andere Art von Aufmerksamkeit im Umgang schenken muss.

Das mit den Akkupack im KFZ ist mir zu gut bekannt (Beispiele bei Handys sind ja keine Seltenheit), wenn ein Brandfall eintreten sollte ein immenser Aufwand da sie ja in einem Wasserbad (beim KFZ ein großes Wasserbecken) ca. 24 - 48 Stunden gekühlt werden müssen um eine Explosion zu verhindern, mir sind diese Dinge und Maßnahmen dagegen alle bekannt, Stichwort Vorkehrungen bei Samsung in Zettling nahe Kalsdorf bei Graz.

Es geht mir einzig und allein darum den Leuten klar machen zu wollen das dies eben kein Benziner oder Diesel ist und das da schon andere Dinge striktest zu beachten sind.

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scionescio
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@Geerdeter Steirer: Alles gut!

Ich wollte nur vermeiden, dass potentielle Interessenten , die nicht die Zeit haben, sich selbst zu informieren und sich ein eigenes Bild zu machen, gleich abgeschreckt werden.
Passieren kann immer was, aber auch die Hindenburg ist nicht explodiert, sondern in ein paar Sekunden abgebrannt - und die Passagiere sind nicht verbrannt, sondern gestorben, als sie vom Luftschiff in die Tiefe gesprungen sind - das wird bei einem Auto wohl nicht notwendig sein ...

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Geerdeter Steirer
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Nachsatz............

Dies was die Japaner uns da vorstellen und liefern davon träumen die Europäer leider noch weil die ganzen unfähigen im Politikertum nahezu alles verschlafen und ablehnen was ihnen die Lobbyisten hineindrücken.

Solche Fahrzeuge werden rein vom technologischen und nun auch dieses Mirai Showcar sehr viel Aufsehen und Zuspruch ernten.

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duerni
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sg. "scionescio", sie schreiben, Mercedes und BMW hatten schon vor Jahrzehnten ....

…. serienreife H2 Autos - aber sie haben nichts daraus gemacht. In diesem Fall sollte man nicht dumme/überforderte Politiker als Ausrede benutzen. Die deutsche Autoindustrie ist auf Profitmaximierung getrimmt oder nicht bereit Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen. Das unternehmerische Risiko ist überschaubar und der Vision "Wasserstoff" gehört die Zukunft.

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scionescio
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@duerni: natürlich ist die deutsche Autoindustrie an Profit interessier - wie jede andere Industrie auch!

Das ist auch der Grund, warum BEVs reine Nischenprodukte bleiben werden (Toyota und viele andere Autobauer sehen das so) - nur vom Marketingschmäh, Subventionen und naiven Investoren kann man nicht auf Dauer leben (Tesla wird das bald am eigenen Leib spüren und insolvent werden), wenn kein Geld verdient werden kann.
Daimler und BMW haben schon in den 90ern bis zu den Bürgermeistern von Großstädten hinunter alle Politiker aller Coleurs mit H2 Autos gratis ausgestattet - nur damals war Klimaschutz kein Thema und es wurden keine Rahmenbedingungen geschaffen. Wenn nur ein Bruchteil der Milliarden an Steuergeldern, die heute sinnlos von dummen Politikern in Rahmenbedingungen für BEVs gepumpt werden, damals in H2-Infrastruktur geflossen wäre, hätte Europa seinen gewaltigen technologischen Fortschritt auf Jahrzehnte abgesichert und wesentlich zum Klimaschutz beigetragen.
Vor fünf Jahren hat VW den serienreifen HyMotion Golf/Passat präsentiert, Audi den h-tron A7, Mercedes ist mit zwei wasserstoffbetriebenen B-Klassen rund um die Welt gefahren um die Zuverlässigkeit zu demonstrieren- und wen hat es interessiert?
Politiker und Journalisten sind an den Lippen des Tesla Ankündigungsweltmeisters gehangen, haben sich bis heute von ihm verarschen und vor seinen Karren spannen lassen - das Wasserstoffzeitalter lässt sich nicht aufhalten, aber leider anscheinend auf Kosten des Klimawandels sinnlos verzögern, weil Marketing bei Uninformierten auf fruchtbareren Boden fällt als Fakten.

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paulrandig
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Richtiger Weg.

So sollte die Entwicklung laufen. Bitte entsprechend das Tankstellennetz ausbauen!
Auch eine Entwicklung zu einer Reichweite von 1.000km wäre erstrebenswert.
Ein Vorteil wäre, dass die H-Erzeugung durch Elektrolyse genau die problematischen Schwankungen im Sromnetz abpuffern könnte, die durch alternative Stromerzeugung entstehen (Wind, Sonne, Wellen) und das Netz somit entlasten könnte, während im Gegensatz mehr Stromverbraucher, die sich ähnlich verhalten, das Netz eher belasten (viele Akku-Autobesitzer, die ihr Gefährt zu fast gleichen Zeiten ein- und ausstecken, etwa abends oder am Büroparkplatz).

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melahide
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Wofür

sollte man eine Reichweite von 1000 km brauchen?

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scionescio
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@Meli: du hast vergessen, noch das Wahnsinnsargument der Akkujünger anzuführen, dass 80% der Fahrten kürzer als 50km sind ...

... das korreliert gut mit unseren Stoffwechselvorgängen: 80% betreffen nur das kleine Geschäft d.h. es reicht vollkommen, wenn wir uns nur ein Pissoir statt einer WC-Muschel einbauen - die 20% großes Geschäft lösen wir irgendwie anders ...
Ich tanke in 5 Minuten für 1300km bei Autobahngeschwindikgkeit (+ Toleranz) und wenn ich so fahre wie ein Tesla reicht es wahrscheinlich locker für 1600km.
Bei meiner Jahreskilometerleistung verbringe ich insgesamt ca. 5 Stunden im Jahr gezwungenermaßen an der Tankstelle - bei einem eAuto mit Akku wären das bei sehr optimistischen 400km Reichweite pro Ladung und noch optimistischeren 2,5 Stunden bei Schnellladung (damit ist der Akku sicher nach einem Jahr kaputt) und einer minimalen Anfahrzeit von 0,5 Stunden zur nächsten freien Ladesäule ca 200 Vollladungen -> das ergibt eine sinnlose Warterei von 600 Stunden ( knapp 25 Tage oder der komplette Jahresurlaub !) pro Jahr.
Wenn ich mir ausrechne, was ich an einem Tag (nicht) verdiene, gibt es nichts Teureres als ein eAuto mit Akku!

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Carlo62
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Nicht böse sein...

...aber ich habe derzeit eine Reichweite von mehr als 1.200km an Bord!

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duerni
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... und wieder hat die europäische Autoindustrie.....

.... geschlafen. VW, Daimler, BMW ....... alle setzen auf das falsche Pferd - gezwungen von unfähiger Politik.
VW könnte den Verbrenner perfektionieren - das ist machbar - als Brückentechnologie. Den Akku Kram auslassen und das ganze Geld in die Perfektionierung der Brennstoffzelle stecken. Parallel dazu mit der Ölindustrie das H2 Tanke Netz und die H2 Produktion optimieren. Mir fehlt der Masterplan!
Das Akku Auto ist ein gigantischer Recoursenvernichter und der
Infrastruktur Aufbau dazu nur Steuergeldvernichtung.

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scionescio
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@duerni: die europäische Autoindustrie hat da nichts verschlafen - Mercedes und BMW hatten schon vor Jahrzehnten serienreife H2 Autos

... es waren dumme/überforderte Politiker, die aus vielen Gründen damals keine Rahmenbedingungen für den Durchbruch von H2 geschaffen haben und jetzt den Lobbyisten und einem Marketinghype um die batterieelektrische Mobilität auf Kosten der Steuerzahler auf den Leim gehen.

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styrianprawda
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@scionesco

Ja, die hatten bereits H2-Fahrzeuge.
Nur waren das nicht FCEVs, sondern hatten leicht adaptierte Ottomotoren.
Und da ist der Wirkungsgrad noch schlechter als bei einem Benziner.

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scionescio
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@Styrianprawda: Das ist richtig- es ging bei der Aktion aber darum, den Bau von Wasserstofftankstellen zu forcieren

... die Stromversorgung passierte aber auch schon über eine Brennstoffzelle und selbstverständlich gab es auch schon reine FCEVs.

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styrianprawda
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@scionesco

Sobald es H2-Schwerfahrzeuge gibt - und das wird relativ bald sein - wird es, zumindest an den Haupttransitrouten, H2-Tankstellen geben. Und hier wird Wasserstoff eingesetzt werden, der nicht aus Erdgas, sondern aus Solar- bzw. Windstrom hergestellt wird.
Das ist dann die Initialzündung für FCEV auch im Pkw-Bereich.
Es werden nicht alle Fahrzeuge mittels FCEV angetrieben werden, BEV werden auch einen gewissen Marktanteil haben, abhängig vom Einsatzzweck und der persönlichen Vorliebe.
Es ist anzunehmen, dass automatisierte Fahrzeuge, die nicht von einer Person besessen werden, FCEV-Fahrzeuge sein werden, da der "Betankungsvorgang" viel rascher erfolgt und die Reichweite (auch durch neue Speichertechnologien) wesentlich höher sein wird, als bei BEV-Fahrzeugen.

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scionescio
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@Styrianprawda: sehe ich sehr ähnlich ...

... ein durchaus realistisches Szenario, wobei ich BEVs nur im urbanen Kurzstreckenverkehr sehe.

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