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Was Reisende wissen sollten In welchen Ländern die Rettungsgasse gilt

In welchen Ländern das Bilden einer Rettungsgasse Pflicht ist. Und zur Auffrischung: Wie es richtig geht.

Die Rettungsgasse - so wird sie gebildet © ÖAMTC
 

Seit mittlerweile sieben Jahren muss hierzulande bei stockendem Verkehr bzw. Stau auf Autobahnen und Schnellstraßen eine Rettungsgasse gebildet werden. Eine Missachtung wird mit bis zu 726 Euro Strafe geahndet. Wer Einsatzfahrzeuge behindert, muss mit einer Strafe von bis zu 2180 Euro rechnen.

"Auch in den meisten Nachbarländern gilt die Pflicht zur Bildung der rettenden Gasse: In Deutschland, Slowenien, Ungarn, Tschechien und in der Schweiz besteht ebenfalls die Verpflichtung, eine Gasse für Einsatzfahrzeuge frei zu halten", weiß ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl.

Auch dort gilt: Bildet sich auf einem mindestens zweispurigen Fahrstreifen ein Stau, muss in der Mitte eine Rettungsgasse gebildet werden. Auf drei- oder mehrspurigen Fahrstreifen wird die Gasse zwischen mittlerer und linker Fahrspur gebildet. "Lenker auf der linken Spur müssen sich so weit wie möglich links einordnen. Alle Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich so weit wie möglich nach rechts", erklärt die Expertin des Mobilitätsclubs.

Keine verpflichtende Rettungsgasse

"In beliebten Urlaubsländern wie Italien, Kroatien und auch der Slowakei besteht keine Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse bei Stau. Einsatzfahrzeugen muss jedoch trotzdem die Möglichkeit gegeben werden, an anderen Fahrzeugen vorbeizukommen", sagt Riedl. "Damit im Notfall rasch geholfen werden kann, sind immer und überall gegenseitige Rücksichtnahme und Selbstverantwortung gefragt."

Kommentare (3)

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KarlZoech
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In der Schweiz gibt es die Rettungsgasse ("Gasse") schon viel länger,

und das funktioniert dort auch.
Warum sollte das nicht auch bei uns und in anderen Ländern funktionieren? An den intellektuellen Fähigkeiten sollte es doch nicht liegen.

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fwf
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Bürger zu Schilda

War erst vor ein paar Tagen in Deutschland in einen längeren Stau verwickelt. Die Rettungsgasse ist ein Schildbürgerstreich: eine durchgehende LKW-Kolonne auf dem ersten Fahrstreifen mit minimalem stand zwischen den Fahrzeugen, ein Queren dieser Kolonne unmöglich, also für den PKW vom linken Fahrstreifen zum Parkplatz zu kommen genauso unmöglich, wie für auffahrende Einsatzfahrzeuge in die "Rettungsgasse" einzufahren. Wenn man statt hypertropher Lärmschutzwände die Pannenstreifen ausbauen würde, wäre damit der Sicherheit mehr gedient.

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gerbur
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Die Rettungsgasse ist ein Total Flop

Bis vor wenigen Jahren war der "Pannenstreifen" sakrosankt und wurde respektiert und war für Einsatzkräfte faktisch permanent und durchgängig mit seltenen Ausnahmen befahrbar . In anderen Nachbarländern gibt es die Rettungsgasse nicht und damit darf man sich auch nicht wundern, wenn im Bedarfsfall Missverständnisse entstehen, die das Chaos nur vergrößern. "Rücksichtnahme und Selbstverantwortung" im Notfall sind die Lösung und nicht starre Regelungen, die in bestimmten Verkehrssituationen (Baustellen etc.) gar nicht funktionieren können.

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