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In der dunklen Jahreszeit Richtige Beleuchtung für Radfahrer ist lebenswichtig

Warum mangelnde Beleuchtung von Fahrrad oder E-Scooter gerade in der dunklen Jahreszeit lebensgefährlich und auch teuer werden kann.

© FOTOLIA
 

Die dunkle Jahreszeit bedeutet schlechte Sichtbedingungen und ein erhöhtes Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmer. So ereigneten sich im November und Dezember 2017 rund 32 Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden während der dunklen Stunden – der Höchstwert im Jahresverlauf.

Insbesondere Radfahrer sind gefordert: Feuchtes Laub und nass-glatte Straßenbahnschienen erhöhen die Sturzgefahr, Nebel und Dämmerung trüben die Sicht. "Radfahrer sollten unbedingt auf eine funktionierende Beleuchtung und gute Sichtbarkeit achten", sagt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Genauso in der Pflicht sieht er Lenker von E-Scootern: Für die akkubetriebenen Tretroller gelten die gleichen Vorschriften wie für Radler – denn sofern sie eine Höchstleistung von 600 Watt und eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten, gelten sie als E-Fahrräder.

"Mangel an Licht" kostet bis zu 726 Euro

Laut Verordnung müssen Fahrräder vorne einen weißen und hinten einen roten Reflektor haben. Die Rückstrahler müssen einzeln angebracht oder können in den Scheinwerfer integriert sein. An den Pedalen sind nach vorne und hinten gerichtete Reflektoren ein Muss. "Vorgeschrieben sind außerdem gelbe oder weiße Katzenaugen oder Reflektorsticks an den Rädern", weiß der ÖAMTC-Jurist. "Alternativ sind Reifen mit reflektierenden Umrandungen möglich." Für E-Scooter gelten die Beleuchtungsvorschriften entsprechend ihrer Bauweise ebenfalls. Der Experte empfiehlt: "Der Zustand und die optimale Funktion der Beleuchtung sollten regelmäßig überprüft werden."

"Grundsätzlich sind Lenker von Fahrrädern und E-Fahrrädern, also auch E-Scootern, bei Tageslicht und guter Sicht nicht verpflichtet Scheinwerfer oder rotes Rücklicht zu verwenden – bei Sichtbeeinträchtigung und Dunkelheit jedoch schon", so Jurist Authried. "Wer sich nicht an die Vorschriften hält, riskiert nicht nur die Sicherheit von sich und anderen. Für mangelhaft ausgerüstete und unbeleuchtete Fahrräder können bei einer Anzeige bis zu 726 Euro Strafe verhängt werden." Verursacht man wegen schlechter oder fehlender Beleuchtung einen Unfall mit Personenschaden, muss zudem mit Schadenersatzforderungen und einem gerichtlichen Strafverfahren gerechnet werden.

Helm und Reflektoren sind Must-haves

Vorschriften für die Ausrüstung des Lenkers selbst gibt es nicht. "Ein Helm ist zwar in Österreich für Erwachsene nicht vorgeschrieben, er schützt bei einem Unfall aber vor schweren Kopfverletzungen und sollte zur Grundausstattung gehören – in der dunklen Jahreszeit umso mehr", rät der ÖAMTC-Experte. Kommt ein Radfahrer "unter rennmäßigen Bedingungen" ohne Helm zu Sturz und erleidet dabei Schädelverletzungen, kann ihn diesbezüglich sogar ein Mitverschulden treffen.

Um noch besser sichtbar zu sein, sollte man unbedingt reflektierende Materialien auf der Kleidung anbringen oder gleich eine Warnweste tragen. "Jedes ergänzende Hilfsmittel, sei es durch Stirnlampen oder LED-Lichter, macht Sinn. Zu beachten ist nur, dass man den Gegenverkehr dadurch nicht blendet", sagt der Experte. Reflektierende Sticker für die Kleidung und Warnwesten erhält man beispielsweise an allen Stützpunkten des Mobilitätsclubs – dort findet man zahlreiche weitere "Helferlein" für mehr Sichtbarkeit wie Klackbänder für Arme und Beine und reflektierende Anhänger.

Kommentare (3)

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büffel
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Idioten mit verbissenem Gesichtsausdruck

Fahrt doch mal morgens bei Dunkelheit den Lendkanal entlang. Da kommen einem ca. die Hälfte der Radfahrer auf ihren ach so tollen und teuren Bikes ohne Licht und Reflektoren entgegen bzw. überholen ohne Signal zu geben oder Ähnliches.
Mir kommt vor, die Biker fühlen sich nur dann als "Profis", wenn sie alle Sicherheitsmaßnahmen weglassen, so nach dem Motto "jedes gesparte Gramm Gewicht zählt". :-D
Von mir aus sollen sie sich selbst gefährden, das Problem ist nur: sie gefährden andere Verkehrsteilnehmer (auch mich) gleich mit.
Ich habe es mittlerweile aufgegeben sie aufklären zu wollen, da man eh nur patzige Antworten zurückbekommt.
Wie gesagt, dieses Verhalten betrifft zu allermeist die Biker, welche es anscheinend nicht mit sich vereinbaren können, auf ihr Rad, welches ein paar tsd. Euro gekostet hat, Sicherheitseinichtungen zu montieren.
Die Normalos sind im Schnitt meist gesittet unterwegs.

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styrianprawda
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@büffel

Wenn ich (manchmal auch am Rad sitzend) einem "Unterbelichteten" zurufe "es ist wirklich ein Zeichen allerhöchster Intelligenz, bei Dunkelheit unbeleuchtet zu fahren", dann bekomme ich eigentlich nie eine Antwort. Nicht einmal patzige oder dumme.

Denn die rechnen höchstens mit Vorwürfen oder Belehrungen, aber nicht damit.

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styrianprawda
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"lebenswichtig"

Das wird bei den "Intelligenzbestien", die unbeleuchtet unterwegs sind, nichts fruchten.
Und ein Helm hätte bei denen höchstens die Funktion eines Hohlraumschutzes.

Meine Kinder haben bereits im Kindergarten gelernt, dass, nur weil man selbst ein Fahrzeug sieht, es nicht automatisch bedeutet, dass dessen Lenker/in einen auch sieht.
D.h., wenn dann jemand unbeleuchtet fährt, so demonstriert er/sie ganz öffentlich seinen Entwicklungsstand.

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