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SpritsparenSieben Tipps für den Winter

Erstmal Motor starten, dann die Scheiben frei kratzen – das ist der Klassiker. Sieben gängige Wintersünden und wie man sie vermeidet.

So kann man im Winter Sprit sparen © FOTOLIA
 

Nicht sofort starten. Der Versuchung, das Enteisen durch Laufenlassen des Motors am Stand zu beschleunigen, sollte man widerstehen: Das schadet der Umwelt und ist verboten. Und darüber hinaus nicht einmal effizient: „Besonders wenn der Motor kalt ist, ist der Benzinbedarf hochgerechnet mit bis zu 40 Litern pro 100 Kilometern besonders hoch und der Schadstoffausstoß ebenso“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. Der Katalysator schläft noch, das Öl ist – gerade im Winter – sehr zähflüssig. Der Motor kommt erst nach ungefähr vier Kilometern auf Betriebstemperatur und erreicht dann seine normale Leistung bei normalem Verbrauch.

Nicht überheizen. Die Heckscheiben- und die Sitzheizung gehören zwar zu den bescheideneren Spritschluckern, trotzdem sollte die Sitzheizung nur in den ersten Minuten der Fahrt eingeschaltet werden. Ist der Motor warm und die Heizung gibt genug Wärme ab, bringt die elektrisch betriebene Sitzheizung keinen zusätzlichen Nutzen. Die normale Heizung reicht aus, die Motorwärme kostet nicht zusätzliche Energie. Ähnlich verhält es sich bei der Heckscheibenheizung: Sie sollte nur dann eingeschaltet werden, wenn die Scheibe tatsächlich beschlagen ist. In der Regel ist sie nach einigen Minuten wieder frei und die Heizung kann ausgestellt werden.

Nicht am falschen Ort sparen. Auch bei der Klimaanlage sollte man im Winter auf sparsamen Einsatz setzen – wegen des Mehrverbrauchs. Beim Entfrosten allerdings gilt: Bei feuchtem Wetter verhindert oder entfernt sie wirkungsvoll den Beschlag von den Scheiben. Kalte Luft enthält nämlich weniger Feuchtigkeit als warme. Der kurze Einsatz der Klimaanlage zur Enteisung kostet nach Erkenntnissen der Experten weniger Energie als langer Betrieb der Heckscheibenheizung oder des Gebläses.

Nicht blenden. Die richtige Beleuchtung gilt gerade in der Winterzeit als wichtig, weil sie Sicherheit bringt. Ein besonderer Fall ist aber die Nebelschlussleuchte: Sie darf nur bei Nebel und dann ausschließlich bei Sichtweiten unter 50 Metern leuchten. In solchen Fällen ist Tempo 50 vorgeschrieben. Wer also mit Nebelschlussleuchte schneller als 50 fährt, macht etwas falsch. Deshalb die Nebelbeleuchtung immer ausschalten, wenn sie nicht gebraucht wird, denn sie blendet den Hintermann.

Nicht hochstapeln. Nach dem Skiausflug die Dachbox gleich wieder abmontieren. Sie erhöht den Spritverbrauch bei 130 km/h durchschnittlich um zwei Liter auf 100 Kilometer. Das gilt ebenso für alle anderen Ladegüter: Unnötig mitgeführte Dinge im Kofferraum, unter den Sitzen oder in Ablagefächern erhöhen den Spritkonsum. Die Experten raten also: Alles Unnötige raus aus dem Auto. Auch Schneeketten müssen nur dann mitgenommen werden, wenn’s ins Gebirge geht.

Nicht durchdrehen. Bei glattem Asphalt steigen viele über Gebühr auf Gas. Durchdrehende Räder schädigen aber nicht nur die Umwelt, sondern sind überdies kontraproduktiv. Wer behutsam Gas gibt und vorsichtig losfährt, schont die Natur und kommt besser vom Fleck.

Nicht laufen lassen. Im Winter besonders beliebt – den Motor ständig laufen lassen. Beim Warten auf die Kinder vor der Schule, in der Schlange beim Drive-In oder vor Bahnübergängen. Das geht aber nicht nur zulasten der Umwelt, sondern auch auf Kosten der Motorlebensdauer: Im Leerlauf ist der Öldruck nämlich am niedrigsten, und der Verschleiß am höchsten.

Kommentare (1)

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kropfrob
4
8
Lesenswert?

Wieder mal ein Artikel, bei dem ...

... ein paar Wintersünden durch Wintermmärchen angeblich entschärft werden: 1. Ich kenne keine Heckscheibenheizung, die sich nach ein paar Minuten nicht automatisch abschaltet - also ist der Tipp zum Abschalten vöölig überflüssig. 2. Praktisch alle modernen Autos habe auch eine elektrische Frontscheibenheizung, die normalerweise innerhalb von wenigen Sekunden die Scheibe frei macht. 3. Nebelschlussleuchten dienen dazu, "das Fahrzeug bei dichtem Nebel, Schneefall, starkem Regen oder ähnlichen Bedingungen von hinten besser sichtbar zu machen", d.h. sie dürfen nicht nur bei Nebel eingeschaltet sein. 4. Schneeketten sind auch dann gut brauchbar, wenn man im Flachland in eine Schneeverwehung kommt - nicht nur im Gebirge.

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