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FahrverhaltenVorsicht bei der Beladung von Reisemobil und Wohnwagen

Die Ferien stehen unmittelbar bevor und viele Camper brechen mit Kind und Kegel zu Touren im In- und Ausland auf. "Genau wie bei jedem anderen Fahrzeug ist auch bei Reisemobil und Wohnwagen Sorgfalt beim Beladen geboten", erklärt Tomas Mehlmauer vom Österreichischen Camping Club (ÖCC).

Beim Urlaub mit Wohnmobilen muss man auf die richtige Gewichtsverteilung des Gepäcks achten © (c) Studio Photo AG - Fotolia (Antonio GAUDENCIO - contact@anto)
 

Die Ferien stehen unmittelbar bevor und viele Camper brechen mit Kind und Kegel zu Touren im In- und Ausland auf. "Genau wie bei jedem anderen Fahrzeug ist auch bei Reisemobil und Wohnwagen Sorgfalt beim Beladen geboten", erklärt Tomas Mehlmauer vom Österreichischen Camping Club (ÖCC). "Das zugeladene Gewicht und dessen Verteilung können große Auswirkungen auf die Fahrstabilität haben." Abgesehen davon sollte man das höchstzulässige Gesamtgewicht im Auge behalten – die Strafen bei Überladung können sehr hoch ausfallen. Der Camping-Experte hat die wichtigsten Tipps, um sicher und straffrei unterwegs zu sein:
 
Kapazität: Grundsätzlich sollte man beim Verstauen des Gepäcks die Beladungskapazität beachten – diese errechnet sich aus der Differenz zwischen Leer- und höchstzulässigem Gesamtgewicht. "Ein Blick in die Fahrzeugpapiere schafft Klarheit, wie viele Kilos mitgeführt werden dürfen. Man kann mit seinem Fahrzeug aber auch vor der Reise auf eine öffentliche Waage fahren, um so den Zuladewert zu ermitteln", rät Mehlmauer. Vorsicht beim Wohnwagen: Die zulässige Anhängelast des Zugwagens darf nicht außer Acht gelassen werden.
 
Gewichtsverteilung: Das Gewicht sollte rechts und links sowie vorne und hinten möglichst gleichmäßig verteilt sein. "Schwere Gegenstände, z. B. Vorzeltgestänge oder Konserven, gehören nach unten oder in die Stauräume nahe der Achse. Je tiefer der Schwerpunkt, desto besser die Straßenlage", so der ÖCC-Experte. Ebenfalls wichtig: Lose Gegenstände muss man fixieren, damit sie nicht zu gefährlichen Geschossen werden.
 
Dachträger und Heckgarage: Dachträger sind eher für leichte Zuladung ausgelegt. "Beispielsweise ist ein Surfbrett zwar sperrig, hat aber wenig Gewicht und kann daher mittels Dachträger transportiert werden", erklärt Mehlmauer. "Ähnliches gilt bei 'Heckgaragen' für Fahrräder und leichte Motorräder, bei denen das für die Hinterachse verträgliche Gewicht beachtet werden muss."
 
Stützlast: Wichtig ist auch die zulässige Stützlast von Wohnwagendeichsel und Anhängerkupplung. "Das Gewicht, das auf den Kugelkopf des Zugfahrzeuges drücken darf, ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren zu finden", hält der ÖCC-Experte fest. Darauf ist unbedingt zu achten, denn bei zu hoher Stützlast verringert sich die Belastung der Vorderräder am Zugwagen, sodass der Kontakt zur Fahrbahn nachlässt.
 
Unnötiger Ballast: Alles, was schwer ist, sollte man nicht unnötig mitnehmen. Es reicht z. B. so viel Frischwasser mitzunehmen, dass man die nächste Versorgungsmöglichkeit erreicht. Auch eine regelmäßige Entleerung des Abwassertanks spart unnötige Kilos.

Kommentare (5)

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turkequattro
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Fahre auch gesetzlich überladen

Habe ein 4t wohnmobil welches auf 3,5 zugelassen ist( schon vom Vorbesitzer) ich lasse dies so obwohl ich auch den c schein habe, einfach aus dem Grund das ich in Österreich die Go Box brauchen würde und mehr Maut zahlen würde als ein im gewerblichen Betrieb eingesetzter 26t lkw ( 31 Cent pro km !!! ) technisch kann mir keiner was anhaben nur von der Zulassung her

lupinoklu
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Maximal oder technisch zulässiges Gesamtgewicht bei Wohnmobilen!

Würden unsere Politiker mit Sonderschulniveau endlich einmal aufwachen und bei Wohnmobilen ein max. zulässiges Gesamtgewicht von 3850 bzw. 4000 kg bei für diese zugelassenen Mobilen(technisches Gesamtgewicht) in den Gesetzestext aufnehmen, wären ca. 80 % der neueren Wohnmobile über 6,5 Meter legalisiert. Die Alternative ist als Besitzer eines C1 Führerscheins das Mobil auf 3850 oder 4000 kg typisieren und dann auf 3500 kg ablasten lassen. Dann ist es im Falle des Falles nur eine nicht ordnungsgemäße Zulassung und keine Überladung man kann aber weiterfahren.
Leider kann man von unseren Brüssel-hörigen Lemmingen nicht wirklich eine für die jeweilige Interessensgruppe vernüftige Lösung erwarten !

5d659df496fc130dbbac61f384859822
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@lupinoklu

Auf diese sinnvolle Änderung können wir bei diesen Bürokraten lange warten! Meine Strategie ist eine andere.Habe auch ablasten lassen, fahre aber mit Führerschein B und Code 86. So kann ich im Kontrollfall bei einer festgestellten Überladung einen Anhänger mieten und mit 4,2 Tonnen Gesamtgewicht für das Gespann komme ich locker aus. Das gibt zwar eine zeitliche Verzögerung bei der Weiterfahrt. Aber das Theater passiert eh nur in Österreich und das auch eher selten.

tannenbaum
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Sinnloser Kommentar! Ein pisserl mitdenken, oder sind Sie FPÖ Fan, der sowieso alles kritisiert?

5d659df496fc130dbbac61f384859822
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@tannebaum

typischer "pisserl" Kommentar von einem Ahnungslosen.