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UnternehmensgründungMit diesen fünf Tipps starten Sie heuer durch

Wenn Sie ein eigenes Unternehmen gründen wollen, haben wir gute Nachrichten für Sie: 2020 wird Ihr Jahr. Wir haben fünf Tipps, mit denen nichts schief geht.

Das Ziel ist klar: Ein erfolgreiches 2020. Mit unseren Tipps schaffen Sie das! © stock.adobe.com
 

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Es gibt wohl kaum einen schöneren Zeitpunkt, um sich endlich selbstständig zu machen und sein eigenes Unternehmen zu gründen, als der Beginn eines neuen Jahrzehnts. Das beweisen übrigens auch die Zahlen: Laut Wirtschaftskammer gab es allein im Jahr 2018 nicht weniger als 30.285 Neugründungen – Tendenz steigend. Sie sind also in guter Gesellschaft, aber gerade nach einer Neugründung ist es aber gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten – immerhin gibt es genügend Deadlines, Termine und einfach unglaublich viel Neues, das jetzt ins Haus steht. Die gute Nachricht: Egal, welche Frage Ihnen gerade im Kopf herum schwirrt, das Gründerservice hat garantiert die passende Antwort. Wir haben fünf wertvolle Tipps für Sie gesammelt, mit denen 2020 definitiv ein erfolgreiches Geschäftsjahr wird.

1. Behalten Sie Ihre Deadlines im Auge

Ob es um den Sozialversicherungsbeitrag, diverse Steuern oder Förderungen geht – für Gründer sind Fristen und Deadlines ständige Begleiter. Das hört sich erstmal natürlich nicht besonders angenehm an, wenn Sie das Fristenkarussell aber erst einmal durchlaufen haben, wird es Ihnen immer leichter fallen, den Überblick zu bewahren. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie alle wichtigen Deadlines gewissenhaft notieren und sich gegebenenfalls Reminder setzen, damit auch nichts unter den Tisch fällt. Durch Steuern und Abgaben entsteht so eine Art Fristenrhythmus, der sich immer wiederholt. So sind SVA-Beiträge immer quartalsweise, also Ende Februar, Ende Mai, Ende August und Ende November fällig und können fix eingeplant werden. Geht es um Steuern, wird Sie die Zahl 15 auf allen Wegen begleiten, denn so gut wie alle Abgaben sind zur Monatsmitte fällig: Die Umsatzsteuer-Vorauszahlung am 15. des übernächsten Monats, Lohn- und Kommunalsteuer am 15. des Folgemonats und Einkommens- sowie Körperschaftssteuer jeweils am 15. Februar, Mai, August und November, also quartalsweise. Diesen Steuerkalender sollten Sie immer im Auge behalten und sich bei Unklarheiten gleich schlau machen, bevor Sie Terminstress bekommen.

Gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren im Fristenreigen. Erkundigen Sie sich bei Unklarheiten am besten gleich. Foto © stock.adobe.com

2. Suchen Sie sich die richtige Förderung

Für die allermeisten Gründer ist ein gutes Startkapital essenziell, aber gerade, wenn das eigene Business noch in den Kinderschuhen steckt, kann es noch nicht aus dem Cashflow finanzieren. Zum Glück gibt es gerade für Gründer zahlreiche Förderungen, die für die Finanzspritze an der richtigen Stelle sorgen. Fördergeber können die EU, der Bund oder auch die Bundesländer sein und auch hier ist gute Vorbereitung alles, denn bevor Sie eine Förderung beantragen, sollten Sie sich gut informiert und alle Unterlagen beisammenhaben. Unterstützung finden Sie in so gut wie allen Bereichen, über sämtliche Branchen hinweg – von E-Mobilität über den Fernwärmeanschluss bis hin zu Innovationsprojekten ist für so gut wie alle Bedürfnisse etwas dabei. Sie sollten also unbedingt der Förderdatenbank der Wirtschaftskammer einen Besuch abstatten. Tipp: Das Austauschprogramm Erasmus kennen Sie vielleicht noch aus dem Studium, aber wussten Sie, dass es auch von Jungunternehmern genutzt werden kann? Wenn Sie also im Ausland Erfahrungen für Ihr Business sammeln wollen, ist das Ihre Chance.

Gründen macht glücklich – mit der passenden Förderung umso mehr. Foto © stock.adobe.com

3. Das ist neu 2020: Kleinunternehmen werden neu definiert

2020 bringt für Unternehmer einige Neuerungen. Grund dafür ist der erste Teil der Steuerreform, die erst im September im Nationalrat beschlossen wurde. Die wohl größte Änderung betrifft Kleinunternehmer, weil die Umsatzgrenze ab 1.1.2020 von 30.000 auf 35.000 Euro angehoben wird, Sie können ab dem neuen Jahr also 5.000 Euro mehr Umsatz machen und trotzdem noch als Kleinunternehmen gelten. Wenn Ihr Umsatz also unter 35.000 Euro liegt, können Sie ab 2020 45% der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben geltend machen (Achtung: für Dienstleistungsbetrieben sind es 20%). Geringwertige Wirtschaftsgüter, also Anschaffungen für Ihr Business wie Laptops, Tablets, Smartphones und vieles mehr, können nun bis zu einem Wert von 800 Euro noch im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden, anstatt der bisherigen 400.

Unser Tipp: Bleiben sie up to date, was aktuelle Änderungen betrifft. Ihr erster Ansprechpartner kann das Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten

Vor allem für Kleinunternehmen gibt es 2020 Neuerungen. Foto © stock.adobe.com

4. Auf Du und Du mit der SVA: keine Angst vor dem verflixten dritten Jahr

Noch so ein Thema, das Sie in Ihrem Leben als Gründer und Unternehmer ständig begleiten wird, ist die Sozialversicherung. Wie bei allem anderen ist es natürlich auch hier wichtig, dass Sie nicht den Überblick verlieren. Die Beiträge für die Sozialversicherung setzen sich aus Pensions- und Krankenversicherung sowie der Selbstständigenvorsorge zusammen und macht insgesamt 27,68% vom vorläufigen Nettogewinn aus, hinzu kommt ein Fixbetrag für die Unfallversicherung von 9,79 Euro monatlich. Eine gute Faustregel ist also, wenn Sie sich gut ein Viertel Ihres Gewinns sofort für die Sozialversicherung zur Seite legen. Das ist im ersten Moment natürlich eine Hausnummer, sorgt aber auch dafür, dass Sie versorgt sind, wenn Ihnen ein Unfall passiert oder Sie krank werden und senkt nebenbei auch Ihre Steuerlast. Als Neugründer müssen Sie in den ersten beiden Jahren nur den Mindestbeitrag zahlen, quasi als Zuckerl für den erfolgreichen Start. Im dritten Jahr wird dafür nachgerechnet und dann sind oft Nachzahlungen fällig. Auch dafür sollten Sie also unbedingt von Anfang an Geld auf die Seite legen, gegebenenfalls können Sie auch freiwillig höhere Beiträge vorauszahlen. So brauchen Sie vor dem verflixten dritten Jahr keine Angst haben.

Tipp: Wussten Sie, dass Sie Ihren Selbstbehalt bei Arztbesuchen reduzieren können? Durch eine jährliche Gesundenuntersuchung können sie Ihren Selbstbehalt von 20 auf 10% senken, wenn Sie bestimmte Ziele erreichen.

Mit ausreichend Rücklagen ist die Nachbemessung der SVA im dritten Geschäftsjahr kein Grund zur Panik. Foto © stock.adobe.com

5. Behalten Sie den Überblick im Rechtsformen-Dschungel

Sind Sie lieber ganz auf sich allein gestellt, oder eher ein Teamplayer? Diese Frage steht am Anfang einer der wichtigsten Entscheidungen, wenn es um Ihre Unternehmensgründung geht. Die Wahl der Rechtsform entscheidet nämlich darüber, ob Sie für alles selber verantwortlich sind oder die Pflichten, damit aber auch den Gewinn, mit anderen teilen. Grundsätzlich gibt es hier kein Allheilmittel: Ob Sie ein Einzelunternehmen, eine OG, KG oder GmbH gründen, hängt ganz von Ihrer individuellen Situation ab. Hier kann es auch sein, dass Sie selbst keinen Gewerbeschein besitzen. In diesem Fall würden Sie einen Geschäftspartner benötigen, der die gewerberechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Ein weiterer Vorteil: Im Team steuert jeder sein ganz persönliches Know-how bei, so kann sich das Unternehmen dynamischer entwickeln. Dagegen sind Sie als Einzelunternehmer zwar selbst für alles verantwortlich, können Entscheidungen aber meist schneller treffen und sind unabhängiger. Falls Sie große Pläne für die Zukunft haben ­– und ganz ehrlich: Welcher Gründer hat sie nicht – ist aber nichts in Stein gemeißelt und Sie können sich auch später noch durch eine Neugründung mit anderen zusammentun.

Im Team oder alleine? Eine wichtige Frage bei der Wahl der Rechtsform. Foto © (c) harbucks - stock.adobe.com

Durchstarten im neuen Jahrzehnt

Sie haben noch Fragen zu Ihrer Unternehmensgründung? Die Experten vom Gründerservice und der Jungen Wirtschaft sind immer für Sie da.

Entstanden in Zusammenarbeit mit der Jungen Wirtschaft Kärnten.

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