Angebot erweitert So will Renault selbstfahrende E-Autos massentauglich machen

Renault setzt in den kommenden fünf Jahren verstärkt auf selbstfahrende und Elektro-Autos.

Renault-Chef Carlos Ghosn
Renault-Chef Carlos Ghosn © AP
 

Renault setzt in den kommenden fünf Jahren verstärkt auf selbstfahrende und Elektro-Autos. Bis zum Jahr 2022 sollten insgesamt 23 verschiedene Modelle vorgestellt werden, sagte Konzernchef Carlos Ghosn bei der Präsentation des neuen Strategieplans "Drive the future" in Paris. Bei 15 von ihnen soll es sich um autonome Fahrzeuge handeln.

Insgesamt will Renault nach seinen Worten in den kommenden fünf Jahren 18 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung investieren.

Der französische Autobauer will seine Fahrzeuge in den kommenden Jahren weitgehend auf eine gemeinsame technische Basis mit seinen Partnern Nissan und Mitsubishi stellen. Bis 2022 sollten 80 Prozent der verkauften Renault-Fahrzeuge auf gemeinsamen Plattformen aufbauen, sagte Ghosn. 2016 seien es etwas mehr als 20 Prozent gewesen. Dies soll dazu beitragen, Entwicklungs- und Herstellungskosten zu drücken. Als Plattform wird die technische Basis eines Autos bezeichnet, auf der dann verschiedene Modelle basieren können

Im Jahr 2022 strebt Renault eine Steigerung der Verkaufszahlen um 44 Prozent auf dann fünf Millionen Fahrzeuge an. Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller 3,47 Millionen Autos. Außerhalb von Europa will Renault den Absatz nach Angaben des Konzernchefs verdoppeln und die Verkäufe auf dem weltweit größten Automobilmarkt in China "beschleunigen". Der Umsatz soll von 51 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf mehr als 70 Milliarden Euro wachsen.

"Weitere Länder erschließen"

"Renault beginnt nun, die Elektromobilität in den Massenmarkt auszurollen und weitere Länder zu erschließen", sagte Frank Schwope von der NordLB. Alle großen Autobauer haben in den vergangenen Wochen neue Modelle mit Elektromotoren angekündigt. Die Hersteller reagieren damit auf den Druck vieler Länder, die Schadstoff-Emissionen zu reduzieren. Länder wie Indien, Frankreich oder Großbritannien wollen Verbrennungsmotoren ab 2030 oder 2040 ganz verbieten. In China, wo weltweit die meisten Autos verkauft werden, fordert die Regierung ab 2019 eine Mindestquote für den Verkauf von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen.

In seinem neuen Fünf-Jahresplan kündigte Ghosn auch an, die Ertragskraft von Renault in Ländern wie Russland, China, Brasilien, Indien und Iran zu steigern. Dazu soll auch die Billigmarke Dacia beitragen, die weiter kräftig wächst. Der Anteil von einfachen Fahrzeugen zu Preisen, die für die Massen erschwinglichen sind, am Gesamtabsatz soll zunehmen. Damit will Renault den weltweiten Absatz in den nächsten Jahren um 44 Prozent auf mehr als fünf Millionen Fahrzeuge hieven.

Investitionen von 18 Milliarden Euro

Renault kündigte Investitionen von 18 Mrd. Euro in neuen Techniken und Modelle an. Durch die Nutzung gemeinsamer Plattformen und Techniken in der Allianz mit den beiden japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi wollen die Franzosen 4,2 Mrd. Euro einsparen. 80 Prozent der Fahrzeuge sollen sich künftig eine gemeinsame Architektur teilen.

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tannenbaum
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Hört bitte endlich mit diesem Unsinn auf, selbstständig fahrende Autos zu entwickeln! Das braucht kein Mensch! Legt alle Kraft in die Entwicklung sinnvoller Akkus. Der Akku der Zukunft sollte wenn möglich für eine Reichweite von 1000 km ausgelegt sein, und dabei nicht schwerer und größer als ein fünfzig Liter Tank für ein Dieselmodell der Kompaktklasse sein. Also, Ingenieure, lässt die Köpfe für sinnvolle Dinge rauchen!

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styrianprawda
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@tannenbaum

"Wir alle leben unter dem selben Himmel,
es haben nur nicht alle den selben Horizont".

Autonomes Fahren ist ein wichtiger Schritt zu einem geänderten Mobilitätsverhalten, die Substitution von Verbrennungskraft- durch Elektromotoren jedoch nicht.
Oder meinen Sie etwa, dass es bloß durch E-Autos weniger Stau gibt?

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scionescio
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Akkus sind und bleiben eine Übergangstechnologie bzw ein Sackgassenkonzept ...

... bei der Energiedichte fehlt noch der Faktor 20 und jede Schnell-Ladung lässt den Akku stark altern - der eGolf im Fuhrpark braucht mittlerweile schon eine Stunde länger beim Laden, beim Leaf ist es ähnlich ... gleichzeitig sinkt die Reichweite bei vollem Akku auch schon merklich (aber das kennt ja jeder auch von seinem Handyakku)

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