ÖAMTC warnt vor WertverlustDiesel-Pkw: Autofahrer verlieren Milliarden

ÖAMTC-Umfrage: Autofahrer fürchten Rückgang des Wiederverkaufswertes von einem Viertel.

THEMENBILD: ABGASMESSUNG IM RAHMEN EINER PARAGRAPH 57A BEGUTACHTUNG
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Österreichs Autofahrer sind aufgrund der Diskussion über ein Auslaufen des Verbrennungsmotors verunsichert. Zwei Drittel fürchten, dass ihre fahrbaren Untersätze dadurch an Wert verlieren könnten - im Schnitt um ein Viertel -, zeigt eine Umfrage unter 1.400 ÖAMTC-Mitgliedern.

Derzeit sei der Pkw-Bestand in Österreich 42 Mrd. Euro wert, bei einem Rückgang des Wiederverkaufswerts um ein Viertel würden die österreichischen Autofahrer "ohne eigenes Zutun" 10 Mrd. Euro verlieren, rechnete Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, in einer Aussendung vor. Der ÖAMTC fordere daher von der neuen Bundesregierung, "eine unbeschränkte Weiterfahr- und Weiterverkaufsgarantie für Bestandsfahrzeuge" – unabhängig von künftigen Eingriffen in die Nutzung von Verbrennungsmotoren. Unter den befragten ÖAMTC-Mitgliedern seien zwei Drittel für einen unbeschränkten Vertrauensschutz und nur ein Prozent für ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Stichtag.

Auch Marktzahlen der Automarkt-Analysten von Eurotax ergäben, dass der Wiederverkaufswert von Dieselfahrzeugen seit Beginn des VW-Skandals um rund dreieinhalb Prozent gesunken ist, so der ÖAMTC. Fast die Hälfte des Wertverlustes habe seit August stattgefunden, obwohl in Österreich keine konkreten Fahrverbote drohten. "Das zeigt, wie sensibel der Markt reagiert und welches Potenzial an Wertvernichtung die unbedachte Diskussion über das Ende von Verbrennungsmotoren in sich birgt", so der ÖAMTC-Vertreter.

 

Kommentare (6)

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Teki
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Habe ich vor paar Jahren schon prognostiziert

dass man Verbrenner bald kaum mehr verkaufen wird können, die Preise verfallen.
Jede, die clever ist, kauf nur mehr Elektro. Teslas verlieren kaum an Wert über die Jahre. Die Nachfrage nach Gebrauchten wird so hoch sein, weil an den Autos nichts kaputt geht.
Bei Verbrennern schlagen sich nun zwei Probleme auf den Preis: erstens will keiner mehr Verbrenner fahren und zweitens sind Verbrenner nach 100.000 km unbeliebt, weil ständig in der Werkstatt und ab 150.000 km meist schrottreif. Bei guten E-Autos (wie Tesla) ist nach 200.000 km keine merkliche Abnutzung zu erkennen.

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CuiBono
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@eleasar

Nichtgenügend - setzen.

Sie verfehlen das Thema!
Es geht hier ausschließlich um den jahrelangen vorsätzlichen Betrug an Kunden, Gesetzgebern und Umwelt zum Behufe der Gewinnmaximierung.

In den USA werden Milliarden an Schadengutmachung und Strafen gezahlt, verantwortliche Manager zu jahrelangen Haft- und Geldstrafen verurteilt.
Hier in Europa passiert nichts dergleichen. Da werden die verbrecherischen Aktivitäten einvernehmlich durch Politik, Industrie, Anteilseignern und Justiz gedeckt und marginalisiert.
Sämtliche vereinten Mafiosi dieses Planeten sind ein Kindergartenverein dagegen.

Und dann - geschätzter eleasar - kommen Naivlinge wie Sie und relativieren aus was-weiss-ich für welchen Motiven. Haben Sie JETZT kapiert, worum es geht?

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loa82
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Wertverlust

Die Amerikaner zeigen es vor wie es gemacht werden sollte und fordern Milliarden und bringen sogar einen verantwortlichen in den Häfn. Was geschieht bei uns, aus Angst um das vielleicht der eine oder andere Auftrag Storniert werden könnte soll lieber der Autobesitzer den Wertverlust selbst tragen, dass nennt man Kapitulation bzw sind es Angsthasen.

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Lamax2
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Absolut kein Vorbild

Die Amerikaner verbrennen wahrscheinlich im Verhältnis wesentlichmehr fossile Brennstoffen als die Europäer. Es ist simpl ein Wirtschaftskrieg und reines Pharisäertum.

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CuiBono
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@Lamax2

Auch Sie verfehlen das wahre Thema.

Was hat Ihr an den Haaren herbei gezogener "fossiler Brennstoffverbrauch" mit dem aus purer Profitgier vorsätzlich geplant und jahrelang durchgeführten Abgaswertebetrug des VW-Konzerns - und wohl auch von Mitbewerbern - zu tun?

Bleiben Sie bitte beim Thema.
Danke.

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eleasar
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Wenn man einerseits das Potenzial an Wertvernichtung ...

als Folge einer Diskussion über Verbrennungsmotoren aufzeigt, sollte man andererseits auch das Potenzial an Lebensraumvernichtung durch Luftverschmutzung, Lärm, Ressourcenverbrauch, Platzverbrauch etc ansprechen.

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