Steueroasen Diese Staaten sind auf der schwarzen Liste der EU

Die EU-Finanzminister haben eine schwarze Liste mit 17 Steueroasen beschlossen.

Bahrain

Der arabische Wüstenstaat Bahrain ist neben seinem Ölreichtum für den Formel-1-Gran-Prix und sein autoritäres Regime bekannt. Am Austausch von Steuerdaten ist man nicht interessiert.

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Barbados

Der Inselstaat Barbados in der Karibik ist ein echtes Steuerparadies. Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen. Mit Steuerdeals versucht das Land zusätzliche Devisen anzulocken. Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elisabeth II.

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Grenada

Der nächste Karibikstaat auf der schwarzen Liste ist Grenada. Als ehemalige britische Kolonie ist auch hier die britische Königin Elisabeth II das offizielle Staatsoberhaupt. Die Wirtschaft der Kleine-Antillen-Insel hängt stark vom Tourismus ab.

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Guam

Wir wechseln den Ozean und auch das Staatsoberhaupt. Die Insel Guam im Pazifik ist ein nicht inkorporiertes Territorium der USA. Staatsoberhaupt ist US-Präsident Donald Trump. Das Land lebt vor allem von den Stützpunkten der US-Air-Force. Austausch von Steuerdaten mit der EU sind da nicht so wichtig.

APA/AFP/MAR-VIC CAGURANGAN

Marshallinseln

Wir bleiben im Pazifik und gewissermaßen bei den USA. Die Marshallinseln waren bis 1979 Teil der Vereinigten Staaten. Hier liegt das berühmte Bikini-Atoll, das von den USA für Kernwaffentests benutzt wurde. 1979 wurde der Staat zwar formell unabhängig, ist aber weiterhin stark auf die USA angewiesen. Die USA sind weiterhin militärisch auf den Inseln präsent und stellt für den Zeitraum 2014 bis 2023 jährlich 62,7 Millionen Euro an Unterstützung bereit. Den Austausch von Steuerdaten mit der EU ist hier zweitrangig.

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Macau

Gegenüber von Hong Kong gelegen, fiel auch die ehemalige portugiesische Kolonie Macau 1999 an China zurück und wurde zur Sonderwirtschaftszone. Seitdem hat sich die Stadt zum Las Vegas Chinas entwickelt. Dementsprechend zurückhaltend ist man hier mit Finanzauskünften.

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Mongolei

Weder Insel noch Paradies ist die Mongolei. Als klassisches Ziel für Steuerflucht ist der Steppenstaat zwar nicht bekannt, allerdings weigert sich die Mongolei Finanzdaten mit der EU auszutauschen.

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Namibia

Oasen gibt es bekanntlich in Wüsten und davon hat Namibia viele. Mit der Nennung auf der Schwarzen Liste ist auch klar, dass die ehemalige deutsche Kolonie im Süden Afrikas auch eine Steueroase ist.

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Palau

Vor allem bei Tauchern ist der Inselstaat Palau ein beliebtes Reiseziel. An den Riffen lassen sich Haie beobachten. Finanzhaie nutzen den Pazifik-Staat als Steueroase.

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Panama

Der Panama Kanal ist die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Doch längst nicht die Einzige. Die Enthüllungen der Panama-Papers haben gezeigt, dass auch Steuerflucht ein wichtiger Wirtschaftszweig ist.

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Samoa

Der Inselstaat im Pazifik war bis 1962 Teil von Neuseeland. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Handelspartner sind vor allem Australien und Neuseeland. Am Austausch von Finanzdaten mit der EU besteht wenig Interesse.

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Amerikanisch Samoa

Östlich von Samoa liegt der Inselstaat Amerikanisch Samoa. Der Staat ist, wie der Name schon sagt, Teil der USA. Allerdings sind die Samoaner keine US-Bürger. Datenaustausch mit der EU gibt es keinen.

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St. Lucia

Auch die Karibikinsel St. Lucia landet auf der Schwarzen Liste der EU. Die ehemalige britische Kolonie lebt größtenteils vom Tourismus. Wichtige Exportprodukte sind auch Bananen.

By Roitner (reisedoktor.com) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Trinidad und Tobago

Karibikstaaten sind besonders oft auf der Schwarzen Liste der EU gelandet. Da macht Trinidad und Tobago keine Ausnahme. Abseits vom Steuerflucht-Business hat der Inselstaat auch namhafte Erdgasvorkommen. 45 Prozent des BIP kommen aus der Verflüssigung von Erdgas.

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Tunesien

Mit Tunesien landet auch ein direkter EU-Nachbar auf der Schwarzen Liste. Das Land ist noch mit der Bewältigung des Arabischen Frühlings beschäftigt und kann sich wohl um Dinge wie Finanzdatenaustausch nicht kümmern.

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Vereinigte Arabische Emirate

Städte wie Dubai oder Abu Dhabi gelten als Finanzmetropolen des Nahen Osten. Nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate auf der Schwarzen Liste der EU gelandet sind, dürfte dieses Image nun deutlich angekratzt sein.

(c) AFP (STRINGER)

Südkorea

Überraschenderweise landet auch Südkorea auf der schwarzen Liste der EU. Trotz umfangreichen Handelsabkommen gibt es wohl keinen ausreichenden Austausch von Finanzdaten mit der EU.

APA/AFP/ED JONES
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