Aufsperren per AppDas Handy als virtueller Autoschlüssel

Der Autoschlüssel wird durch das Handy abgelöst - da sind sich Experten sicher. Das System soll sogar eine Protokollfunktion haben, mit der nachgewiesen werden kann, wer den Pkw wann fuhr. Versicherer fordern nun einen Sicherheitsstandard für die neue Technik.

© Fotolia/Piotr Adamowicz
 

Europas größter Versicherer Allianz fordert einen einheitlichen Sicherheitsstandard für die erwartete Ablöse des Autoschlüssels durch das Handy. In den nächsten drei bis fünf Jahren werde sich die Verwendung des Mobiltelefons als "virtueller Autoschlüssel" durchsetzen, prophezeien Fachleute.

Damit davon nicht Autodiebe profitieren, plädiert der Konzern dafür, die Sicherheitsanforderungen für die Autoindustrie festzuschreiben. Als erster Hersteller bietet derzeit Mercedes die Verwendung des Smartphones als Autoschlüssel an. "Wir glauben, dass das in drei, vier, fünf Jahren auf breiter Basis angeboten wird", sagte Christoph Lauterwasser, der Leiter des Allianz-Zentrums für Technik.

Zu den Forderungen der Allianz gehört, dass der virtuelle Fahrzeugschlüssel nicht kopierbar sein soll. Nur der Halter oder eine andere verantwortliche Instanz sollen Fahrberechtigungen für weitere Handys erteilen können - und diese auch wieder einkassieren können. Datenübertragung zwischen Handy und Auto soll durch besonders starke Verschlüsselung geschützt werden. Das System soll nach Allianz-Vorstellungen außerdem eine Protokollfunktion haben, mit der nachgewiesen werden kann, wer das Auto wann fuhr.

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