Start-up MikmeSie wollen weltweit den Ton angeben

Staatspreis und Millioneninvestment: Der Steirer Philipp Sonnleitner und sein Team von Mikme sorgen mit ihrem kabellosen Studiomikrofon samt Rekorder für Aufsehen.

© MIKME
 

Musiker, Filmemacher, Blogger, Reporter, Youtuber – die Adressatengruppe ist groß. Und das Produkt kommt an. Mit dem „Mikme Microphone“ hat der Steirer Philipp Sonnleitner mit seinem Team ein kabelloses Studiomikrofon mit integriertem Audiorekorder und App-Anbindung entwickelt. Neben den „inneren Werten“ weiß man auch optisch zu überzeugen. Gerade konnten Sonnleitner und Designer Manuel Gattinger im Wiener Museumsquartier den Staatspreis für Design entgegennehmen. Sonnleitner arbeitete vor der Start-up-Gründung acht Jahre lang beim Mikrofonhersteller AKG, davon fünf als Produktmanager.

„Ich bin auch designverliebt, für uns war von Beginn an klar, dass wir uns auch optisch abheben wollen. Wir haben uns gefragt, warum alle Mikrofone wie eine Gurke aussehen, und wollten das ändern.“
Bei Mikme gehe es nicht nur um die Hardware, also das Mikme Microphone, „sondern darum, wie man schnell und einfach hochqualitative Audio- und Video-Inhalte aufnehmen, produzieren und teilen kann. Immer und überall mit dem Smartphone“, so Sonnleitner.

 

Staatspreis Design: Philipp Sonnleitner und Manuel Gattinger
Staatspreis Design: Philipp Sonnleitner und Manuel Gattinger Foto © BMWFW/M.Silveri

Mit Mikme können Soundfiles auf Knopfdruck und mobil in Studioqualität aufgenommen werden. Die Aufnahmen werden automatisch synchronisiert und kabellos an die eigene „Creator App“ geschickt, wo sie weiterbearbeitet und sofort veröffentlicht werden können. Der eingebaute Flashspeicher erlaubt bis zu 360 Stunden Aufnahme. Neben diesen funktionalen Highlights sorgt aber eben auch das Design für Lobeshymnen, wie man der Jury-Begründung beim Staatspreis entnehmen konnte. Das Design erinnere an Mikrofone der 1950er-Jahre, „wobei Vintage-Elemente als zeitgemäße, portable Form interpretiert wurden“. In Interviewsituationen punkte das Mikrofon durch seine Unaufdringlichkeit.

Fokus auf EU und USA

Das Start-up hat derzeit einen Lauf, denn einige Wochen vor der Prämierung konnte auch auf wirtschaftlicher Ebene ein Coup gelandet werden. Nachdem Mikme bereits 2015 über eine Investmentrunde auf der Plattform Indiegogo 400.000 US-Dollar einsammeln konnte, wurde man heuer im Sommer mit Speedinvest handelseins. Der Fonds sowie Ko-Finanzierer aus dessen Umfeld sind mit 1,6 Millionen Euro eingestiegen.

Philipp Sonnleitner
Foto © MIKME

Mit dem frischen Kapital soll vor allem die Expansion in Europa und den USA angetrieben werden. Sonnleitner war gerade für zwei Wochen in Nordamerika, dieser Tage veröffentlichen zahlreiche große Blogs und Magazine Testberichte. Ab sofort gibt es zudem die neue Mikme Recording App, die es erlaubt, mit der internen Smartphonekamera Videos aufzunehmen – und zeitgleich drahtlos via Mikme Microphone auch den Ton. „Die App synchronisiert dann das Audiofile vom Mikme Microphone in Echtzeit mit dem vom Smartphone aufgenommen Video“, so Sonnleitner.

 

Infos und Videos zu MIKME

Das Start-up Mikme besteht derzeit aus einem Team von zehn Mitarbeitern und ist in Wien beheimatet.

Infos zu Mikrofon und App gibt’s unter
www.mikme.com

Video zur Funktionsweise:
-> Produkteinführung
-> "Mikme Sessions"
-> Kabellose Audio-Aufnahme für Smartphone-Videos

 

„Damit ist es möglich, hochprofessionelle Smartphone-Videos zu erstellen, wir lösen das Problem der schlechten Tonqualität bei iPhone-Videos.“ Bis jetzt sei das nur mit Studiomikrofonen mit Preisen ab 1000 bis 2000 Euro möglich gewesen. „Und nur mit sehr vielen Kabeln und externem Equipment.“ Sonnleitner berichtet u. a. von „großem Interesse bei den weltgrößten TV-Stationen und Medienunternehmen“.

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