2 Minuten 2 MillionenWie ein Tisch ein Handy lädt

Der junge St. Veiter Georg Kogler hat einen Tisch erfunden, der per Fotovoltaik das Smartphone mit Sonnenenergie lädt. Er ist heute bei der Start-up-Show "2 Minuten 2 Millionen".

Ein Tisch, der Smartphones mit Sonnenenergie lädt © Kogler
 

Olivenholz, Edelmetall, Glas und Fotovoltaik-Module: Einen Tisch für die Gastronomie mit diesen „Bausteinen“ gab es, ist Georg Kogler überzeugt, so noch nie. Der junge St. Veiter wusste das zu ändern und gab der Welt einen hippen Solartisch. 2017 begann der Absolvent der Fachschule für Elektrotechnik in Weiz, erste Prototypen zu bauen.

Das Ziel des 20-Jährigen: beim Besuch im Kaffeehaus das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Und neben dem eigenen Durst den Hunger des Smartphones nach Energie zu stillen. Sein Solartisch, den er mittlerweile auf seiner Website gk-electrics.com vermarktet, ist ein Alleskönner. Moderne Handys werden über Induktion geladen, für ältere Modelle stehen Kabel unter dem Tisch bereit.

Die indirekte Beleuchtung und eine integrierte Musicbox lassen den Tisch quasi zum Hightech-Erlebnis werden. Das hat natürlich seinen Preis: Rund 1500 Euro kostet die kleinere Ausführung mit den Maßen 78 mal 78 Zentimeter. „Über Skaleneffekte wird der Preis sicher sinken, je mehr ich erzeuge, umso billiger wird er.“

Georg Kogler ist heute bei der Puls-4-Start-up-Show "2 Minuten 2 Millionen" Foto © Kogler

Der fesche Tisch ist zudem ein echter Kärntner: Die PV-Oberfläche stammt von Energetica in Viktring, das Edelstahlgestell wird bei Auer-Maschinenbau in Passering erzeugt. Nicht nur in Gastgärten soll der neue Solartisch Standfestigkeit beweisen, auch Privaten soll bald daheim das (Handy-)Licht aufgehen, hofft Kogler.

Wie schnell sich seine neuartigen Stromtankstellen verbreiten, wird sich wohl schon heute Abend entscheiden: Da tritt der junge Kärntner, der derzeit ein Kolleg für erneuerbare Energie in Wien besucht, im Fernsehen auf. Bei der Puls-4-Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ ringt er ab 20.15 Uhr mit vier weiteren Jungunternehmern um einen Investment-Zuschlag.

Den Prozess für den Musterschutz hat Kogler bereits eingeleitet. Und weitere Ideen werden beim Ein-Mann-Start-up „GK Electrics“ bereits ausgebrütet: Etwa eine PV-Fassade, die den Strom vom Gebäude ins Haus leitet.

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