Designfehler bei IntelWarum Computer bald viel langsamer sein werden

Ein schwerer Designfehler beim Chiphersteller Intel macht ein Update nötig, dass die Performance von Computern um bis zu 30 Prozent reduziert.

Es gibt einen schwerwiegenden Fehler in Intel-Prozessoren
Es gibt einen schwerwiegenden Fehler in Intel-Prozessoren © AP/dapd
 

Sicherheitsforscher haben in Chips von Intel einen gravierenden Fehler entdeckt, der nach der Behebung zu einem spürbaren Performanceverlust bei Personal Computern mit einer Intel-CPU führen könnte. Der schwerwiegende Designfehler, durch den PC-Systeme möglicherweise gekapert werden können, könne nur durch umfassende Änderungen an Betriebssystemen wie Windows oder Linux ausgebügelt werden.

Wie das Technikportal "The Register" am Mittwoch berichtete, könne dies zu massiven Leistungseinbußen führen. Wie sehr die Systeme unter einem Sicherheitspatch zu leiden haben, blieb am Mittwoch noch unklar. Während "The Register" je nach Anwendung und Prozessor mit Leistungseinbußen von bis zu 30 Prozent rechnet, war in anderen Berichten von deutlich geringeren Werten die Rede. Chips von Intel-Konkurrent AMD sind dem Vernehmen nach nicht von dem Designfehler betroffen.

Wird die Lücke auf den betroffenen Systemen nicht geschlossen, könnte Nutzersoftware auf eigentlich geschützte Daten im Betriebssystem-Kernel zugreifen und damit auch Passwörter oder andere verschlüsselte Daten auslesen. Normalerweise werden diese Speicherbereiche vor Anwendungssoftware versteckt. Genaue Angaben von Intel zu der Fehlerbeseitigung und den möglichen Auswirkungen auf die Leistung eines PCs mit einer Intel-CPU gibt es noch nicht. Fachleute rechnen aber nach einem Update mit Leistungseinbußen, weil das Betriebssystem dann den Chip zwingt, zusätzliche Arbeitsschritte auszuführen, um einen Zugriff fremder Programme auf die gesperrten Speicherbereiche zu verhindern.

Kommentare (4)

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livius
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Klage möglich?

Ich frage mich, ob es möglich ist, Intel zu klagen, da ein Prozessor mit Leistungseinbußen von bis zu 30 % nicht von mir gewollt war!

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microfib
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Leistungseinbußen von bis zu 30 %

Die wird kein Normalanwender spüren, ob jezt eine Anwendung um ein paar Millisekunden länger braucht, wird keiner mitbekommen. Außerdem ist die Rechenleistung nicht nur vom Prozessor alleine abhängig (Grafikkarte usw.) Wenn Ihr PC vollgemüllt mit unnützen Daten ist, wird der stärkste Prozesseor etwas helfen. Und solange Sie nicht eine Auslastung der CPU (80-90%) haben, gibt es sowieso keine merkbaren unterschiede.

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foobaz
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das koennte man beim Dieselskandal auch sagen

Fakt ist, ich bekomme nicht das wofuer ich bezahlt habe. Das ist in letzter Konsequenz immer Betrug.

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lance
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@foobaz

Natürlich bekommst du das was du bezahlt hast. Der Prozessor arbeitet nach wie vor mit der selben Taktrate. Nur bremst die Software in bestimmten Anwendungsfällen den Prozessor mit zusätzlichen Befehlen ein wenig aus. Bei "normalen" PCs wird man wohl nichts davon bemerken. Bei Rechenzentren ist das natürlich eine andere Geschichte. Geh aber nicht davon aus, dass du so etwas betreibst ;-)

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