Minus 10,7 ProzentArbeitslosigkeit in der Steiermark: Aktion 20.000 hat geholfen

Von der robusten Konjunktur profitiert die steirische Industrie besonders stark. Das Bundesland verzeichnet den zweitstärksten Rückgang bei den Jobsuchenden.

In der Steiermark sinkt die Arbeitslosigkeit
In der Steiermark sinkt die Arbeitslosigkeit © KLZ/Jürgen Fuchs
 

In der Steiermark ist die Zahl der Jobsuchenden (Arbeitslose und Schulungsteilnehmer) im Dezember um 10,7 Prozent gesunken. Im Bundesländerranking ist nur Tirol etwas besser. "Damit setzt sich der Trend dieses Jahres weiter ins Positive fort und hat sich gegen Ende des Jahres sogar verstärkt", resümiert der steirische AMS-Chef Karl-Heinz Snobe.

Konkret waren 55.056 Personen arbeitslos gemeldet oder in einer Schulung. Ein Minus von 6619 Personen. Auch die Zahl der Lehrstellensuchenden sank um 27,3 Prozent auf 808 Betroffene. Dem stehen 538 gemeldete offene Lehrstellen gegenüber. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,6 Prozent (nationale Berechnung).

>> Kritik an Aus für Aktion 20.000 und Beschäftigungsbonus

Von der robusten Konjunktur mit höchster gemessener Beschäftigung zu einem Jahresende profitieren vor allem Männer, junge Jobsuchende und Inländer. Betrachtet man die Branchen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten im Bereich "Herstellung von Waren" (-20,1 Prozent) und "Verkehr und Lagerei" (-20,8 Prozent). Den stärksten Anstieg an offenen Stellen gab es im Baugewerbe (+107,8 Prozent) und bei "Herstellung von Waren" (+85,7 Prozent)

Nach Bezirken betrachtet sinkt die Arbeitslosigkeit in der Weststeiermark und in Weiz am stärksten. "In Voitsberg und in Deutschlandsberg hat uns die Pilotierung der Aktion 20.000 sehr geholfen", erklärt Snobe. 227 Personen fanden über die jetzt beendete Förderaktion befristete Arbeit bei Gemeinden oder gemeinnützigen Vereinen. Diese Jobs scheinen bis Mitte 2019 ungefährdet zu sein. 

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Kommentare (2)

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bond007
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Aktion 20.000 hat geholfen?

Also wenn man jetzt behauptet, dass die Aktion etwas gebracht hat, kann die Zahlen nicht richtig deuten. Und die Zeitung verschweigt das auch. Denn 2015 waren ca. 11.485 über 50er arbeitslos. Davon wurden durch die Aktion 20.000 ca. 200, oder sagen wir max. 250 eingestellt. Das sind ca. 2% aller 50 jähriger Beschäftigter. Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege aber man sieht: Es hat wirklich nichts gebracht: "global" gesehen. Da wären andere Maßnahmen angebracht um die Quote zu erhöhen. Also kann 20.000 ruhig abgeschafft werden. Aber reißerischer ist es soetwas nicht zu erwähnen.

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bond007
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Es geht nicht nur um über 50er

Ich bessere mich gleich selbst aus... ;)

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