PapierindustrieConstantia verkauft Etikettensparte in die USA

Der österreichische Verpackungsriese Constantia Flexibles stößt die zweitgrößte Division des Unternehmens ab, die Etikettensparte. Standorte in Österreich sind nicht betroffen.

Constantia Flexibles ist Verpackungsspezialist © constantia flexibles
 

Der Verpackungsriese Constantia Flexibles verkauft seine Etikettensparte (Labels Division) an das US-Unternehmen Multi-Color mit Sitz in Cincinnati, Ohio. Fällig werden 1,15 Milliarden Euro - fast zur Gänze in bar, wie die Firma am Montag mitteilte. Wenn die Transaktion abgeschlossen ist, erhält Constantia Flexibles 16,6 Prozent der ausstehenden Multi-Color-Aktien und wird größter Multi-Color-Aktionär.

Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen werde der Abschluss der Transaktion für das vierte Quartal 2017 erwartet, teilte Constantia Flexibles am Montag weiters mit. Die Labels Division der heimischen Firma mit dem französischen Finanzinvestor Wendel-Gruppe als Mehrheitseigner, hat 23 Werke in 14 Ländern und rund 2.800 Mitarbeiter. Die Labels Division erzielte 2016 einen Umsatz von 605 Millionen Euro. Multi-Color wurde 1916 gegründet und ist einer der größten Etikettenhersteller weltweit.

Österreichische Standorte nicht betroffen

Die zwei heimischen Produktionsstandorte der Constantia Flexibles in Teich (Gemeinde Weinburg, Bezirk St. Pölten Land) in Niederösterreich und Loipersbach (Bezirk Mattersburg) im Burgenland mit insgesamt mehr als 1.200 Mitarbeitern sind nicht vom Verkauf der Etikettensparte des Konzerns betroffen. Das versicherte der Firmenchef Alexander Baumgartner am Montag im Interview mit der APA.

Wie geht es jetzt weiter mit der Constantia Flexibles mit nur noch zwei Sparten (Food und Pharma), die Labels Division war schließlich die zweitgrößte? "Nur mehr zwei Sparten würde ich nur unter Anführungsstrichen sagen", so Baumgartner. "Wenn Sie so wollen, ist es ein kleiner Schritt zurück um viele weitere Schritte nach vorne zu machen."

Große Ziele

Durch den Spartenverkauf werde sich Constantia Flexibles voll aufs ursprüngliche Kerngeschäft der Herstellung von Verpackungen vor allem für Lebensmittel, Pharmaprodukte und auch Tiernahrung konzentrieren, so Baumgartner. "Das ist unsere Kernkompetenz." Es gehe darum, auch global zu wachsen und für neue Innovationen bereit zu sein. "Neue Drucktechniken stehen vor der Haustür, da wollen wir vorne mitmischen", sagte der Constantia-Manager.

Baumgartner hat große Ziele. Er strebt "global eine führende Rolle" mit Constantia Flexibles an. "Ich will die Nummer eins oder eine starke Nummer zwei werden." In Europa ist das Unternehmen in seinem Kerngeschäft mit den Verpackungen bereits "Leader", so Baumgartner.

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