Airborne RoboticsBekanntes Kärntner Drohnen-Unternehmen muss Insolvenz anmelden

"Airborne Robotics" muss mit knapp 500.000 Euro Überschuldung Insolvenz anmelden. Konflikte zwischen den Gesellschaftern seien hauptverantwortlich.

Airborne Robotics musste Insolvenz anmelden, soll aber weitergeführt werden © Airborne Robotics
 

Das Klagenfurter Unternehmen "Airborne Robotics" muss mit rund 559.000 Euro Schulden ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung anmelden. Die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von unbemannten  Fluggeräten (Drohnen) ist das Hauptgeschäft von Airborne, das hohes Renommee genießt.

Acht Dienstnehmer und rund 30 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Den Schulden stehen rund 65.000 Euro an Vermögen gegenüber. Der Sanierungsplan sieht vor, dass 20 Prozent der Verbindlichkeiten binnen 18 Monaten beglichen werden, das Geld soll aus der Betriebsfortführung erwirtschaftet werden. Als Insolvenzursache führt die Gesellschaft laut KSV 1870 an, dass es durch Konflikte zwischen den Gesellschaftern zu einer Vernachlässigung von Vertrieb und Marketing kam. Auch die Unerfahrenheit des Managements im Unternehmensaufbau sei mitschuld.

 

Das Unternehmen

Seit 2006 stellt Aiborne Robotics Profi-Drohnen und Flugroboter für professionelle Anwendungen in Europa und Österreich her. Die Drohnen werden von Filmprofis für Hollywood-Filme und für Fernsehübertragung mit Live-Streams verwendet ebenso wie zur Dokumentation von Bauwerken und Baufortschritt. In der Landwirtschaft kommen die die Flugroboter und Drohnen zum Einsatz bei der Optimierung der Ernte (bspw. beim Zählen der Triebe) und mit Multispektralkameras zur Beurteilung des Pflanzenstresses, der durch rasches Erkennen mittels Luftaufnahmen von Pilzbefall und Schädlingsbefall oder Wasserknappheit bzw. Unterdüngung und dem anschliessenden Einleiten von Massnahmen zu einer optimierten Ernte führen könnte (Ernteerfolg). Laut Airborne nutzen auch Rohstoffunternehmen, Schottergruben, Trassenplaner und Minenbetreiber die Drohnen zur Vermessung.

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hansibua123
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airborne motion pictures

hat das jetzt mit der o.a. Firma etwas zu tun? laut Firmenbuch sind einige Gesellschafter die selben, oder ist das die selbe Firma?

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hermannsteinacher
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Zerstrittene Gesellschafter,

unerfahrenes Management ...

... Insolvenz!

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Spitzer Walter
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Ist halt so!

Senkrechtstarter starten nicht nur senkrecht,
sie kommen auch so runter.

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Kristianjarnig
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Fairerweise muß man sagen:

(ich habe selbst einmal eine Luftbildfirma mit Koptern/Drohnen betrieben): Der Markt ist klein in diesem Geschäft und die Kopter dieser Firma waren Top. Das Problem - sie waren zu teuer und nur große Firmen konnten sich deren Drohen leisten UND auch noch Gewinn machen.Punkt

Man darf nicht vergessen - das Koptergeschäft wurde von den meisten Staaten erfolgreich zerstört, Österreich hat hier auch nur einige wenige bevorzugt(ohne hier wertend zu werden, aber wir kenne das ja), anderswo war es genauso. Das geht nun mal nicht in einer gerade erst frisch "erwachenden" Branche wo die Finanzmittel nun mal nicht unbegrenzt vorhanden sind.

Da hätte man wohl die Kirche etwas im Dorf lassen müssen und eventuell hätten es dann wohl auch die Klagenfurter geschafft. Die Rettung wird wohl nichts mehr werden, aus den Einnahmen eine Rückzahlungsquote anzustreben wird wohl eher ein Schuß ins Knie. Da wäre es besser beizeiten aufzuhören ohne noch weitere Unternehmen in Schwierigkeiten zu bringen.

Ich habe mein Geschäft an den Nagel gehängt, unterm Strich ein klares Verlustgeschäft da letztlich nur einige wenige mit den richtigen Beziehungen den langen Atem haben.
Ist kein Neid weil ich letztlich froh bin aus diesem stressigen Geschäft raus zu sein(wer fliegt schon stressfrei mit einer 20.000 Euro(+) Drohne in der Luft? Nein, die Zeit ist noch nicht reif dafür(die Menschen und Medien sowieso noch nicht, es denkt ja jeder Kopter hätten nichts anderes zu tun als einem hinterherzuspionieren)

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